Hinreichend viele.

Für die meisten Sachen im Leben ist es wichtig, dass hinreichend viele sich daran beteiligen.

Egal ob man nur seine eigene Interessen durchsetzen möchte oder es einem (auch) um (faire) Interessen anderer geht.

Ohne hinreichend viele zumindest bezogen auf das sich daraus ergebende Gesamtvermögen geht eben selten etwas und gegen hinreichend viele schon gar nicht. Hinreichend bedeutet eben schon ausreichend viele und zwar Zielerfüllungs- abhängig.

Ob man dafür nun wenige aber genau dafür geeignete oder viele zumindest gemeinsam zumindest ausreichende zusammenbekommen hat spielt dabei keine Rolle.

Egal ob man jetzt einfach nur etwas produzieren wollte. Oder gleich ein hinreichend soziales, ökologisches, Sicherheits- und Zukunftsorientiertes (SÖSZ) System schaffen wollte. Wobei natürlich je nachdem was man für ein Produkt erstellen wollte man hinreichend viele schneller zusammen bekommt. Eventuell reicht man dafür sogar schon selbst aus.

Beim Schaffen eines hinreichendem SÖSZ-System wird das alleine schon schwieriger. Wie bei einer Ein-Mann-Kapelle müsste man da mehrere Sachen gleichzeitig machen können. Das geht dann nur noch hinreichend automatisiert. Also irgendwann wäre wohl auch hier wie bei der Ein-Mann-Kapelle eine Lösung dar. Das kann man sich vorstellen. Auch wenn es irgendwann tatsächlich nur noch einen geben sollte der sich darüber Gedanken gemacht hat wie es sein sollte und das nun auch Umsetzen wollte, kann er das theoretisch dann.

Er könnte sich erstmal mit einem fairen Anteil an allem Selbstständig machen und dann jeden andern der eine Teilsache umgesetzt sehen möchte diesen dabei hinreichend unterstützen solange er das für fair, mit universell moralischem Selbstanspruch, hält. Dabei werden aber diejenigen mit fairen, aus seiner Sicht, Interessen sich selbst eingeschlossen, bei der Umsetzung dieser Interessen wohl auf Widerstand anderer, nicht gesamtheitlich nachdenkender, nicht an Fairness interessierten oder einfach mit einer anderen Ansicht von Fairness gesegneten, stoßen. Wenn er eine hinreichende Ein-Mann-Lösung, zumindest zusammen mit den zumindest in einem Teilpunkt gleichgesinnten und sogar kooperierenden Betroffenen gefunden hat, was wir ja angenommen haben, wird dadurch aber dennoch jedweder Widerstand schon per Definition nicht hinreichend sein können.

Also mit solch einer Ein-Mann-Lösung von dem einen der, mit universell moralischem Selbstanspruch, geprüfte hatte wie es aktuell ist und auch wie es seiner Meinung nach sein/bleiben sollte, hat dieser eine dann auch einen Weg gefunden da völlig auf sich gestellt als Ein-Mann-Team solch ein System umsetzen und aufrechterhalten zu können. Und er hätte die Gewissheit, dass jemand anders, nach seinem eigenem ableben, der sich mal später in der gleichen Ein-Mann ohne Team Situation befindet, solch ein hinreichendes SÖSZ-System umsetzen könnte. Auch wenn sonst keiner mehr prüft wie es sein sollte, welche Konsequenzen ein Handeln oder Unterlassen hat, und diese Situation dann auch herbei führen/erhalten möchte, zumindest nicht mit ihm oder auf seine Vorschläge, Einwände oder Faktendarlegung eingeht und von seinen ganzheitlichen Vorstellungen zu weit weg sind. Er würde es dennoch hinreichend umsetzen können. Ob aber unser aktueller zwangsweise Einer im konkreten Fall der konkreten Umsetzung auch wirklich mit universell moralischem Selbstanspruch, zu dem Ergebnis gekommen ist, dass das System was der neue Einer, etabliert hat und aufrechterhält auch hinreichend seinen Vorstellungen entspricht? Denn auch wenn zwei mit universell moralischem Selbstanspruch ein Soll-System erdenken, heißt das nicht zwangsläufig, dass die beiden sich mit ihren Systemen auch hinreichend einig werden. Wahrscheinlich gibt es tatsächlich ein System mit universell moralischer Perfektion. Nur sind diejenigen die solch eines nachbilden wollen wohl noch sehr lange nicht perfekt. Deshalb schafft man anderen mit einer solchen Ein-Mann-Lösung für die Erschaffung und Aufrechterhaltung eines solchen SÖSZ-Systems, nach ihren Werten, mit universell moralischem Selbstanspruch, (nur) die Möglichkeit dass der Ist-Zustand zumindest tolerierbar so ist wie sie es noch tolerierbar finden auch wenn von denen, die die Dinge zumindest so sehen wie sie selbst, keiner hinreichend mit ihnen kooperieren will. Und es auch alleine nicht schaffen.

Also eine Ein-Mann- (oder Ein-WasAuchImmer)- Lösung wäre nur solange hinreichend, aus Sicht des einen solange er selbst lebt, oder es einen hinreichend gleichen wieder gibt.

Man könnte sich jetzt überlegen, ob man sich auch noch eine Ein-Mann-Lösung vorstellen wollte, die auch nach unserem Einen seinem Tod weiter wirken sollte. Hinreichend. Dann könnte aber keiner mehr Korrekturen vornehmen. Denn eine Ein-Mann-Lösung braucht eben zumindest einen der adaptieren und korrigieren kann, denn universeller Selbstanspruch heißt, dass man seine Vorstellungen, Werte, sein Handeln und Unterlassen anpasst wenn jemand oder etwas aufgezeigt hat, dass das eigene (Werte)-System noch nicht alles berücksichtigte, in zumindest einem Punkt nicht optimal fair, sozial, ökologisch, Sicherheits- oder Zukunftsorientiert war. Denn solange man nicht nachweislich erwiesener Weise über vollständige Informationen und nachweislich perfekt in deren Verarbeitung ist wird man immer wieder was in seinem eigenen System finden, was man optimieren sollte oder muss.

Das was konserviert werden muss ist der Anspruch an sich selbst nicht das System selbst oder sonst etwas.

Genau das ist aber auch genau das Grundproblem der Textgebunden Religionen. Was einmal niedergeschrieben wurde, wird nicht mehr hinterfragt, selbst wenn diejenigen die es niedergeschrieben hatten, es mittlerweile eventuell korrigieren würden. Eben nur vielleicht, aber das weiß man halt nicht, denn die sind nicht mehr da.

Wir sind jetzt da.

Wir müssen prüfen wie es ist. Wie es sein sollte. Und wie man dahin kommt.

Und auf den einen warten, der durch sich selbst heraus, oder besser gesagt durch Gott schon solch eine perfekte Ein-Mann-Maschine wäre kann es wohl auch nicht sein. Zumindest tut man dann weniger als man könnte damit es jetzt schon so ist/wird/bleibt wie es sein sollte.

Und auch auf säkulare Erlösung durch einen als hinreichend eingeschätzten, erträumten oder einfach schöngeredeten Einen oder eines Teilkollektivs warten ist nach meiner Meinung nicht das was man tun sollte.

Und auch dem Leitspruch wörtlich folgen, „Es muss erst schlimmer werden bevor es besser wird“, macht es meist nur schlimmer, ohne dass es besser wird. Denn der Leitspruch bezieht sich auf die Hoffnung, dass es mal hinreichend viele geben kann. Zumindest wenn es ohne zutun anderer auch für die selbst schlimm genug wurde, dass mal genügende an einer hinreichenden Lösung mitarbeiten und „aus dem Arsch kommen“.

Diesen Prozess kann man natürlich durch verstärken zu beschleunigen versuchen, nur läuft man dann Gefahr eine Dynamik zu schaffen, die auch nach dem Erreichen des Schwellwertes nicht mehr anhält. Und man nimmt sich und andern die Chance, dass einem mit der Zeit noch was einfällt, dass es gar nicht so schlimm werden musste, damit hinreichend viele endlich in die „Puschen kommen“. Und wenn man sich fürs „verschlimmern damit es besser wird“ entschieden hat, läuft man immer Gefahr von denen „angeleihnt“ zu werden oder es bereits zu sein, die es nur schlimmer für andere haben wollen.

Es kann natürlich sein, dass einige schon aktiv für das was man selbst oder unser Einer gut findet sind, aber von der herrschenden Ordnung her zum Schweigen verdonnert sind, da sie über als geheim eingestuftes Wissen verfügen. Darauf kann man immer hoffen, aber dass weiß man als jemand ohne oder anderem Geheimwissen eben nicht. Und ob man da wirklich gleich gar nicht mehr offen aktiv sein muss? Man kann das geheime ja geheim halten und einfach nur sagen, dass man nicht über alles reden darf. Sonst ist das auch nur wieder ein weiters Ausreden-Narrativ für den „Schweinehund“.

Natürlich kann es auch immer welche geben, die meinen nur verdeckt agieren zu können. Das ist in vielen Herrschaftssystemen wohl auch angebracht. Aber wenn man da selbst gerade besser dran ist, sollte man auch nicht einfach hoffen, dass schon hinreichend viele verdeckt das moralisch und von den fairen Interessen her gesehen Richtige Tun und man selbst am besten nichts tut. Denn dann redet man auch nicht mehr darüber wie es ist und sein sollte und erkennt keine Fehler oder Verblendungen mehr.

Wir sind sowieso einer der wenigen Staaten wo man, durch die Grundsicherung, auch wenn die nicht hoch ist, Systeme und Leute kritisieren und eigene propagieren kann, ohne dass man dadurch gleich wirtschaftlich existenziell bedroht werden kann. Einen „Unfall“ kann man natürlich trotzdem erleiden, aber eher nicht „von Staats wegen“, zumindest ist das Risiko da bei uns noch eher am mit geringsten, würde ich mal sagen. Aber das kann sich natürlich auch schnell ändern. Das „sollte“ dann aber nicht so sein. Da halten dann hoffentlich hinreichend viele dagegen.

Und das hinreichende darüber nachdenken wie es aktuell „wirklich ist“, ist aktuell besonders wichtig. Nudging kann schnell für kulturelle Hegemonieprojekte missbraucht werden. Durch zu viel anderes und/oder Verführungen geht das noch einfacher.

Das Problem ist eben, dass man hinreichend viele braucht um hinreichend viel zu tun.

Dafür müssen aber hinreichend viele erst mal wissen, was für welche Ziele nötig ist. Das erfordert aber Zeit und Konzentration. Da kommt einem eine Ausrede wie, „ihr müsst nur alle eure kleinteiligen Eigennutzziele verfolgen, dann läuft es automatisch auch im großen zumindest für euch durch, blahblahblah (meist Markt oder Freiheit genannt), gut“.

Dann spart man sich lieber die Zeit und das Geld für das Funktionieren des großen Ganzen und arbeitet nur an einzelnem für das man gerade bezahlt wird. Man führt also nur noch die Wünsche anderer aus, ohne selbst zu schauen, dass man beim bestellen der eigenen Wünsche hinreichend zumindest für sich selbst soziale, ökologische, Sicherheits- und Zukunftskritierien berücksichtigt. Wenn das zu viele machen, zwingt der Marktdruck andere, die sich dafür eigentlich hinreichend Zeit nehmen wollten, dazu auch darauf zu verzichten. Irgendwann achten beim Wählen (Konsum, Parteien) aber zu wenige darauf, dass es zumindest für das sie einschließende Gesamtsystem noch passt. Deshalb hatte Gustav von Schmoller gewarnt: „Nur der Inkonsequente und derjenige der sein eigenes Land ruinieren will kann komplett freihändlerisch sein.“. Jede dezentral organisierte Gesellschaft muss also darauf achten, dass hinreichend viele gescheit wählen und auch hinreichend Gescheites zur Wahl steht.

Dafür wird bei uns zur Zeit aber viel zu wenig geprüft: Wie es aktuell ist. Wie es sein sollte. Und wie man dort hin kommt, bleiben kann.

Da ist es dann plötzlich nicht mehr wichtig auf eine zumindest hinreichend ausgeglichene Außenbilanz zu achten. Da ist es plötzlich selbstverständlich das Grenzen nach Zusammenbrüchen von Staatenbünden nicht mehr auf Fairness und faire Bedarfe geprüft werden. Da geht es plötzlich nicht mehr darum zumindest hinreichend legitim genug zu agieren. Sondern nur noch um das Bestehen auf das legale, mit oder auch gleich ohne gemeinsame Rechtsordnung aller Betroffenen.

Da geht es plötzlich wieder um interessengebundene Propaganda. Und Hegemonie für Eigennutz-Vorteile. Auch wenn das schon immer ins Verderben führte. Und nur weniger bis unbetroffene andere stärkte.

Es prüfen bei uns aktuell zu wenige.

Es kooperieren zu wenige.

Es handeln zu wenige für Fairness.

Zumindest nicht diejenigen die ich aus Sicht mit universell moralischem Selbstanspruch dafür als legitim ansehen würde.

Dadurch wird die ToDo-Liste für diejenigen die es doch tun immer länger. Und auch die potentielle Belastung und Gefährdung für deren Umfeld immer größer.

Eine hinreichende Ein-Mann (X)-Lösung gibt es eben (noch) nicht.

So wird es tatsächlich weiter schlimmer werden, bevor hinreichend viele wieder an einer zumindest kurzfristig hinreichenden SÖSZ- Lösung mitarbeiten. Bis später dann aber wohl wieder die Bequemlichkeit, Furcht oder was auch immer wieder überhand genommen haben wird.

Diejenigen mit hinreichend universell moralischem Selbstanspruch: Lasst uns gemeinsam eine hinreichende Lösung finden. Oder von mir aus auch ohne mich. Aber darin sehe ich aktuell keinen Vorteil.

Und jetzt erstmal weiter mit Lula in Brasilien und Kevin McCarthy als „WennKeinVizeNotPräsident“

Also Lula hat es in Brasilien zumindest schonmal ins Präsidentenamt geschafft ohne erschossen zu werden, ohne dass jemand putscht oder eine Region sich mit mehr als fair viel ausgründet bzw. sich überhaupt jemand ausgegründet hat.
Dann mal schauen ob, das auch 4 Jahre so bleibt, bzw. hoffentlich bleiben sollte. Spätestens im Zombie- Fall, würde dann halt doch „In Your Head“ gelten. Und zu progressiv oder zu „der (Totalitäre) Sozialismus rechtfertigt das“ oder halt doch „zu Rechts“ wäre auch nicht schön. Dann müsste man auch sehen. Vielleicht sollte man den „Zus“ auch mal die Möglichkeit schaffen, mit einem „fairen und nachhaltigen“ Anteil rauskommen zu können, wenn sie es denn wollen.

Die Option sollte der Rest dann aber auch haben, wenn es einem zu „zu“ wird. Dann hätte die Menschheit einen wichtigen Schritt voran zum Einhalten/Konservieren des „nicht Zus“ aus streng individuell legitimierter Sicht gemacht. Aber eben mit einer neuen Ordnung, aber das kapiert im Atlas Netzwerk ja keiner. Die lassen sich ja lieber mit einschnüren. Halt inkonsequent.

Und der US-Republikaner McCarthy ist jetzt Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Im 15.Anlauf gewählt. Also ich gehöre ja nicht zu denen die sich gerne für ihre Geschlossenheit feiern lassen. Abweichende Meinungen muss man Aussprechen und das auch aktiv fordern. Denn oft beruhen die auf einer andern Faktenlage. Dann muss man gegenseitig seine Fakten prüfen. Und zumindest sichergehen, dass es nicht daran lag. Wenn es an Interessen oder Werten liegt muss einem aber eben klar sein, was es bedeutet nicht mehrheitsfähig zu sein.

Bei den Republikanern die McCarthy erst so spät wählten, hätte das dann bedeutet, dass sich die restlichen Republikaner dann am Ende vielleicht auf einen ihnen noch weniger genehmen Kandidaten mit den US-Demokraten hätten einigen können. Soweit haben es die Abweichler dann aber nicht kommen lassen. Man kann jetzt einmal loben, dass da welche nicht einfach mitlaufen. Von denen gibt es bei den eher Progressiven aktuell ja auch eher zu viele, als dass man sich keine Sorgen machen müsste, wenn die regieren. Die sind halt „begeisterungsfähig“. Aber es ist eben auch immer eine Frage der Kosten-Nutzen-Rechnung erstmal nicht mit der Mehrheit zu wählen. Immerhin beansprucht das schon einiges an Ressourcen und Zeit 15. mal zu wählen. Vor allem wenn man weiß, dass es noch nie auch nur einen 2.Wahlgang gab. Ob man sich dann wirklich dazu hinreißen lassen muss jetzt mit dieser Tradition zu brechen und es gleich so weit zu treiben. Nur um dann doch noch zuzustimmen. Aber nun gut. Es fragt sich aber auch wieso von den Demokraten kein Vorstoß auf einen gemeinsamen Kandidaten mit den gemäßigten Republikaner gab. Zumindest lässt die Kandidatenliste nichts in der Richtung erkennen. So waren es dann eben am Ende doch die Far-Rights die im Interessen aller nachgaben. Vielleicht sollte dies das nächste mal besser mal überparteilich gemäßigt erfolgen.

Aber wie auch immer, jetzt ist McCarthy im Amt und wenn der amtierende Präsident und die Vizepräsidentin stirbt ohne dass es zuvor einen neuen Vize gab, bis zur nächsten Wahl der von einem Parlament gewählte Präsident der USA.

Daher gilt für Biden und Harris dann das gleiche wie für Lula. Mal sehen ob sie mit allen Regionen durchkommen bis zur nächsten Wahl. Und sollten. Also der Zombie-Fall oder einer der zu nahe dran ist ausbleibt. …

Aber wenden wir uns jetzt mal wieder der Frage zu wie es jetzt eigentlich weitergehen sollte, damit es zumindest erstmal tolerierbar bleibt, aus meiner Sicht mit universell moralischem Selbstanspruch.

Als erstes geht der Blick natürlich zum Ukraine-Russland-Krieg.

Das ist leider ein Beispiel dafür, wo abweichende Meinungen und vor allem die Fakten auf denen sie beruhen einfach ignoriert werden.

Militärhafen und eine hinreichende zu Russland passende Landbrücke sind eben faktenbasiert nach meiner Meinung einfach zu wichtig für Russland als dass die da einfach drauf verzichten könnten oder sollten. Und die Zugehörigkeit der Regionen um die es dabei geht ist eben kaum für die Kernukraine legitimiert. Die Krim war ein Geschenk als Zeichen der Verbundenheit und der Osten wurde laut Wikipedia, zumindest auf dem Stand wo ich es gelesen hatte, aus Verwaltungsgründen zur Kernukraine dazu genommen. Also wenn überhaupt ist die Meinung der Bewohner dieser Gebiete mit ausschlaggebend. Aber hier muss man bei Wünschen der Zugehörigkeit eben auch die fairen Interessen des Landes berücksichtigen, von welchem man sich abnabeln will. Und hier will eben die Kernukraine mit diesen Regionen, eventuell auch mit dem Willen der dortigen Bevölkerung von Russland loskommen. Russland kann sich den Verzicht der genannten Sicherheitsobjekte aber wohl kaum leisten. Und würde wohl auch bis hin zum Atomkrieg dagegenhalten. Und sie wären damit meiner Meinung nach nach meinem Faktenstand auch im Recht. Daran ändert auch die Annahme der Unabhängigkeitserklärung dieser Ukraine von 1991 durch Jelzin nichts. Das war in den Wirren der Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, und unter ganz andern Vorzeichen. Also wenn man Russland jetzt unfair an dieser Willenserklärung von Jelzin festmachen will, liefert man damit nur ein abschreckendes Beispiel für andere Bürgerschaften die sich ihres totalitären Regimes entledigen wollen. Denn das Streben danach Russland auch unabhängig von Putin Schwächen zu wollen wirkt hier viel zu sehr als Motiv des Westens durch. Wir als Mitte, mit einer Vernichtungskriegs-Vergangenheit gegenüber dem Osten Europas, vor allem Russland sollten daher auf keinen Fall bei irgendetwas mitmachen was sich gegen faire russische Interessen, für eine West-Hegemonie, richtet.

Zumal das eh nur auf einen Atomkrieg hinauslaufen würde der die Bewohner Europas und die europäische Bevölkerung Amerikas und Eurasiens nur ins Hintertreffen gegenüber China und Indien führen würde. Gegen eine hinreichend mächtige Atommacht unfair oder einfach nur zu viel zu wollen ist einfach nur inkonsequent.

Wobei aber auch klar sein muss, dass man Russland, auch als Atommacht auf keinen Fall unfair viel zugestehen sollte. Und spätestens ab fairen Kern-Interessen auch Kern-Ukrainischen auch bis hin zur gegenseitigen atomaren Vernichtung dagehalten sollte. Sonst tanzen einem Atommächte auf dem Kopf rum. Und höchstwahrscheinlich würde auch die russische Bevölkerung keine atomare gegenseitige Vernichtung für unfair viel hinnehmen und vorher putschen.

Also kämpfen und liefern ja, aber nur für faktenbasiert-faire Anteile für die Kern-Ukraine und ihre freiwilligen Mitbürger. Womit wir bei dem zweiten Punkt sind wo Russland fairerweise Anteile der Ukraine in den Grenzen von 1991 zustehen. Nämlich anteilig Land für diejenigen ethnischen Russen der Ukraine von 1991 die lieber nach Russland wollen. Das kann man ja einfach und wohl nur so als Abstimmung mit den Füßen durchführen. Einem Regionen-weisen Anschluss per Mehrheits-Referendum dem man, mit universell moralischem Selbstanspruch, glauben sollte, kann man zwar freiwillig hinnehmen aber erzwungen muss man das nicht hinnehmen wenn da zu viele dagegen votiert haben. Immerhin würde man dadurch anteilig unfair Land verlieren. Dagegen könnten wir dann tatsächlich Panzer liefern oder gleich mitkämpfen. Das wäre fair.

Aber dieser Unterschied und diese fairen Zugeständnisse an Russland sind enorm wichtig um legitim zu agieren. Denn eine illegitime westliche Stärke wird eh nur zu einem Zusammenschluss zu vieler gegen uns führen. Und das wäre dann auch noch moralisch wünschenswert.

Also bloß nicht einfach weiter mitlaufen.

Und auch die Rechtfertigung offiziell zu viel zu wollen, damit die zu Rechte mitkämpft und nicht zu putschen versucht, verliert spätestens an Legitimität wenn es auch zur Not ohne oder gegen die zu Rechten reicht. Und man darf natürlich nicht wirklich zu rechts werden.

Das nächste große Thema ist wie schon seit je her ist die Frage des fairen und hinreichenden Verteilens des Produzierten, des Prozesses des Produzierens und des Vermögens. Hier sind Bündnisse zwischen den zu gierigen Vermögenden, Einkommensstarken und mit den besten Produktionsstandorten ausgestatteten Teilkollektiven mit eigenem Staat und nur interner staatlicher Verteilung ebenso zu vermeiden wie der (Wunsch)-Glaube daran, dass der Markt automatisch für eine faire hinreichende Verteilung sorgen würde. Der Markt schafft eine Auswahl deren Erzeugung es aber hinreichend sozial, ökologisch, Sicherheits- und Zukunftsorientiert zu regulieren und priorisieren gilt. Vor allem garantiert er aber nicht automatisch jedem eine hinreichende Kaufkraft. Solch eine Behauptung wurde schon oft genug widerlegt. Denn man braucht sich nur 10 Leute vorzustellen die einem keine hinreichend entlohnte Arbeit geben. Und empirisch wird das durch die Zahl der Arbeitslosen ja eh immer wieder bestätigt. Also gibt es keinen Automatismus. Und fair ist der Markt auch nicht denn die gleiche Arbeit wird je nach Konkurrenz unterschiedlich stark entlohnt. Sobald irgendwo keine Konkurrenz herrscht kann einer mit etwas das alle gerade brauchen potentiell zu viel dafür verlangen, als dass man da komplett auch Freiwilligkeit setzen könnte.

RKSLP-Aktivitäten- Jahresrückblick 2022

Mitte Februar durfte ich die bereits im letzten Jahresrückblick erwähnte Straßenplakat- Protestplakat- Aktion der rkslp.org gegen Standort- und Arbeitsplatzwettbewerb auf „Leben und Tod“ sondern stattdessen für eine hinreichend soziale, ökologische, Sicherheits- und Zukunftsorientierte (SÖSZ) APR- Union mit je einem Plakat in Homburg (Saarland) und Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) an einer Durchfahrtsverbindungstraße durchführen. Im Anschluss gab es noch eine online Infoveranstaltung dazu.

Zu der Problematik den gemeinsamen freien Markt zur Standortwettbewerbs-Anteilsjagt durch „Tauschgeschäfte“ zu gebrauchen kam dann mit dem Ukraine-Russland-Krieg noch ein Anteilsjagt-, Hegemonie- und Sicherheitskrieg mit Waffengewalt hinzu. Wenn jeder seine Standorte und Rohstoffe auch unter Ausnutzung des natürlichen oder historisch gewachsenen Vorteils für eine Anteilsjagt über den Markt zu verwenden versucht ohne hinreichende SÖSZ APR-Union, wird aus dem Marktkrieg mit ungleichen Karten (Standorten/Rohstoffe) eben schnell wieder ein militärischer Kampf auch um diese Karten oder zumindest die Chancen darauf.

Daher schriebe ich und schreibe weiterhin seit dem militärischen Kriegsausbruch auch darüber und appelliere auch für eine faire SÖSZ-APR-Lösung dort.

Dann war die rkslp.org auch wieder mit einer online SÖSZ APR-Union-Veranstaltung beim World-Social-Forum 2022 in Mexiko dabei: Video

Die Französische Präsidentenwahl und die Wahl in Ungarn wurde auch kommentiert.

Dann war ich, und damit die rkslp.org, noch als Besucher bei der anarchistischen Büchermesse in Mannheim. Ein Vortrag dort lieferte die Motivation für diesen Beitrag.

Am 1.Mai war ich bei einer DGB-Kundgebung in Saarbrücken.

Und da es 3 Jahre her war, dass ich erstmals was zur streng individualistischen Sozialvertragstheorie von James M. Buchanan geschrieben hatte, habe ich zu diesem Thema nochmal einen Beitrag geschrieben und auch einen Wikipedia-Artikel dazu erstellt. Der wurde mittlerweile aber wieder gelöscht. Ebenso wie einer in einem andern Wiki der basierend auf dem Wikipedia- Artikel jemand angelegt hatte.

Auch bei der Attac-ESU 2022 waren „wir“ als Besucher, zum Vortragen wurden andere ausgewählt. Immerhin hatten „wir“ uns aber 2 mal im Plenum per Mikro zu Wort gemeldet und einen inoffiziellen online Vorabvortrag gehalten: Video.

Im Juli ist die RKSLP dann mit mir nach Pirmasens gezogen, dorthin wo es nur mehr Wohnraum gibt und noch keine überdurchschnittliche Kauf- und Steuerzahlkraft.

Auch die US-Halbzeitwahlen wurden kritisch-schreibend mitverfolgt.

Aus Anlass des vor 150 Jahren stattgefunden habenden Eisenacher Kongresses als inoffiziellen Gründungsakt des Vereins für Sozialpolitik (VfS) hat die rkslp.org auch eine online Veranstaltung durchgeführt: Video.

Und für eine GSÖBW-Veranstaltung zu humaner Ökonomie hatte ich einen inoffizielle Ergänzungsvortrag online gehalten: Video.

Der Vergesellschaftungskonferenz im Oktober in Berlin hatte ich immerhin mal einen meiner Standardbeiträge gewidmet.

Beim Attac Herbstratschlag 2022 und dabei bei der „Solidarisch durch die Krise“- Demo war ich auch noch.

Und über die vier Wahlen in 10-Tagen in Brasilien, Italien, Israel und Dänemark hatte ich auch geschrieben. Ebenso zuvor schon über die in Schweden.

Seit diese Wahlen rum sind schreibe ich nur noch alle 2 Wochen einen Beitrag und mache eine Live-Sendung und schreibe nur noch alle 2 Tage Kurznachrichten um Zeit zum Zusammenfassen und direkte Kommunikation zu haben.

So verschicke ist jetzt z.B. seit Dezember auch Aufforderungen per Email „Wie es sein sollte“- Forums abzuhalten:

ihr könntet mal ein monatliches Treffen organisieren, wo Leute die darüber diskutieren wollen wie es ihrer Meinung nach sein sollte (Kant), wie es aktuell ist, und wie man den gewünschten Soll-Zustand beibehalten/erreichen könnte,  Gleichgesinnte finden können. Das wäre dann ein "Soll"- Forum. 🙂 Das fehlt aktuell noch am dringendsten. Über meine Plattform rkslp.org biete ich zwar auch schon so was in der Richtung an, aber wenn ihr das machen würdet, hätte das bestimmt gleich mehr Zugkraft. Das wäre nützlich. (GUS -Gesellschaft für Utilitarismusstudien e.V., Kant- Gesellschaft, Deutscher Bundeswehrverband, Schwab Stiftung und einige andere habe ich auch schon angeschrieben) 🙂

Zum Jahresende gab es noch ein Weihnachtsmärchen als Standardbeitrag.

Die Anteils- und Freiheitsfrage als scroogiges Weihnachtsmärchen

1843 hatte ja bekanntlich Charles Dickens die Weihnachtsgeschichte A Christmas Carol mit Ebenezer Scrooge als Hauptprotagonisten verfasst.

Dieser ist ein sehr geiziger und unfreundlicher (/unverträglich -Psycho Big 5-) Geschäftsmann der von Weihnachten nichts hält.

Dann bekommt er nacheinander Besuch vom Geist der vergangenen Weihnacht, dem Geist der gegenwärtigen Weihnacht und dem Geist der zukünftigen Weihnacht.

Diese zeigen ihm Szenen wie es früher war, wie es aktuell ist und wie es sein wird wenn er so weitermacht wie jetzt.

Das berührte Herrn Scrooge so sehr, dass er dann ein besserer Mensch wurde. Oder genauer gesagt, sein Vermögen teilte, wenn auch freiwillig und nicht über den Staat, und sein handeln freundlicher gestaltete.

Nun hatten aber die Szenen aus der Vergangenheit gezeigt, dass sein Geiz und seine Unfreundlichkeit wohl auf Kindheitserlebnissen beruhten und nicht unbedingt auf genetischer Veranlagung. Da lässt man sich vielleicht leichter „bekehren“.

Dickens hat mit seinem Märchen eben ein erfolgreiches Beispiel gezeigt, wie man jemand aktuell (zu) geizig und (zu) unfreundlichen dazu bringen kann freiwillig „gut“ zu werden, also das klassische moral-philosophische Problem schlechthin, das auch Habermas schon angesprochen hat. Die Lösung hier war zu sterben, zurückzukommen und drei zeitreisefähige hinreichend eindrucksvolle Geister anzuheuern. Neben der Frage, ob die Herrn Scrooge jetzt genugdet oder kulturell hegemonieirt haben, wohl genugdet immerhin war er ja hinterher wirklich nachhaltig zufriedener, aber es diente auch sozialen Interessen anderer, als „gern-geiziger“ könnte man daher auch von kultureller Hegemonie sprechen, stellt sich natürlich auch die Frage der praktischen wiederholenden Anwendbarkeit dieses Vorgehens bei hinreichend vielen (zu) Geizigen und (zu) Unfreundlichen scroogischer Prägung/Art. Na ja, wenn man mit seinen eigenen Wertvorstellungen hinreichend gleichgesinnte Tote braucht oder sich selbst töten muss und auch noch Zeitreise- Weihnachtsgeister braucht, wird diese Methode wohl nicht in Massenproduktion gehen können.

Da braucht man eine praktikabler Lösung. Die Hoffnung dass das Märchen alleine schon reichen würde hatte sich bisher ja leider (noch) nicht bestätigt. Ein anschubsen in diese Richtung war aber immerhin schon mal eines der Ziele von Dickens.

Also vorerst bleibt weiter nur die Zwangsverteilung, als LenderOfTheLastRessort, wenn man den Status Quo aus moralischen und/oder betroffenheits- Gründen nicht akzeptieren will.

Und in einer gemeinsamen Ordnung sollte dass nicht jeder einfach so können sondern nur diejenigen die dafür „gemeinsam“ ausgewählt wurden, sonst kann man keine gemeinsame Ordnung haben und auch kaum zusammenleben.

In der EU aber zum Beispiel haben wir nur eine gemeinsame Produktions-/Wirtschaftsordnung mit Verteilungszwangsmonopol im übernationalen bei den EU-Institutionen. Diese können aber hinreichend selbst nur bei freiwilliger Zustimmung aller beteiligter Nationen zwangsweise was an der Verteilung ändern.

Also braucht man hier tatsächlich aktuell eine Möglichkeit freiwillige Zustimmung tatsächlich herbeiführen zu können. Oder man verlässt die gemeinsame Ordnung, Zwangsordnung wirtschaftlicher Freiheit.

Also „dickens“ wir mal:

Die zu Geizigen wären dann (meist) der Norden der EU inklusive Deutschland. Auszumachen ist das am Außenbeitrag und am relativen Lebensstandard.

Als Toten, der die Geister ankündigt, könnte man dann für Deutschland auf eine Mischung aus Karl Marx, Max Weber, Gustav von Schmoller und Immanuel Kant zurückgreifen.

Der Vergangenheitsgeist könnte dann die Reparations-Verhandlungen von Versailles, die Hyperinflation, den Preußischen Zwangs-Einigungskrieg unter seiner Herrschaft und ohne Österreich und den 1929 Börsenkrach und die folgenden Nöte, als negativ prägende Ereignisse zeigen. Und die Zeiten wo England noch in der EU war und Italien ohne Post- Neofaschisten als größte regierende Partei auskam als wie „schön“ es mal war zeigen (bevor) man die Verteilungsfrage in der EU wieder/zu lange hinter nationalen Profit- oder Spar-Interessen zurückstellte.

Der Geist der Gegenwart könnte dann die Rückkehr zum Thatcherismus und „SovielWieMöglich“, aber immerhin noch LSBTIQ*- freundlich, in GB und eben die Postfaschisten als vielleicht noch nicht ganz so schlimm in Italien zeigen.

Der Geist der Zukunft könnte dann entweder das bedauern der dann hier lebenden, auch der ethnisch deutschen Minderheit über die übergroße und inkonsequente Vetofreundlichkeit beim Verteilen sogar von der Europa-Union Deutschland, als die ethnisch Deutschen noch die Mehrheit hatten, zeigen. Oder was passiert wenn rassistische Vernichtungs- Faschisten mal uns unruhig wegen zu viel Vetos ins Vezier genommen haben. Oder eine zukünftige Oligarchie oder totalitäre Ostsozialismusherrschaft, wenn die Bürger Europas sich weiter nur gegenseitig „gewinnlert“ haben, anstatt auf die gemeinsame Stärke zu achten. Oder gleich ein atomares Armageddon.

Bliebe dann abzuwarten welche Wirkung dies auf die Verteilungsbereitschaft hätte.

Aber das atomare Armageddon Szenario ist eine gute Überleitung zum nächsten Weihnachtsmärchen Bedarfsthema:
Den Ukraine-Russland Krieg.

Als Protagonisten wählt man da am besten HegemonieWestler, GeschenktIstGeschenktUkrainer und RegionenJägerRussen.

Der Geist der Vergangenheit könnte Ukrainern zeigen, wie Russland ihnen gegen PolenLitauen beigestanden hat, wie man gemeinsam gegen NaziDeutschland gekämpft hatte. Den Westlern den Moment nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wo man die Wahl hatte sie in bester Gustav von Schmoller Tradition beim Umbau gut zu beraten und nichts aus vorteilhafter Lage aufkaufen zu wollen, anstatt eher selbst oder als russischer Oligarsch einem mehr oder weniger direkten „Bereichert euch!“- Aufruf zu folgen zu versuchen. Und Russen den Moment wo sie statt klar zu sagen, dass sie den Militärhafen und eine hinreichende Landbrücke aus der Ukraine von 1991 wieder zurück brauchen und die ethnischen Russen die aus der Ukraine von 1991 wieder nach Russland zurückwollen mit fairem Anteil an Land auch dies ermöglichen wollen, stattdessen einfach Regionen forderten und zwar xXxXXX? viele und in der Größe ihrer Wahl und gleich mit dem Wunsch auf komplette freiwillige Entmilitarisierung kurz vor Kiew standen.

Naja, der geist der Gegenwart hat es nicht unbedingt schwer negative Folgen zu zeigen. Aber es gibt eben auch Menschen die sich für faire Lösungen einsetzen.

Und der Geist der Zukunft kann einmal das bereits angedeutete atomare Armageddon zeigen oder Nachkommen sowohl von Ukrainern als auch Russen, die voller Verachtung und Mitleid auf diejenigen ihrer Vorfahren zurückblicken die unbedingt „aufs Ganze“ gehen mussten und damit soviel Leid verursachten. Und natürlich auf den inkonsequenten bis hegemonischen Westen und vielleicht auch Osten der diese dabei noch bestärkt hatte.

Zum Schluss kann man noch mal dass Bündnis von zu gierigen (Super-) Reichen, Einkommensstarken und natürliche Standortwettbewerbs Profiteurs-Teilkollektiven allgemein durch ein „scroogiges“ Märchen zu bekehren versuchen. Aber das hebe ich mir in klar benanntem und fair-hinreichendem Umfang für nächstes Jahr auf oder das kann einfach mal jemand anders so machen.

Iran. Können Wächterräte auch eine „gute“ Rolle spielen?

Mit dem Reich Elam grenzte der „historische Iran“ ja schon seit Jahr und Tag an eine der Wiegen der menschlichen Zivilisation: An die Sumerer im Zweistromland. Dort entstand nach Ansicht der aktuellen Geschichtsforschung so im 4.Jahrtausend vor dem Beginn unserer Zeitrechnung die erste Hochkultur der Menschheit. Und eben direkt nebendran traten so im 3.Jahrtausend vor Christus die Proto-Iraner auf die Bühne der sich entwickelten historisch fassbaren Welt.

Also die „Iraner“ sind schon immer mit dabei. Wobei zu deren historischen Wurzeln auch die Meder, Perser und Parther gehören. Die auch ziemlich genau in dieser Reihenfolge die Regionen des heutigen Irans und auch teilweise darüber hinaus alle einmal mehr oder weniger lange alleine beherrscht hatten. Die Perser spielten ja vor allem durch ihre Auseinandersetzungen mit den Griechen und der Größe ihres antiken Reiches für Europa ein nicht gerade unbedeutende Rolle.

Im Gegensatz zu Griechenland gab es im „historischen Iran“ aber quasi nur Herrschaftsdynastien und keine demokratischen Phasen. Daran änderte auch die Eroberung des Perserreiches durch Alexander nichts. Als Makedone war der eben gerade selbst nicht demokratisch geprägt. Und auch als die „Iraner“ mit dem Parther-Reich, das sich gegen Rom behaupten musste, wieder selbst das sagen in der Region hatten, ändert sich nichts an der dynastisch-königlichen Herrschaftsstruktur, die Macht ging also auch da nicht vom „iranischen“ Volk aus. Zeitlich folgte dann die Islamisierung. Ein Mongolensturm. Und dann die Etablierung einer schiitisch-islamischen Herrschaft. Bis es dann 1906 zu einer konstitutionellen Revolution kam. Das Ergebnis war dann eine säkular bestrebte konstitutionelle Monarchie. Bis die dann mit mehr oder weniger großem Einfluss von Außen wieder zerbrach und erst eine Monarchie und dann die Islamische Revolution von 1979 folgte. Seitdem ist der Iran eine theokratische Republik unter Führung schiitischer geistlicher mehr oder weniger ausgeübt durch den Wächterrat.

Jetzt gibt es im Iran ja mal wieder Proteste, ausgelöst durch den Tod von Jina Mahsa Amini nach einer Festnahme durch die Sittenpolizei.

Damit stellt sich auch wieder die Frage welche Entwicklung man dem Iran wünschen kann.

Mit Sicherheit keine einfache Destabilisierung durch hegemonisch Gesinnte aus dem Westen, die den Iran zurzeit vor allem als Hindernis auf dem Weg zur dauerhaften Degradierung Russlands zur regionalen Mittelmacht ansehen. Auch zu Rechte aus Israel wird man hierzu zählen müssen, wobei es denen direkt um die Kleinhaltung des Irans gehen dürfte.

Diese genannten Kräfte werden kaum an einer stabilen, gleichmächtigen, fairen (nach innen und außen) Entwicklung des Irans interessiert sein, und die Proteste nur oder zumindest vor allem aus hegemonischen Gründen unterstützen.

Bei der Einordnung für was die NATO aktuell eigentlich steht, ist es eben sehr schlecht, entweder aus Inkonsequenz oder tatsächlich aus hegemonischer Absicht, dass man Russland an Entscheidungen, welche direkt nach deren ihrem Wechsel vom totalitären Kommunismus zu einer demokratischen Staatsform, wohl auch in der Hoffnung auf eine andere Entwicklung, getroffen wurde, nun final festnageln will. Die damalige russische Entscheidung die Unabhängigkeit der Ukraine auch mit der, für die Verteidigung von Russland und auch allgemein der Ostslawen, Krim, welche ein Geschenk wohl zur ewigen Verbundenheit war, hier wurde quasi die Sicherheit Russlands als Vertrauensbeweis teilweise den Ukrainern anvertraut, auf dass man ewig zusammenbleiben soll, einer zugehörigen Landbrücke damit der dortige Militärhafen nicht von Russland abgeschnitten werden kann, und dem fehlenden Recht derjenigen ethischen Russen die je nach Entwicklung lieber mit einem fairen Anteil am Land wieder zurück nach Russland wollen, dies auch zu dürfen, zu akzeptieren war eben eine Fehlentscheidung, die Wohl auf zu viel Optimismus in den Wirren des Übergangs beruhen. Dass man sich darauf als Nato oder Staat des Westens, wenn einem auch nur etwas an Legitimität, mit universell moralischen Selbstanspruch, gelegen ist, nicht berufen darf oder kann müsste eigentlich jedem klar sein. Leider tun wir genau das aktuell. Wobei die (Kern-)Ukraine sich natürlich von Russland trennen darf. Die für Russland so wichtige Vereinigungsgeschenke, müssen die Ukrainer dann aber ebenso natürlich wieder an Russland zurückgeben. Alles andere ist unehrenhaft und führt nur zu ewigen Auseinandersetzungen.

Und wie stellt man sich als Westen denn vor, wenn im Iran nun tatsächlich ein demokratischer Systemwechsel stattfinden würde? Und dann einige Landteile lieber unabhängig wären? Will man dann auch zukünftig solch einen demokratischen Iran an Zustimmungen aufhängen, wenn die jetzt solchen Unabhängigkeiten zustimmen würden, dann aber merken würden, dass da für ihre Sicherheit zentrale Infrastrukturen mit rausgegangen sind? Trommelt man dann auch für Freiheit und warum eigentlich? Um durch Freimarkt und einem historisch gewachsenen Vorsprung Hegemon zu werden? Oder weil man inkonsequenter Weise so weit gar nicht denkt sondern einfach nur los- oder mit schreit wenn was zurückgeholt wird, womit ich nicht die russische Invasion in die Kern- Ukraine schönreden will, dass ist noch mal ganz was anderes?

Gleiches gilt für Demokratiebestrebungen in China.

Dadurch dass man im Ukraine-Russland Krieg fair-nachhaltige russische Interessen nicht berücksichtig, disqualifizieren sich die Regierungen des Westen aktuell gerade mehr oder weniger alle mit Blick auf ihre Verlässlichkeit, meiner Meinung nach, für diejenigen außerhalb aber auch innerhalb des „Westens“ die sich in ihren Staaten für Staatsstrukturen einsetzen die universell moralischen Selbstansprüchen genügen sollen.

Die Nato sollte zusammen mit dem Osten Europas bis hin zu Nordasien eine standardmäßige bewusst gleichgewichtige Vierteilung der Macht anstreben. Nord-Amerika, Süd-Amerika/Ozeanien, West-Europa und Ost-Europa. Dann achtet man bewusst auch auf eine ausgeglichene Wirtschaftskraft und garantiert sich gegenseitig eine nachhaltige Grundversorgung, solange genug da ist. Also Kooperation statt gegenseitige Hegemonie-Bestrebungen, letztere machen eh immer nur alles kaputt. Und wenn einer der 4 Blöcke doch Hegemonie anstrebt müssen ihn die andern wieder zur Räson bringen. Und zur Not besetzen. Also es kann durchaus sein, dass man Russland mal ihren Militärhafen „wegnehmen“ muss, wenn sie den Rest oder einfach ihre Nachbarn, jenseits fair-nötiger Interventionen, beherrschen wollen. Das darf aber nur solange erfolgen bis es wieder passt. Und das muss umgekehrt auch für die USA gelten. Es muss jedem klar sein, dass auch die früher oder später, jenseits schon jetzt vorhandener deklarativ-universalistischer Verblendung, mal so daneben liegen dass man sie temporärer Besetzung muss. Aber eben nur temporär und die USA dann nicht einfach unter den andern 3 aufteilen. Soviel sollte man „aus Versailles“ gelernt haben. Aber dazu darf die USA aus mittlerer Sicht natürlich nicht mächtiger sein wie der Rest. Da muss man umverteilen.

Schwierig wird es natürlich wenn gleich 2 oder gleich alle „aufs Ganze gehen“. Dann müssten die Kooperativen in den 4 Blöcken es schaffen sich mit hinreichender Macht aus ihren „Wir-Hiers“ zu lösen und sich gemeinsam den Hegemonen entgegenstellen. Dazu wäre tatsächlich so was wie Wächterräte, von den Kooperativen mit universell moralischem Selbstanspruch, von Vorteil und wohl auch nötig. Also die Kooperativen sollten, mit universell moralischem Selbstanspruch legitimiert, niemals wieder, außer wenn es im Übergang aus was noch Schlechterem keine passende Alternative gab, so viel Macht auch nicht an demokratisch legitimierte Institutionen, übergeben, dass sie im Notfall, wenn sie es nicht mehr für tolerierbar halten, sich nicht mehr den Hegemonen, den Anteilssammlern, den zu Unverträglichen (Psycho Big 5), usw. entgegenstellen können. Alles andere ist inkonsequent.

So gesehen hatte die islamische Revolution von 1979 tatsächlich einen neuen Institutionstyp geschaffen, der bisher noch in allen Herrschaftssystemen fehlte. Nämlich moralisch oder von Interessen legitimierte Institute einiger, innerhalb von Herrschaftssystemen. Gut, der iranische Wächterrat ist mehr ein Kontrollorgan der herrschenden theologischen Klasse für das Parlament, das eigentlich selbst keine wirkliche Macht hat.

Aber nichts desto trotz wurde hiermit der Keim eines neuen sehr wichtigen Institutionstyps bepflanzt. Die Wächterräte für die (fairen) Interessen und Werte von Teilgruppen bis Individuen die nicht selbst direkt herrschen aber auch nicht alles einfach hinnehmen wollen, was sie nicht mehr tolerierbar finden. An solche Wächterräte könnte man dann eine faire Verteilung und das Recht den gemeinsamen Herrschaftsbereich mit einem fairen Anteil an allem wieder zu verlassen, hängen. Dann könnte man als kooperativ gesinnter schauen, dass man innerhalb von Herrschaftsräumen mächtig genug bleibt/wird, damit es insgesamt aus seiner eigenen Sicht, mit universell moralischem Selbstanspruch, zumindest tolerierbar bleibt/wird. Das setzt aber natürlich voraus, dass die Wächterräte, die man zumindest noch für tolerierbar hält, mächtiger sind als die andern.

Für die aktuelle Situation im Iran bedeutet dies, dass man ihnen Wünschen sollte, dass sie wie 1906 eine neue Verfassung ausarbeiten können, die dass was von der islamischen Revolution gut war beibehält und das fehlende ergänzt. Mit universell moralischem Selbstanspruch. Und dem aktuellen iranischen Wächterrat und der theologischen Führung kann man wünschen, dass sie aus moralischer Sicht mit universellem Selbstanspruch noch tolerierbar sind bzw. es zügig genug werden. Sonst müsste man, am besten die restlichen Iraner selbst, sie hinreichend eindämmen. Nicht mehr und nicht weniger.

Und diesem Iran kann man dann Wünschen, dass er zusammen mit einem ebenso entwickelten Russland, die sind dann halt in 2 Blöcken, mächtig genug ist sich unfairen Hegemoniebestrebungen aus dem Westens entgegenzustellen. Aber eben als die zumindest noch mit universell moralischem Selbstanspruch Tolerierbaren, nicht einfach als selbst Möchtegern Hegemonen oder zu Unverträgliche (Psycho Big 5) oder zu Diskriminierende bis (Gruppen-)Feindliche aus welcher Intention auch immer.

Konzernmacht. Wer hat sie? Wer braucht sie? Und wer schützt davor?

So, heute schreibe ich auch mal was über Konzernmacht. Ich habe bisher mein Leben lang eigentlich fast nur als ITler bei Unternehmensdienstleistern gearbeitet und einige Dienstleistungen wie Inhouse-Postzustellung erfordern auch schon eine gewisse „House“- Größe um als Tätigkeit „Outsourcing“ oder externe IT- Systeme bzw./ -Unterstützung wirtschaftlich zu rechtfertigen. Deshalb beurteile ich jetzt quasi den Ast auf dem ich sitze. Aber im Gegensatz dazu wenn man für Gewerkschaften, Arbeitskammern oder staatliche Institutionen arbeitet, hat man in meinem Fall bessere Aussichten wenn man durch Kritik in Ungnade gefallen ist, wo anders einen für die eigenen Bedürfnisse hinreichenden Ast zu finden. Aber eben auch nur solange sich die Konzernmacht nicht auf zu wenige konzentriert oder fast alle dortigen Entscheider die selben „Empfindlichkeiten“ haben. So nach dem Motto: „In dieser Stadt findest du keine Arbeit mehr.“. Dann wird’s auch bei Unternehmenskritik schwierig. Wobei je nach Sicherheits-Machtverteilung kann natürlich bei Kritik auch immer nicht das Fehlen eines Einkommens, sondern die „Reduzierung“ der Gesundheit oder gleich das unmittelbar herbeigeführte Lebensende die größere Sorge sein. Aber sind wir mal optimistisch bei uns „WirHiers“. Laut Heinz-Dietrich Ortlieb, kommt es bei der Frage, ob Macht, speziell sprach er von Monopolen, auch was positives hat, darauf an wer sie hat. Ich nehme mal an das war so zynisch bis sarkastisch gemeint. Aber natürlich braucht man sowohl für das „Gute“ wie auch das „Schlechte“ hinreichend Macht. Fragt sich eben nur wie die zustande kommt. Durch (bewusst) wenige oder einfach durch hinreichend viele.

Bei der Frage, ob Konzernmacht schadet kommt es also darauf an wer sie besitzt. Bei uns ist das wohl meist mittelfristig der Aufsichtsrat, kurzfristig die Unternehmensleitung. Auf die Macht der Kunden will ich erst später eingehen. Der Aussichtrat besteht so mehr oder weniger, eher weniger, anteilsgleich aus Betriebsräten, Gewerkschaften und vor allem den Anteilseigentümern. Oder eben deren Vertretung bzw. „Assets-Verwaltern“. Gerade von diesen „Assets-Verwaltern“ gibt es nicht so viele, dadurch haben die wenigen große Vermögen im Portfolio.

Also bei Konzernmacht ist es die spannende Frage wer jetzt eigentlich mehr Macht hat:
Die Unternehmensleitung?
Der Aufsichtsrat?
Die Finanzmarktakteure?
Oder doch die Gewerkschaften?

Über die Macht der Gewerkschaften und Arbeitnehmer im Allgemeinen, habe ich ja schon mehrfach was geschrieben (z.B. hier). Dabei hatte ich mich meist an der Aufteilung zwischen Organisationsmacht, Prozessmacht und Marktmacht von Beverly J. Silver orientiert. Für Marktmacht gilt: Konzern bieten ja wohl immer auch den Faktor Arbeit zumindest indirekt ihren Kunden mit an. Und je nachdem wie die Marktsituation für die Arbeiter aussieht, können sie als Träger des Faktors Arbeit natürlich schon über den Markt großen Druck und damit Macht im Konzern aber auch Gesamtgesellschaftlich auf Fragen der Verteilung, Priorisierung und Regulation ausüben. Aber immer nur im Rahmen der Nachfrager(-macht). Wenn es an Marktmacht fehlt bleiben noch die andern beiden Optionen. Prozesse bestreiken, durch Organisation Verbündete für hinreichende Solidaritätsaktionen oder staatliche Macht, die kann man auch gegen Nachfragermacht(-missbrauch) einsetzen, finden.

Die andern Mächte in den Konzernen können dann, wiederum nach Beverly J. Silver, mit einem der 3 „Fixes“ Antworten:
Entweder Verlagerung des Produktionsstandorts in Gebiete mit weniger Organisation der Arbeiter z. B. durch weniger mächtige Gewerkschaften.
Oder Automation und dadurch weniger Bedarf an Arbeitskräften.
Oder durch „Förderung verantwortlicher Gewerkschaftsarbeit“.

Bleibt noch die Kundenmacht und die „Wählermacht“ mittels des Staats. Solange Unternehmen oder Konzerne durch ihre Größe oder Marktstellung nicht praktisch ein Angebotsmonopol haben, können die Kunden natürlich immer die Bedingungen zumindest mit diktieren. Und der Staat je nach Verfassung und Unternehmensmacht auch.
National müssen sich die Kunden dafür aber organisieren um hinreichend Druck aufbauen zu können, solange die Konzerne aus ihrer Sicht nicht eh gerade zu „monopolig-mächtig“ und damit alternativlos sind.
Und international können/müssen sich neben den Kunden auch noch die Staaten organisieren um gegen international agierende Konzerne bestehen zu können. Dies geht zum Beispiel über gemeinsam- abgesprochen und von allen angewandte Rechtsstandards wie dem Lieferkettengesetz oder der globalen Mindeststeuer.

Aber wenn die nationale Nichteinhaltung solche globalen Mindeststandards nicht hinreichend unterbunden wird, werden spätestens Staaten die vom Außenhandel her in Bedrängnis geraden diese wohl kaum freiwillig einhalten. Und Regierungschefs die nur auf den kurzfristigen Vorteil für ihr Land und/oder sich selbst aus sind sowieso schon mal auch nicht.

Einen Deregulierungswettlauf zumindest einiger Staaten nach unten wird man effektiv wohl nur verhindern können, wenn man international für feste Mindestverteilungsquoten zumindest an den Produkten, besser auch schon hinreichend bei der Produktion sorgt. Nur dann schwindet dieser existenzielle Druck der einige Staaten dazu treibt bei Standards immer weiter runter zu gehen.

Aber werfen wir nun mal noch einen Blick auf das eigentlich noch recht wenig beleuchtete Machtverhältnis zwischen Unternehmensleitung, Aufsichtsrat, Eigentümer und Kapitalverwaltern.

Die tagesaktuelle Macht liegt natürlich bei der augenblicklichen Unternehmensleitung, wenn die alleine oder im Verbund mit andern „Konzern“-leitern genug Monopolmacht besitzt kann sie quasi jeden zu jedem Zeitpunkt „aushungern“ oder „trockenlegen“. Wenn der Aufsichtsrat, Eigentümer oder Finanzkonzernchef sich überspitz formuliert nirgendwo mehr mit dem täglichen Mindestbedarf mehr versorgen kann, nutzt ihm auch seine ganze mittel- und langfristige Macht nichts mehr. Dann ist er oder sein „Roben“-Verein bereits „erledigt“ bevor seine Maßnahmen greifen könnten.

Hier geht es also um das Verhältnis von kurzfristiger, mittelfristiger zu langfristiger Macht zueinander.

Also die Assetsbesitzer-„Roben“ müssen aufpassen das sie kurzfristiger nicht den Assentsverwalter-„Roben“ unterlegen sein können noch bevor sie ihre langfristiger größere Macht ausspielen könnten. Und beide zusammen müssen dies bezüglich ein Auge auf die Aufsichtsrat-„Roben“ werfen. Und alle drei dann eines auf die Unternehmenslenker-„Roben“. Eben von langfristiger Macht zu kurzfristiger. Natürlich sind auch („Kapital“-)Klassen-Übergreifende „Roben“- Vereine denkbar. Auf das alles muss der einzelne „Roben“-Träger achten, wenn er nicht zusätzlich nicht auch noch absolutistischer Herrscher ist. Aber auch dann sollte er das „Im-Auge-Behalten“ nicht vergessen.

Gleiches gilt für „Einbinden“ der Staats- und sonstiger gesellschaftlicher Gewalten, jenseits der gleich eigenen absolutistischen Herrschaft. Also durch Lobbyismus, Bestechung und/oder Bedrohung. Über diese Optionen kann der „Roben“- Verein quasi sein „Organisationstalent“, nach Beverly J. Silver, wenn dann wohl eher missbräuchlich, ausspielen. Zumindest bei Missbrauch sind sich dann die Anti-Missbrauchs und die generellen Anti- (Demokratischer) Staat- Handlungsmacht bestrebten mal einig. Letztere werden dann aber wohl meist gleich noch versuchen mehr oder weniger offen, „weniger“ kann dabei auch zu kulturellen Hegemonie-Projekten führen, versucht sein, gleich noch weitergehende staatlich Handlungsbeschränkungen mit durchzudrücken, die der Anti-Missbrauchstrupp eigentlich gar nicht wollte. Da geht es dann meist um das Absichern des über den Markt oder auch sonst wie zusammen geglaubte Anteile vor der staatlichen Umverteilungsmacht.

Damit sind wir dann auch bei den Punkten Konzerngröße und Eigentumsverhältnisse angelangt.

Wie so häufig bietet Größe auch bei Konzernen häufig Vorteile im Wettbewerb. Allerdings eben auf Kosten des Eingangs von Herrn Ortlieb bereits erwähnten Umstandes, dass es bei der Frage des Machtmissbrauchs, und Größe ist meist Macht, schlussendlich auf den ankommt der die Macht besitzt. Mit dem zulassen von großen Konzernen im eigenen Land verschaffen sich Staaten zwar einen Marktvorteil, allerdings auf Kosten der Machtmissbrauchsprevention. Denn selbst wenn der aktuelle Eigentümer der Konzernmacht „okay“ ist, muss der nächste das nicht automatisch auch noch sein. Und spätestens wenn ein Konzern an der Börse ist, hat meist kein Einzelner mehr hinreichend Einfluss auf die Nachfolge um dafür zu sorgen, dass es „okay“ bleibt.

Aber durch den Druck des internationalen Marktes haben die Staaten, ohne hinreichende Kooperation mit andern eben selten bis nie die Möglichkeit auf vorteilhafte Konzerngrößen zu verzichten. Im Fußball sind es ja von den meisten Nationen auch immer die gleichen Vereine die oben mitspielen. Wenn ein Land da national auf Gleichheit setzt sind die einzelnen Vereine dort wohl international chancenlos. Da bräuchte man solche Gleichheitsvorgaben schon international. Oder man trennt die internationale Ebene in solche Vereine mit nationaler Gleichheit und solche ohne. Für die Spannung wäre das bestimmt vorteilhafter. Wenn das mehr Zuschauer bringen würde, würde sich das auch gesamtheitlich und für die meisten auch einzeln auszahlen.

Genau das gilt auch für andere Unternehmungen, entweder schafft man als Staatengemeinschaft gemeinschaftlich faire Regeln zur Größenprevention, man begrenzt die Zwangsfreiheits-Gewährungs-Gemeinschaft auf diejenigen die hinreichend Wollen, oder man ist dem Druck hilflos ausgeliefert. Einige Staaten werden sich auch so über Wasser halten können, andere nicht. Aber auch solche „Über-Wasser“-Staaten sollten nicht vergessen darauf zu schauen, dass die Handlungen der Konzerneigentümer, deren Konzernmachtentstehung man toleriert hat, auch zukünftig ihren Interessen zumindest hinreichend (mit-)entsprechen. Und zwar den nachhaltigen. Wenn man als Staat einen natürlichen Vorteil hat und durch dessen ausnutzen für sich selbst zu viele andere vor den Kopf stößt, wird das auch kaum den nachhaltigen eigenen Interessen dienen.

Aber eigentlich sind es ja die Kunden mit ihrer Nachfrage, ihrer Auswahl, welche Unternehmen bis hin zu Konzernen erst aufgebaut und mächtig gemacht haben. Und als solcher wird man kaum wollen, dass diese Konzerne mal ihre durch die Kunden mit aufgebaute Macht, gegen einen einsetzen oder auch nur gegen die eigenen Wertvorstellungen. Deswegen sollte eine fair und nachhaltig funktionierende Staatengemeinschaft meiner Meinung nach auch immer Mittel bereit halten, um sicher zu stellen, dass die letztendliche Unternehmensmacht immer bei den Kunden bleibt und diese auch geistig in der Lage bleiben diese hinreichend auszuüben. Wenn ein Kunde oder spätestens eine hinreichend große Anzahl ein anderes Unternehmen auswählen möchte, darf dies nicht zu sehr durch Marktmacht, Patente, usw. erschwert werden. Grob gesagt, wenn 20% der Kunden sich für ein anderes Unternehmen entscheiden, soll das alte auch fair-unmittelbar um 20% schrumpfen. Und die Möglichkeiten für passendere Angebote anderer darf nicht zu sehr durch einen historisch gewachsenen Vorteil eingeschränkt werden. Also die Freiheit des Mächtigen muss zugunsten der Freiheit des potentiell unter den gewählten Bedingungen besseren eingeschränkt werden.

Und wer Kunde ist ergibt sich ja über die Kaufkraft und damit dort nicht doch diejenigen die man Marktmächtig werden hat lassen später mehr oder weniger die ganze Kundschaft darstellen, braucht es eine faire, mit universell moralischem Selbstanspruch, inklusive einer solange genug da ist mindestens bedarfsdeckenden Verteilung der Kaufkraft. Und damit das alles nachhaltig absichert werden kann eigentlich auch eine hinreichende Verteilung von Anteilen der Macht hin zu denen, denen man solch einen universell moralischen Selbstanspruch zumindest in tolerierbarem Umfang auch nachhaltig zutrauen kann.

Und nun, Amerika? Und der Rest?

Die US-Midterms 2022 Wahlen sind ja wieder so knapp ausgegangen wie die Wahlen der letzten Jahre auch. Es ist immer noch nicht mal sicher, ob es jetzt eine Rote oder Blaue Mehrheit im Senat gibt und wohl auch noch nicht wie es im Repräsentantenhaus diesbezüglich aussehen wird.

Aber was bedeutet so eine Mehrheit überhaupt. So geschlossen nach Parteimehrheit stimmen die Abgeordneten ja dann, mal glücklicherweise mal leider, doch nicht immer ab. Bei reinen Mehrheitswahlen wo je nur ein Kandidat pro Wahlbezirk in den Kongress einziehen kann ist das auch bitter nötig und geschieht eher noch viel zu wenig.

Die (fairen) Interessen der Bürger der einzelnen Bezirke werden lagebedingt auch so stark von einander abweichen, dass die Wert- und „Wie Es Sein Sollte“-Vorstellungen der Mehrheit in der jeweils eigenen Partei mehr von den eigenen Interessen und Wertvorstellungen abweichen als bei der, sind ja quasi nur zwei, anderen Partei. Dessen sollten, und müssen auch wenn sie wiedergewählt werden wollen, die dort gewählten Kandidaten Rechnung tragen.

Deshalb kann man auch etwas drauf hoffen, dass nicht alle über ein republikanisches Ticket gewählten zukünftigen Abgeordneten bei Fragen des Lasten-, Einkommens, und Vermögensausgleiches und vor allem bei Fragen des nachhaltigen Genug, auch für die in eher weniger günstiger Lage, einfach der wohl wieder Verteilungsphobischen Parteimehrheit folgen, wobei das aber natürlich, dann leider auch umgekehrt gilt. Nicht jeder „Demokrat“ ist da konsequent oder gewillt genug, für zumindest genug für alle, solange zusammen genug da ist, zu stimmen. Auch bei Fragen der jeweiligen individuellen Verhaltensfreiheit seinen fairen Anteil und sich selbst betreffend, wird nicht jeder GOPler zu Wortgläubig und Alttextgebunden entscheiden. Wobei auch bei den „Demokraten“ nicht jeder alle fairen Verhaltens- und Seins-Wünsche hinreichend gleich berücksichtigen werden will und/oder vom aktuellen Vermögen her können werden wird.

Also Mehrheiten, durch die eigene Parteimehrheit in den Parlamenten, für den Partei- Mehrheitswillen sollten und werden wohl meist, was für „Ein-Bezirk-Ein-Gewählter“-Wahlsysteme besonders wichtig ist, glücklicherweise nicht einfach vom Himmel fallen. Dafür sind auch Parteiintern die (fairen) Interessen zu unterschiedlich.

Und den Präsidenten gibt es ja auch noch. Aus seiner Sicht kann er dadurch auch darauf hoffen bzw. muss bangen, dass er für seine Politik, die er zuvor hoffentlich fair berechtigt von der Mehrheit der Abgeordneten der eigenen Partei abgesegnet bekommen hat eine nötige Kongressmehrheit auch dann bekommt wenn die Mehrheit dort einer anderen Partei angehört, aber er muss halt auch damit rechnen, dass auch aus der eigenen Partei nicht alle in seinem Sinne stimmen, und dadurch auch eine Mehrheit für „seine“ Partei in den Kammern des Kongresses ihm kein durchregieren garantiert. So ging es Biden bisher ja auch ab und zu schon. Aber nun kann er zur Not halt zumindest noch auf Unterstützung durch hinreichend Interessens- und oder Werte-gleiche „Rote“ hoffen.

Aber genug der Beschreibung des eigentlich offensichtlichen, auch wenn das eben auch ab und zu mal einfach dazugehört.

Also in Brasilien läuft ja aktuell bisher alles auf eine recht gewaltlose Regierungsgewalt-Übergabe von Bolsonaro auf Lula hinaus. Ab 1.1.2023 würde der dann Brasilien regieren. Aber warten wir mal bis das auch wirklich so eingetreten ist und überlegen uns dann welche Rolle Brasilien zukünftig ausfüllen sollte, könnte und hoffentlich wird.

Biden will ja mit Putin telefonieren. Der hat ja seine Zusatzziele im Ukraine-Russland-Krieg jenseits der russischen Sicherheits-Interessen weitgehend geräumt, bzw. wegen der konventionellen Übermacht durch das Lieferanteneingreifens des Westens räumen müssen. Das war aus russischer Sicht durchaus ein wichtiger und richtiger Schritt. Putin hatte den Krieg wegen meiner Meinung nach berechtigter „Sicherheitsbedenken“ gestartet. Und das nachhaltig Genug bei der Sicherheit rechtfertigt eben einiges. Hier scheint er seine Bedenken und Forderungen auch recht weitgehend zuvor zum Ausdruck gebracht zu haben. Das der Militärhafen auf der Krim und das Asowsche Meer für Russland Verteidigungsstrategisch zu wichtig ist um es einfach kampflos dem Westen, quasi als Mitgift der Kern-Ukraine bei deren Berechtigten und durchaus nachvollziehbaren Schwenk Richtung Westen, zu überlassen ist wohl recht einfach nachvollziehbar. Ebenso dass Russland eine Landbrücke dorthin braucht. Und dass dies alles zusammen irgendwie für Russland in funktionaler Größe eingliederbar sein muss auch. Und auch dass in der „dann“ Ukraine keine „Westübermacht“ welcher Art auch immer über Russland entstehen sollte. Das alles rechtfertigt viel, wohl auch mehr oder weniger weitgehend den aktuellen Krieg. Anders sieht es aber eben bei Gebietseroberungen auch mit etwaiger Zustimmung der dortigen ethnisch russischen Bevölkerung aus. Das wurde vorher nicht hinreichend bis gar nicht kommuniziert, nicht mal von der dortigen Bevölkerung. Während des Kriegs kann man da nicht wirklich einen Willen eindeutig feststellen. Deshalb ist es gut dass Putins Russland sich jetzt aus Cherson zurückgezogen hat und dafür nicht einem Atomkrieg gestartet hat. Primäre Sicherheitsinteressen sollte man eben nicht mit sekundären Zielen vermischen. Dass die „dann“ Ukraine fair anteilig nur so groß sein sollte, wie es dem Anteil derjenigen entspricht die nicht lieber in Russland oder in einer aktuell festeren Union mit Russland leben wollen, ist zu unterstützen. Nur müsste das auf jeden Fall vor einem militärischen Eingreifen viel mehr gefordert, diskutiert und viel eindeutiger zur Sprache gekommen sein. Das war jenseits der eh schon „unabhängigen“ Gebiete aber bisher nicht der Fall. Und ob man als bereits größtes Land der Erde wirklich einen (Atom-) Krieg auch für fairen Zuwachs an Land führen sollte und vom Bevölkerungswille durchhält ist nochmal eine ganz andere wichtige Frage. Wie gesagt die nachhaltig genügende Sicherheit rechtfertigt viel mehr und sorgt für sehr viel mehr Unterstützung und Durchhaltewille der Bevölkerung als einfach nur „mehr Land“ auch wenn es fair sein sollte.

Die nachhaltige genügende Sicherheit rechtfertigt durchaus auch einen (mehr oder weniger) überschaubaren Atomkrieg auch ohne direkten Angriff von Vernichtungsrassisten auch auf „Lieferanten“. Der sollte dann aber gleich gegen den Westen geführt werden und nicht in den Erblanden der Kiewer Rus. [Nachtrag 13.11.22: Da Hiroshima doch „schon“ wieder über-strahlungsfrei ist, laut Wikipedia, ist auch ein atomarer Angriff/Verteidigung innerhalb der Ukraine eine Option, wenn sonst nichts mehr hilft]. Die Bevölkerung im Westen würde einen atomaren reinen Hegemoniekrieg kaum solange mit machen wie die russische einen für ihre nachhaltige Sicherheit. Sollte man zumindest hoffen sonst würden sich die Europastämmigen gegenseitig „aus der Geschichte“ bomben. Das würde einigen im Rest der Welt mehr oder weniger nachvollziehbarer Weise wohl zumindest bis zu einem gewissen Punkt gefallen. Uns sollte es dies aber nicht.

Daher nochmals der Appell an den „Westen“ und die Ukrainische Regierung: Finger weg zumindest vom russischen Militärhafen inklusive angemessener Landbrücke und besser auch von der Anzahl an Quadratmeter die man eh wegen des Willens des nach Russland wollenden Bevölkerungsanteil der „Ukraine“ von 1991 Russland zusprechen sollte. Zur Not erst mal „Pi nach Daumen“ und dann friedlich am Grünen Tisch wirklich festlegen. Sonst sind wir unser eigener Untergang, wenn Russland nicht freiwillig zu jedem nun folgenden Zeitpunkt solange es dazu in der Lage ist auf die atomare Option auch für sein faires, also nach meiner aktuellen nach bestem Wissen und Gewissen Lageeinschätzung, nachhaltiges Genug verzichtet.

Was Russland aber nicht anstreben darf, bzw. man verhindern sollte, ist ein Puffer aus abhängigen Staaten, wie das zur Sowjetzeit noch der Fall war zwischen Russland und dem „Westen“. Es war ja erst einem der Verbrechen Stalins, und davon gab es ja nun nicht so wenige, zu verdanken, dass der Vernichtungsrassist Hitler und seine „MussHaltSeinBisGerne“-, „Hauptsache Geschlossen“- Mitläufer aus dem Westen eben besonders aus Deutschland überhaupt soweit gen Osten gekommen sind. Nämlich des Hitler-Stalin-Pakts, und dabei vor allem der Teilung Polens zum eigenen Vorteil.

Wenn Stalins Russland damals bei Hitler-Deutschlands Einmarsch in Polen Seit an Seit mit den Polen gekämpft hätte, wäre denen, den restlichen Slawen und auch den Russen und vielen anderen wohl vieles erspart geblieben. Und auch jetzt würde Polen wohl etwas gemäßigter auf Putin-Russlands „Sicherheitsoperationen“ reagieren wenn dies damals anders gelaufen wäre. Stalin hatte zwar die „slawischen“ Staaten von Hitler befreit aber nur um dann selbst Hegemon zu werden. Und damit mal wieder den Sozialismus und Kommunismus total zu entehren und zu missbrauchen und auch zu schaden. Und er verwendete dafür das Narrativ des angeblich nötigen Schutzrings für Russland vor einem später wohl mal wieder „verdorbenen“ und sich auf „Vernichtungskurs gen Ost“ befindlichem Westen. Dabei hatte sich die Mitte Europas ab Polen Hitler zunächst alleine entgegenstellen müssen ohne Stalins Russland. Der hoffte noch auf Vorteile aus der Situation.

Also die Zukunft Russlands kann nicht in der unnötigen und unfairen Zwangsherrschaft über die östlichen Mitte Europas und auch nicht über den Osten liegen auch nicht über Nordasien, nicht mal in Russland.

Die Zukunft Russland, nach dem fair-anteiligen Selbstbestimmungsrecht der Völker, muss zunächst im freiwillig kooperieren mit Staaten kompatibler Interessens- oder Wertelage liegen, wobei für das faire nachhaltige genug natürlich auch direkt vorgegangen werden kann und ab einem gewissen Punkt auch sollte.

Wie würde Europa und Russland denn nun dastehen, wenn man Militärhafen, Landbrücke und sonst, mit Land, die die wollen aus der Ukraine von 1991 als russische anerkannt hätte? Nicht Mehr aber auch nicht Weniger? Dafür Russland die „eigentliche“ Ukraine dann aber auch hätte selbst entscheiden lassen was sie will, solange das faire nachhaltige Genug Russland dadurch nicht unfair bedroht wird. Und Russland auch bei seinen restlichen Nachbarn auf Kooperation und Selbstbestimmung der Völker setzen würde/schon hätte. Und auch im Innern. Aber natürlich immer mit Blick auf das faire nachhaltig Nötige und das Faire ans sich.

Was wäre wenn Russland bei den Inner-Westeuropäischen und auch Inner-Amerikanischen Verteilungskonflikten auf der Seite der vom Zwangssystem wirtschaftlicher Freiheit durch Hegemonie-Bestrebungen einiger Angel-Sachsen, Irgun und mehr oder weniger vielen Deutschen und Nordeuropäischen Parteien in Bedrängnis geraten Staaten stehen würde oder schon gestanden hätte. Wären dann in Italien auch schon wieder die Post- bis Neofaschisten mit dran?

Und was ist wenn der Westen endlich seine mehr oder weniger gut verschleierten bzw. absichtlichen Hegemonie Bestrebungen über des Osten einstellen würde bzw. schon hätte?

Die Zukunft der aktuell europäisch-stämmig geprägten Staaten und Regionen liegt im fairen, das nachhaltige Genug berücksichtigendem hinreichendem Miteinander bzw. im nachhaltig genug berücksichtigendem fairen Teilen von allem, und nicht im gegenseiteigen beherrschen bis Anteile abjagen wollen, bis man sich konventionell bis atomar erstmal ins verderben gebombt hat.

Wenn dass die Gewählten und/oder selbstgewählten nicht endlich bald hinreichend kapieren und so umsetzen sollten diejenigen die schon so weit sind und entsprechend gewillt sind eventuell man besser sich innerhalb ihrer aktuellen Staaten „veruneinigen“, Kant, und sich hinreichend mächtig neu vereinigen mit denen die noch zumindest tolerierbar Nahe an den eigenen Vorstellungen, mit universell moralischem Selbstanspruch, wie es sein sollte und was man dafür tun muss, sind.

[Ab jetzt schreibe ich nur noch 2-wöchig Broadcast- Beiträge um mehr Zeit fürs Zusammenfassen und direkte Kommunikation zu haben :)]

Quo vadis, Amerika? Und auch der Rest.

In Brasilien wurde jetzt knapp Lula zum Präsidenten gewählt. Schon wirklich recht knapp. Da fragt man sich schon wieso so viele lieber noch mal Bolsonaro gehabt hätten. Der stand jetzt nicht unbedingt für ein faires und Minderheiten und Mehrheiten versöhnlich sozial einbindendes miteinander. Gut, so schlimm wird seine Präsidentschaft und hoffentlich auch die nun anstehende Amtsübergabe im nachhinein, verglichen mit dem was durchaus zu befürchten war dann wohl doch nicht gewesen sein. Aber dass muss man sich dann auch nochmal im Detail ansehen, ab es scheint noch im Rahmen geblieben zu sein. Immerhin. Aber trotzdem gut, dass jetzt Lula dran kommt. Bei dem ist der Erwartungshorizont ein anderer. Da hofft man, als jemand mit universell moralischen Selbstanspruch (UMSA), nicht nur dass es nicht so schlimm werden wird, sondern hat auch Hoffnung, dass hier die Weichen für eine nachhaltige soziale, ökologische und sichere Zukunft (SÖSZ) Brasiliens gestellt werden können. Und auch entsprechende Impulse darüber hinaus in der Rest der Welt ausgehen können und werden. Denn auch Brasilien braucht für die eigene SÖSZ- Entwicklung oder Beibehaltung, hinreichend viele entsprechend gesinnte und hinreichend mächtige Akteure außerhalb des eigenen Machtbereichs. Autark dürfte auch für Brasilien schwierig sein. Und dann müsste es das auch erst mal nach Außen durchsetzen können. Wobei auch für mögliche autarke Projekte gilt: Mit mehr als dem fairen Anteil allem sollte man sich nicht wirtschaftlich vom Rest der Welt zurückziehen wollen. Denn sonst liefert man entweder einen fairen „Interventionsgrund“ oder bringt andere dazu gar für ihr nachhaltiges Genug angreifen zu müssen. Oder anders formuliert dieses verteidigen zu müssen.

Das ist leider aktuell eine passende Überleitung in den Norden Amerikas. Genauer in die USA.

Da will der demokratische Präsident aktuell partout (noch) nicht einsehen, oder er hält dies für ein passendes taktisches Manöver für Ziele die man auch aus UMSA-Sicht eventuell doch noch gut finden könnte man greift ja nach jedem Hoffnungsstrohalm aktuell wen es um Gesinnung und Cleverness geht, dass man im Ukraine-Russland Krieg, nicht einfach alles was mit der Ukraine 1991 unabhängig geworden war auch einer Ukraine die sich für den Westen entscheidet, oder einfach nur auch im Punkt der gemeinsamen Sicherheit von Russland trennen will weiter zurechnen kann. Russland hatte sich gegen ein von Hitler beherrschtes auf Vernichtungskurs nach und durch Russland befindliches Westeuropa nun auch schon damals nur mehr oder weniger knapp halten und die Richtung weitgehend ohne Vernichtung dann umdrehen können. Daher kann die Ukraine sich nicht einfach mit dem wichtigsten und einzigen eisfreien Hafens Richtung Westen von Russland verabschieden. Und eine Seebrücke alleine reicht eben leicht nachvollziehbarer Weise nicht zu alleinigen Verbindung. Deshalb braucht Russland eine angemessene Landbrücke dorthin. Und in der Ukraine von 1991 leben viele ethische Russen vor allem im Osten. Der Osten und Süden der Ukraine von 1991 war eben von den Russen mal früher erobert worden, als das Osmanische Reich als Schutzherr der dortigen Herrschaften schwächer wurde. Die ukrainische Heimat liegt im Nordwesten und in der Mitte. Die Krim war ein Geschenk aber bestimmt nicht als Mitgift Richtung West. Und der Osten wurde aus verwaltungstechnischen Gründen mit der eigentlichen Ukraine während der Sowjetzeit zusammengelegt. So habe ich es zumindest bei Wikipedia gelesen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, fast die gesamte Bevölkerung der Ukraine hatte sich damals für die Unabhängigkeit entschieden. Aber dadurch nicht automatisch für eine komplette Loslösung wirtschaftlicher-, sicherheits- und politischer Natur von Russland. Der Westen Europas hat ja die Neigung sich nicht mal gegenseitig das Nötigste zu überlassen selbst wenn genug da ist. Solange da nicht notfalls immer jemand von innen oder außen hinreichend gegen diese Neigung vorgeht, wird der nächste Vernichtungsrassist bestimmt bald wieder Richtung Osten ziehen. Und in Italien wurde ja gerade schon wieder mehr oder weniger ein Neo-Faschist als Parlamentsvorsitzender, oder so was in der Richtung, gewählt. Und das dies eventuell eben genau durch diese zu starke Inner-Westeuropäische-Verteilungsphobie ausgelöst wurde ist in den „Überwasser“- Staaten natürlich kein Thema. Durch die nun sehr hohen Energiekosten kann man es ja auf andere schieben. Das sollte auch den Kern-Ukrainern zu denken geben. Vernichtungsrassisten aus dem Westen machen wohl wieder keinen Unterschied zwischen „Klein“- und Großrussen. Da müsst ihr dann zumindest gemeinsam dagegen halten können. Und die ukrainische Regierung hat nun mal kein Konzept für eine gemeinsame Verteidigung mit Russland. Sie wollen ja nicht mal neutral sein. Was auch immer das schon wieder heißt. Unparteiisch ist gut. Sich aus allem raushalten sollen auch wenn’s UMSA-mäßig geboten ist ist schlecht. Unparteiisch ja. Raushalten und Schutzlos nein. So sollte wohl ein guter Rat an die Ukraine aussehen.

Aber das Beratungsniveau und/oder den entsprechenden Willen haben die USA und die NATO zur Zeit nicht.

Das wird sich hoffentlich bald ändern, aber noch ist es nicht so.

Aber nochmal, es kann nicht unbedingt davon ausgegangen werden, dass sich Putin oder allgemein Russland freiwillig auf das nötigste oder auch nur das fairste beschränkt oder seine Mittel für das faire oder nötigste tolerabel sind. Dann muss man mit der nötigen Härte dagegenhalten. Es kann auch sein, dass man Putin’s Russland, dass würde ich aktuell für stark übertrieben halten und vom wem eigentlich wer hätte dafür aktuell die Legitimation und den UMSA-guten Willen?, oder ein anderes nicht mehr tolerierbar agierendes Russland mal wie Deutschland damals besetzen muss. Dann muss aber alles was Russland fair zuzusprechen ist auch bei Russland bleiben und auch von denen wieder kontrolliert werden sobald sie moralisch dazu wieder reif sind. Wie bei Deutschland damals. Da hatte man aus Versailles gelernt. Wenn auch aus 1929 und von von Schmoller, Max Weber, Keynes noch zu wenig.

Jetzt ist es eher umgekehrt, Verteilungs- freudig ist Biden ja durchaus auch bei sozialen Sachen. Nur kann man ihm da mit Verweis auf die Ukraine jetzt schnell auch einen Hang zur Übertreibung vorwerfen auch wenn das eigentlich im konkreten Fall gar nicht stimmt sollte. Aber das zeigt eben, Bidens Außenpolitik erhöht die Gefahr für einen zu sozial Verteilungsphobischen Kongress nach den Wahlen am Dienstag. Deshalb habe ich eh die Befürchtung das Bidens „Berater“, zumindest zu viele davon, genau das anstrebten.

Aber es ist wichtig dass sich die US-Wähler klar machen, dass sie nicht über Biden abstimmen. Der ist in spätestens 2 Jahre nicht mehr im Amt. Vielmehr wählen sie einzelne Abgeordnete. Und da sollen sie das Wunschergebnis im Auge behalten. Und das ist hoffentlich mit universell moralischen Selbstanspruch zustande gekommen. Außerdem wählen diese Abgeordneten auch den „Vize-Vizepräsidenten“. Der könnte diesmal noch ein wichtige Rolle spielen. Und die Reißleinen-Entscheider in Bezug auf die aktuelle Präsidentschaft und die der aktuellen Vizepräsidentin, falls die mal dran kommen sollte, werden von diesen Abgeordneten zumindest teilwiese mitbestimmt.

Also die Demokraten werden da wohl meist im Zweifelsfall die bessere Wahl darstellen aber eher alt wieder nur mangels vernünftiger Alternative. Aber auch bei den Republikanern werden nicht alle Text-Erzkonservative Verteilungsphoben oder Mitläufer sein. Diejenigen Republikaner die das nicht sind, sind dann vielleicht auch mal gegenüber den Demokraten die UMSA- bessere Wahl. Wobei, selbst UMSA-passendere Kandidaten anderer Parteien kann man in den USA dank deren Wahlsystems nicht einfach so wählen, da man dann Gefahr läuft, dass der insgesamt nicht genug Stimmen bekommt und dann ein Kandidat dran kommt den man auf seiner Liste noch viel weiter hinten stehen hatte.

Generell stellt sich in Amerika die Frage: Ist Amerika ein von Europa-Amerikanern „beherrschter“ Kontinent? Und wenn ja, von welchem Europa?

Also geben die von Europa abstammenden Amerikaner dort den Ton an, und/oder sollten es? Oder ist Amerika ein Kontinent auf dem die ethnischen Mehrheiten auch mal wechseln können? Diese Frage stellt sich auch schon mit Blick auf die genaue Herkunft aus Europa. Gehört Nord-Amerika den Angel-Sachsen und der Süden den Südeuropäern? Und/Oder sollte es so sein?

Oder weniger beherrschungs-ethnisch klingend, sollte sich die zumindest zu einem großen Teil aus Europa Abstammenden sicher sein können, dass sie zumindest ihre fairen Interessen schon mittels Masse bei den Wahlen durchbekommen. Und die Sozialen versuchen halt zusammen mit dem Rest, dass die auch ihre fairen oder zumindest fair nötigen Interessen durchkriegen?

Und sollten diese Europastämmigen auch davon ausgehen können, dass zumindest die fairen Interessen Europas von Amerika immer mit vertreten werden? Schon alleine durch die dortige ethnisch-entsprechende Mehrheit durch Masse abgesichert?

Und sollte sich Europa darauf verlassen? Immerhin hängt unsere Sicherheit und die unserer Anteile an der Welt an den USA und teilweise dem Rest Amerikas. Ist das vernünftig? Ist das fair? Sollte das so bleiben?

Also meine Position ist ja sowieso, dass man sich sobald man meint man könnte die aktuelle Herrschaft nicht mehr tolerieren mit einem fairen Anteil an allem auch Land und Arbeit sich geordnet ausgründen, veruneinigen (Kant -und er „intervenierte“) doch-, können sollte. Dann gäbe es in Amerika immer Staaten, die sicher zumindest fair die Interessen der Europastämmigen vertreten würden, aber eben nicht nur für Europastämmige. Sondern auch für Afrika- und Asienstämmige. Amerika wäre so der Kontinent der dort lebenden in Ordnungen und mit Anteilen die sie noch für tolerierbar halten würden. Diese Sicherheit hätten dann die Europastämmigen, aber eben nicht nur die.

Europa muss sich aber klar werden, dass Amerika nicht „ihr“ Kontinent ist. Auch nicht die eigene Sicherheit betreffend.
Europa muss selbst, gerne in einer Union mit Staaten mit tolerierbaren Vorstellungen wie es sein sollte und was man dafür tun muss, sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

Europa sollte weder politisch abhängig von Amerika sein. Noch den Kontinent anteilig übermäßig für sich selbst beanspruchen. Solche Besitz-Träumereien hatten auf längere Sicht noch nie wirklich eine Zukunft und werden es wohl, aus UMSA-Sicht auch hoffentlich, nie haben. Wir Europäer werden wohl schon zumindest mittel- bis langfristig mit dem fairen Anteil an allem auf der Welt auskommen müssen. Auch von Amerika. Das gilt aber auch für die aktuellen „Amerikaner“.

Die Welt sollte von hinreichend UMSA-fairen hinreichend kontrolliert werden, damit die Verhältnisse zumindest tolerierbar fair genug, besser wirklich fair sind. Damit das funktioniert müssen sich die UMSA-Fairen aber aus allen Herrschaftsformen zur Not ausgründen und sich zu einer hinreichend mächtigen Weltgemeinschaft zusammenschließen können. Aus der man zur Not aber auch wieder mit einem fairen Anteil an allem raus kann.

Aber damit Europa auf eigenen Beinen stehen und seine fairen Anteile an der Welt fair verteidigen und oder erlangen kann muss es oder zumindest ein geordneter Zusammenschluss aus hinreichend UMSA-SÖSZ- Willigen die hinreichend untereinander Ausgleichen, Priorisieren und Regulieren (APR), hinreichend handlungsfähig werden. Zu viel Veto- Berechtigte verhindern so was aber. Zu wenig faire Anteilsgarantie führt dazu, dass man gegeneinander aufeinander losgeht. Gemeinsam geht nur hinreichend fair. Und schon gar nicht durch eine unzureichende Ordnung wie sie die EU zurzeit bietet, die die Freiheit zum kurzfristigen Genuss auf Kosten anderer, der Umwelt, der Sicherheit und Zukunft etwas (über)spitz(t) formuliert quasi vertraglich garantiert. So kann’s nicht bleiben, wenn wir (fair) bestehen wollen können.

In diesem Sinne:

Die Zukunft braucht hinreichend UMSA-Fairness und Cleverness.

Strategien und Auswahlmöglichkeiten kleiner Länder wie zum Beispiel der Schweiz

Das Wahljahr 2022 wird ja aller Voraussicht nach mit der Nachfolgerwahl für einen zurückgetretenen Bundesrat der Schweiz am 7.12 ausklingen.

Wenn die hoffentlich bald stattfindenden ersten freien Wahlen, es ist eben wohl immer besser wenn man sich tolerierbar einig wird, nach dem Bürgerkrieg in Libyen erst nächstes Jahr stattfinden werden, werden die 4 Wahlen in 10 Tagen von morgen ab in Brasilien, Dänemark, Israel und den USA die letzten großen Wahlen in diesem Jahr gewesen sein.

Eigentlich ein guter Zeitpunkt dann mal auch global den Blick mehr auf Grundsätzliches auch kurzfristig aufwühlendes zu werfen.

Also zum Beispiel auf das gemeinsame globale Miteinander. So wie es sein sollte. Und mit ungetrübten Blick darauf wie es aktuell ist und wie es wohl unter Berücksichtigung der Machtverhältnisse und Kapazitäten am Wahrscheinlichsten werden könnte.

Ich habe gerade nebenbei mal die drei Kritiken von Kant „überlesen“, das entsprechende Buch steht schon länger in meinem Bücherregal, daher diese Einteilung in das was sein sollte und das auf das man wohl hoffen darf.

Bei der Frage wie es „sein soll“ stellt natürlich zunächst mal eine weitere konkretere Frage: Für wen und aus wessen Sicht. Für wessen Interessen und für wessen Werte also.

Die wichtigsten Unterscheidungen sind hier wohl einmal, ob man nur von seinen eigenen Interessen ausgeht, also dass was einem nützt und Spaß macht oder ob man auch die Interessen anderer mitberücksichtigt. Und von wem und in welchem Umfang.

Und zum anderen, ob man seine Werte aus der Tradition und/oder alten Texten einfach als unveränderbar übernimmt oder einem beständigen Prüfungs- und Zutrefflichkeitsanspruch unterwirft.

Also grob gesagt gibt es die reinen Vorteilssucher für den eigenen mehr oder weniger unmittelbaren Vorteil, jene aus dem Genug für alle bis alle bedarfsgerecht gleich viel Lager. Und jene die aus Tradition oder Texttreue weder ihre eigenen Interessen noch die anderer konsequent nachhaltig berücksichtigen können.

Ich habe aber ja auch schon mehrfach dargelegt, dass spätestens über die spekulative Vernunft, Kant, also z. B. über das Hoffen und Bangen auch über den Tod hinaus, eigentlich auch die konsequenten reinen Vorteilssucher mit hinreichender Selbstkontrolle fair, ohne passend reden, auch gegenüber den Interessen aller anderer sein sollten.

Aber da bleiben eben immer mehr oder weniger viele übrig, vor allem weil sie so weit noch gar nicht gedacht haben.

Je mehr es von dieser Sorte gibt, und je mächtiger diese sind, desto weniger kann man darauf Hoffen, dass es aktuell oder zumindest ohne viel Anstrengung so ist wie es sein sollte.

Aber gehen wir jetzt mal etwas mehr ins konkrete und spezifische.

Diesmal, wie die Überschrift schon andeutet, soll es darum gehen wie sich kleine Länder eigentlich nachhaltig und, je nach Attitüde, fair international einbringen und behaupten können.

Zunächst sollten sie sich wohl zum einen für ein Selbstbestimmungsrecht einsetzen, also für ihre Unabhängigkeit. Hier bietet das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ schon mal ein schönes Beispiel für den Unterschied zwischen dem Streben nach Rechten für alle oder nur Möglichkeiten und Rechte für sich selbst.

Also kleine Länder brauchen entweder eine internationale festgeschriebene Ordnung welche ihnen die Unabhängigkeit regelbasiert garantiert oder hinreichend viele Verbündete für ihre konkrete, durch kein Gesetz bestimmte, Unabhängigkeit.

Aber von Selbstbestimmtheit alleine wird man ja, beziehungsweise die „Bürgerschaft“, nicht satt.

Man braucht zumindest hinreichend genug und mit Blick auf die Zukunft am besten auch gleich nachhaltig genug.

Und zumindest seinen fairen Anteil von allem wird man wohl auch gerne haben wollen.

Da unterscheidet sich eine kleine Bürgerschaft nicht von einer großen und auch nicht von einzelnen Individuen.

Aber wie erreicht ein kleines Land dies?

Also wie kann es hinreichend mächtig werden, genug Verbündete mit hinreichend gleichen Interessen finden oder genügend andern genügend nützen?

Dann gehen wir die genannten 3 Hauptkategorien von Möglichkeiten mal durch.

Also zunächst die Möglichkeit individuell mächtig genug zu werden. Da gilt wohl das gleiche wie beim Milliardär werden: Wenn die erst mal da ist, sind die Karten für weitere gleich viel besser.

Also diese Möglichkeit setzt eine schon bereits günstige Ausgangslage voraus oder Glück.

Wie auch immer, solch ein kleines Land bräuchte genug Macht, physisch sind das dann wohl immer Waffen, um sich auch auf sich alleine gestellt mehr oder weniger behaupten und seine (fairen) Ansprüche durchsetzen zu können.

Am besten atomare Alpha(mit)macht.

Dann wäre kurzfristig alles gesichert. Außer sie oder eine Alphamitmacht übertreibt es bzw. ist zu optimistisch oder schätzt die Sache einfach allgemein falsch ein. Dann wird’s teuer, bis zu teuer.

Aber augenblickliche Macht garantiert noch keine zukünftige. Nach dem Makrobomben-Atombomben Zeitalter kommt wohl dass NanoschwarmAnti-Makro Zeitalter. Also Nanobot schwärme die alles, auch Atombomen, zerlegen können.

Nur die muss man (wohl) erst noch entwickeln. Und Kopfarbeit geht arbeitsteilig und freiwillig schneller. Da wird ein kleines Land wohl seine Alphamachtstellung auf sich alleine gestellt früher oder später verlieren.

Wobei das aber natürlich für alle die rein auf eigene Macht setzen gilt, früher oder später verlieren sie die wieder.

Kleinere wohl früher.

Also schauen wir mal nach der 2ten realistischeren Option: hinreichend viele mit hinreichend ähnlichen Interessen und Bedarfen finden.

Hier bieten sich natürlich erstmal andere kleine Länder an, oder auch unabhängigkeitsbestrebte Regionen oder Menschen in größeren Ländern. Das könnte schon für eine hinreichend mächtige Koalition der Willigen mit gleichen Interessen langen. Außer man bringt die „Gerne-Großen“ der Großen damit zu sehr gegen sich auf. Dann hätte sich die Lage für unsere kleinen leider eher verschlechtert. 🙂

Also man muss schon vorsichtig agieren. Strategisch clever. Also besser nicht „losen“.

Und selbst wenn unser kleines Land ein passendes Bündnis findet, ist es dann natürlich nicht mehr komplett unabhängig. Es wird sich einigen müssen. Dann ist man wieder bei der Frage fair oder nicht? Darf man wieder raus oder nicht?

Fair hat natürlich den Vorteil, dass man auch die Fairen auf seiner Seite hat.

Zumindest bis zum fairen Anteil.

Also wenn’s „ein bisschen mehr sein darf“ würden die als Partner irgendwann wegfallen. Außer man kann sie täuschen. Durch kulturelle Hegemonieprojekte oder sowas in der Richtung.

Und wenn man sich (dadurch) auch für die fairen Interessen anderer einsetzt, hat man damit natürlich zumindest bis zu einem logisch bestimmbaren Punkt auch die dadurch beschränkten, betroffenen Unfairen gegen sich.

Aber eben auch die eher unfairen positiv betroffen zumindest logisch auf seiner Seite.

Deshalb sollten faire sich genau überlegen, ob sie mit Unfairen nicht fair bis zum fairen oder zumindest noch nachhaltig fair genügenden Anteil zusammenarbeiten. Solange die Ausführung und das Ergebnis fair sind, sind die weiteren Ziele wohl vernachlässigbar. Und für Faire muss ja sowieso gelten: Auch die Unfairen haben ein Recht auf ihren fairen Anteil. Der muss aber eben schon berücksichtigen, dass man Unfaire hinreichend beschränken können muss.

Aber kommen wir nun mal noch zur dritten Kategorie der Möglichkeiten: Die Kleinen könnten nützen.

Also einem oder mehreren mächtigen Großen. Wenn sie nicht gerade in irgendwas übermäßig begabt sind, werden sie da wohl mangels Masse an sich wenig bieten können, was die größeren nicht auch zumindest gleich gut können.

Gut sie könnten sich spezialisieren. Aber wenn es mehr Kleine oder auch Große als Nischen gibt, stehen sie da auch in einem potentiell existenziell bedrohlichen Wettbewerb.

Also stellt sich die Frage welchen natürlichen Vorteil haben kleine Staaten gegenüber großen?

Nun ja. Sie wirken erstmal nicht bedrohlich. Außer sie haben sich erfolgreich für die Möglichkeit A entschieden, sind also Alphamacht aktuell. Dann brauchen sie aber auch nicht mehr zu nutzen.

Also gehen wir mal von ihrer Ungefährlichkeit, wenn sie nutzen wollen, aus.

Also die Großen können ihnen einiges anvertrauen, wenn sie ihnen im Gegenzug zum Beispiel Schutz bieten.

Und es geht hier ja um das Nutzen für eher weniger an Fairness Interessierten. Also die werden wohl nur anderen vertrauen, wenn sie meinen, dass das denen auch was nutzt und sie sich nicht einfach jederzeit gegen sie wenden könnten.

Also ein „Skill“ von Kleinen ist, dass sie keine direkte Bedrohung darstellen.

Der andere ist, dass die unfairen Großen durch kleine Partner eher billig, dass bekommen können was sie benötigen oder haben wollen, da schwache Kleine ja nicht viele Ansprüche stellen können.

Und je weniger sie an andern interessiert sind desto weniger zusätzliche Ansprüche wird man bedienen müssen.

Allerdings erhöht sich wohl dadurch der Schutzaufwand für unfaire Kleine, weil sie mehr berechtigte Feinde haben. Außerdem je unfairer desto wahrscheinlicher fallen sie dem großen irgendwann in den Rücken. Und je weniger Selbstkontrolle sie haben, desto wahrscheinlicher ist dies selbst wenn es ihr Untergang wäre.

Also aus Sicht unseres eher weniger an Fairness interessierten Großen trotzdem eine Abwägungssache in Abhängigkeit der Fairness der Kleinen. Zu unfair ginge dann auch für solche Große nicht.

Also ein weiterer „Skill“ ist wenig Ansprüche da nur wenige.

Deshalb bieten sie sich vor allem als Steuerparadies an. Wenige brauchen weniger. Aber auch hier gilt für Kleine: Zuviel Konkurrenz verdirbt das Geschäft. Bzw. dieser Weg ist auf eine feste Zahl von Kleinen begrenzt. Aber wahrscheinlich nütz es auch Unfairen mehr diese dann besonders gut zu stellen. Aber eben nicht zugut, sonst droht doch auch von solchen Kleinen wieder „Gefahr“.

Und Kleine können auch unmittelbar dadurch nutzen, dass Große dadurch eher Fairen ihren Guten willen, eben wieder auf recht wenige begrenzt, zeigen können.

Vielleicht noch kombiniert mit „Schönrede“- Nutzen dieser Kleinen. Denn denen wird man das wohl eher durchgehen lassen. Vor allem als eher Fairem.

Zum Ende des heutigen Beitrags dann noch ein Zuordnung welcher kleine Staat aktuell eigentlich welche Strategie verfolgt bzw. verfolgen könnte oder gar sollte.

Für jemanden mit universell moralischem Selbstanspruch ist die Aufforderung auch an die kleinen Staaten zumindest nach Möglichkeit fair zu agieren und es auf keinen Fall untolerierbar zu übertreiben natürlich selbstverständlich.

Betrachten wir daher zunächst mal direkt die Schweiz, also Einstig ins Konkrete. Naja Wohnsitz für Wohlhabende und „Neutrale“ ist hier wohl die bevorzugte Strategie. Fairness als Zuflucht für nicht zu viele unfair Verfolgte natürlich auch.

Luxemburg ist Unternehmenssteuerparadies, wie Irland.

Und die politisch aktiven Portugiesen werden aktuell glaube ich gerne angefragt, wenn man seine „gute“ Taten hochjubeln lassen möchte. Aber dieser Eindruck kann auch täuschen. 🙂 Aber reden wir darüber nicht so lange.

Und Israel ist zusammen mit den außerhalb lebenden Juden ein Beispiel für ein kleines Land, eine kleine Gemeinschaft, die durch alles was sie bereits durchgemacht haben tatsächlich zu der Überzeugung gelangen könnten, direkt oder indirekt zur Alphamitmacht zu werden. Solange sie dabei fair (begrenzt) bleiben (würden), könnte man ihnen das auch durchaus wünschen.

Ansonsten bin ich aber eben für eine hinreichend mächtige Allianz derjenigen die mit einem zumindest hinreichend universell moralischem Selbstanspruch an die Sache ran gehen. Und generell halte ich nur solche Mächte für legitim. Auch Demokratien nur dann. Und aus illegitimen Herrschaften sollte man sich mit einem fairen Anteil an allem ausgründen und fair zum fairen Wohle anderer intervenieren können.

Vergesellschaftung und Einkommensunterschiede

Am 7.-9.10.22 hatte in Berlin ja eine Vergesellschaftungskonferenz stattgefunden, ich hatte mir die eigentlich für Ende Oktober eingeprägt aber nun gut, man kann sich nicht immer jedes Datum korrekt merken. Dort auch noch hinzufahren, wäre mir auch etwas zu viel gewesen, ich war ja auch schon bei der Europäischen Sommerakademie von Attac in Gladbach mit dabei. Aber den Livestream hätte ich mir schon teilweise angeschaut.

Vergesellschaftung war ja schon unter Helmut Schmidt und der damals noch keynesianischen und globalsteuernden SPD der späten 60er zum Reizthema geworden. Man hatte Angst, die „Wirtschaftsseite“ mit der Gefahr zu schocken, dass da Ansichten über die SPD in die Regierungsarbeit einfließen würden die zu recht oder zu unrecht auf zu viel Gegenwehr stoßen würden und allgemein zu extrem wären.

Ich finde allerdings nicht, dass es gut ist sich Diskussionsthemen aus übertriebener Vorsicht vor Reaktionen von Dritten vorschreiben zu lassen oder dieses als Ausrede verwenden zu wollen.

Mit Scheuklappen kann man nicht regieren oder aus der Opposition heraus konstruktiv einwirken.

Extreme Positionen muss man argumentativ entkräften nicht einfach übergehen wollen.

Wobei eigentlich spannend ist, dass es in der SPD immer noch eine klassische „Vergesellschaftungs-Linke“, wenn auch eher kleiner und stummer, wie früher gibt. Aber nur noch wenige, zumindest aktive, (Post-) Keynesianer oder allgemein welche die z.B. eine ausgeglichene Außenwirtschaftsbilanz aktiv herbei führen wollen. Obwohl jetzt wohl erstmal schon, bis wir wieder Überschuss haben. Halt nur nicht nachhaltig für eine gute soziale Kooperation mit dem Außen.

Gut ich bin ja aktuell auch in der SPD und versuche das dort von innen heraus zu ändern. Und von außen. Aber hinreichend viel Unterstützung oder hinreichend soziale, ökologische, Sicherheits- und Zukunftsorientierte Alternativen braucht es schon.

Aber jetzt will ich erst mal die Konferenz dazu nutzen zu dem Thema Vergesellschaftung und auch gleich zu dem Thema Einkommensverteilung (nochmal) selbst was zu schreiben.

Zunächst sollte man wohl unterscheiden ob man mit Vergesellschaftung meint, dass alles dem Kollektiv gehört und dann per Mehrheitsentscheid, mehr oder weniger im Konsens oder einfach von einem Herrscher oder einer herrschenden Gruppe darüber entschieden wird was man damit Macht und wer (vom Output) wieviel bekommt. Oder ob man unter Vergesellschaftung eine „Veranteilung“ versteht. Also jeder bekommt einen mehr oder weniger fairen, (Bedarfs-)fairen, Anteil und kann sich dann mit anderen zusammenschließen oder eben auch nicht. Mit mehr oder weniger vielen kollektiven Vorgaben, oder Interventionsrecht für die einzelnen oder Zusammenschlüsse.

Oder eben eine Hybrid- Variante aus alle dem.

Gehen wir die Optionen mal einzelnen durch:

Bei Mehrheitsentscheid mit Kollektivbesitz droht die „Tyrannei der Mehrheit“. Bei Konsens mit Kollektivbesitz droht die Vetofalle, also Handlungsunfähigkeit. Und bei Herrschern oder Herrscher-Gruppen eben die „Tyrannei einer Minderheit“.

Jede Herrschaft ist eben nur solange legitim und akzeptabel für jeden einzelnen oder Teil-Kollektive wie man sie, mehr oder weniger objektiv für legitim hält. Sobald dies zu sehr nicht mehr der Fall ist, gibt es eine „Veruneinigung“, Kant, und man sollte sich fair trennen und darf auf Intervention von Kantianern von außen hoffen.

Besser ist es da wenn man direkt auf durchsetzbar faire Anteile für jeden geachtet hatte. Dabei sollte eine Verfassung eines solchen Staates zum einen den fairen Anteil den Einzelne oder freiwillige Zusammenschlüsse bereits besitzen schützen auch vor dem kollektiven Zugriff der von der Mehrheit legitimierten Regierung. Aber eine solche Verfassung sollte auch einklagbare und durchsetzbare Rechte auf den fairen Anteil garantieren auch wenn man über den gerade nicht verfügt. Also die Verfassung sollte sowohl Schutz vor zu viel Umverteilung von einem weg als auch soziale Rechte für Verteilung zu einem hin bieten.

Wobei man bei Zweitem natürlich irgendwann mal vor dem Problem stehen kann und wohl auch wird, dass entweder das Verfassungsgericht nicht mehr so urteilt wie man es fair findet oder die Regierung oder die Staatsgewalt dem nicht mehr wirklich nachkommt oder nachkommen kann. Dann nutzen einem auch alle Rechte nichts mehr, dass sollten auch die Anhänger des (bedingungslosen) Grundeinkommens nicht vergessen: Auch Verfassungsrechte garantieren noch keine dauerhafte hinreichende Umsetzung, zur Not muss man dazu mit hinreichend vielen andern fair genug selbst in der Lage sein.

Also daher sollten Anteile nie zu ungleich verteilt sein. Was man nicht mehr unter Kontrolle hat ist früher oder später meist weg. Hier zählt nur die tatsächliche (potentielle) Kontrolle über seinen fairen Anteil. Man kann ihn gerne mal mit anderen der Effizienz wegen zusammenlegen, aber wenn man sich „veruneinigt“, Kant, muss man ihn direkt nach Möglichkeit ohne viel „Federn lassen“ wieder unter Kontrolle bringen können. Und nur ein Unfairer oder Inkonsequenter würde sich dem in den Weg stellen. Aber eben auch nur den tatsächlich fairen Anteil. Da sollte man es bei „gutem Willen“ oder zu teuren Unentschiedens-Aussichten auch nicht zu genau nehmen. Aber eben auch nicht zu ungenau.

Leider sieht unser Völkerrecht kein Anrecht auf faire Verteilung oder ein entsprechendes Interventionsrecht vor. Nicht mal für das nachhaltige Genug. Und wenn NeoCons und Liberale Demokraten wirklich ein Interventionsrecht für Menschenrechte in Staaten fordern, sollten sie das Umverteilungs-Interventionsrecht in andere Staaten zumindest für das kleinere vom fairen und dem nachhaltig nötigen Anteil nicht vergessen. Sonst wirkt das wieder nur wie eine Rechtfertigung übermäßig großer Anteile durch faire Mindest- Freiheiten mit dem Besitz, sich selbst, und Grundversorgungsansprüchen höchstens innerhalb von Staaten aus denen man sich bei Bedarf als Anteilsschwergewicht auch wieder „zurückziehen“ sollen könnte. Dann geht es nur um das Beibehalten der aktuellen Verteilung. Der Rest dient dem „gefälligem“ Schein.

Ein anderes Problem fast aller, nicht nachhaltig autarker, Gesellschaften ist, dass ihre Gesellschaft als Ganzes schon nicht alles was global gesehen fair wäre in ihrem Besitz hat. Oder durchsetzbar ihr Eigentum nennen kann. Den meisten Staaten fehlt etwas. Deswegen ist ein internationaler (Tausch-)Handel oder „Geschenke“ ja auch für fast alle Überlebenswichtig. Sonst bleibt nur Krieg. Und dazu sind global unabhängig nur wenige in der Lage. Auch das Problem der Sowjetunion war, dass sie weltweit über weniger Anteile an allen Rohstoffen und guten Produktionsstätten verfügte wie der Westen. Und natürlich, dass sie auf Zwang als Grundprinzip aufbaute anstatt auf soviel Freiheit wie fair und sicher genug möglich. Aber sie hatten den Zwang ja gerade zu dem Zeitpunkt aufgegeben als in den Demokratien des Westens die Freiheit zum Dogma wurde das wichtiger als fair und sicher genug war und leider weiter ist, und spannender Weise waren ihre bereits bereitstehenden Neu-Weisen der gleichen Meinung. Da ist nur die Frage wer da wen verseucht hat(te). Aber dieser Wettlauf zwischen Inkonsequenten und bewussten Saboteuren findet ja mehr oder weniger immer noch statt in allen Regionen wo Europäer aktuell die Mehrheit haben. Neuerdings bekriegen wir uns als West und Ost im Ukraine-Russland-X Krieg auch wieder. Mal sehen ob die Hegemonie der Europäer damit so endet wie sie begonnen hat: „zu gierig“, inkonsequent, blutrünstig und objektiv unfair. Mir wäre und ist noch, die Hoffnung auf Konkretes stirbt ja bekanntlich zuletzt, einfach ein möglichst zügiger Übergang zu einem gleichberechtigten globalen Miteinander lieber (gewesen). Dann hätte, würde man noch, man uns wohl auf dem Weg dahin genug „gegönnt/gönnen“ auch wenn das vielleicht vorübergehend nicht fair-anteilig komplett „passen“ würde.

Aber kommen wir jetzt noch zum zweiten Thema aus der Überschrift „Einkommensunterschiede“.

Es ist eben durchaus etwas anderes, ob man Rohstoffe und Produktionsstätten und -standorte fair verteilen oder das Ergebnis der Verwendung dieser unter Zuhilfenahme menschlicher Arbeit.

Wobei natürlich auch menschliche Arbeit zunächst mal ein Produktionsfaktor ist, der aber eben an einem „Subjekt“, Kant, hängt. Und von diesem erst mehr oder weniger freiwillig bereitgestellt werden muss. Arbeit kann man eben kaum unmittelbar erzwingen, nur durch „Anreize“ auch jenseits des unmittelbar freiwilligem Willen für sich nutzbar machen. Deshalb gehört zu einer bedarfsgerechten Verteilungen der Rohstoffe und Standorte durchaus auch eine Berücksichtigung der Arbeitskraft der Einzelnen. Wer weniger gut arbeiten kann wird mehr „Anreize“ über Besitz brauchen, wenn er sich nicht auf Freiwilligkeit verlassen kann oder will.

Und wer nur Kopfarbeit kann wird versuchen ein System aufzubauen, dass ihm die körperliche Arbeit der anderen hinreichend garantiert, zumindest bis alles automatisiert ist. Fragt sich nur wie weit er dafür geht, was man da noch als fair ansehen kann und wieviel mehr die eigene Sicherheit über der tatsächlichen Freiheit zu Besitzerlangung der Arbeiter für einen steht.

Wenn 10 Leute ein Haus bauen können und einer nicht braucht der eine bedarfsgerecht die Mitarbeit der anderen auch ohne erfolgreich mit bauen zu können. Wenn derjenige es dann schafft das Land auf dem die Häuser stehen sein Eigen zu nennen und auch durch 5 „Anreizer“ absichern zu können und das Bauen seines eigenen Hauses mit der temporären Überlassung von Grund an die anderen verrechnet, ist dieser Eine dann nicht mehr auf freiwillige Unterstützung der anderen angewiesen. Die könnte ja auch mal ausbleiben und dann wäre der Eine Schutzlos. Welche Besitz-Verhältnisse sind hier fair, Bedarfsfair? Solange der eine nicht Hausbaubegabte, kein größeres Haus hat wie die anderen und das von ihm aufgebaute System auch sonst fair und anteilig gleich ist, spricht eigentlich nichts dagegen solch eine Ordnung erstmal auch aus Sicht der 10 Hausbauer und der 5 „Anreizer“ beizubehalten. Eine neue Ordnung müsste erstmal mehr bieten. Und vielleicht fürchtet auch der eine oder andere der 15 aus Verantwortung gegenüber dem Hausbauunfähigen eine andere Ordnung würde dem kein gleichwertiges Haus mehr ermöglichen.

Anders würde es wohl aussehen wenn das Haus des „Landeigentümers“ zu viel größer wäre als das der anderen, wenn er unmenschliche Arbeitsbedingungen verlangt, wenn die 5 „Anreizer“ auch „Unverträglichkeiten“ (Psycho Big 5) ausleben dürften „mit“ den 10 Hausbauern.

Der Landeigentümer dürfte es also entweder nicht übertreiben oder er müsste sich diese Übertreibung durch Gewalt leisten können. Aber auch dann dürfte er es sich natürlich nicht mit den Falschen verscherzen.

Wenn der Landeigentümer aber nicht hinreichend viel an Land oder etwas Vergleichbares für sich behält wird er mangels eigener körperlicher Arbeitskraft von echter freiwilliger Arbeit der anderen abhängig und das würde er eventuell nicht überleben.

Also eine nachhaltig faire bedarfsgerechte Verteilung ist durchaus nicht so einfach zu bestimmen, es kommt eben darauf an mit welcher charakterlichen Gesinnung man an die Sache ran geht und wie man die der anderen einschätzt. Und auch eine als fair eingeschätzte Verteilung muss man erst mal durchgesetzt bekommen. Solange es noch tolerierbar zugeht und die Aussichten für die Zukunft sich nicht (unfair) zu sehr verschlechtern wird man wohl eher ruhig bleiben.

Und die 10 Hausbauer aus dem Beispiel sollten nicht vergessen, dass spätestens wenn nicht mehr 10 Hausbauer gebraucht werden, sie nicht blind miteinander konkurrieren sollten. Wenn sie sich zusammenschließen und handeln erreichen sie wohl mehr als im unkooperativen Wettbewerb. Sowohl für das faire als auch für das unfaire.

Und wenn die fairen unter den 10 ein abgleiten ins Unfaire verhindern wollen, könnten sie sich auch mit den fairen unter den 5 „Anreizern“ verbünden. Oder gleich mit dem Landbesitzer wenn er fair genug ist.

Aber solche Querfronten gehen aber natürlich auch unfair …

Deshalb müssen die Zusammenhänge der Fairen den Unfairen zumindest hinreichend überlegen sein. Und natürlich auch den Inkonsequenten. Eine Tyrannei der Unfairen oder Inkonsequenten kann ja wohl nun wirklich keiner wollen, außer den nicht negativ betroffenen Unfairen oder den Inkonsequenten solange sie es nicht bemerken.