RKSLP-Aktivitäten- Jahresrückblick 2024

Zu Jahresbeginn war ich auf einigen Kundgebungen gegen (zu) Rechts. Und hatte solange gegen Totalsanktionen aufs Bürgergeld agitiert (inkl. präventiver Verfassungsbeschwerde), bis die Leiterin der Agentur für Arbeit Frau Nahles in einem Online-Meeting des Dezernat Zukunft meine Frage, ob Lebensmittelentzug möglich ist, verneint hatte. Es gäbe Gutscheine: „Dezernat Zukunft“-Dialog mit BA-Chefin Andrea Nahles: Es gibt Lebensmittelgutscheine. Also keine Hungersanktionen.

Beim World Social Forum 2024 hatte ich eine online Veranstaltung zu unserem Außenbeitragsüberschuss. Und zum Unterschied zwischen Einmal-Hilfen, Gemeinsamen Töpfen und Außenwirtschaftlichem Gleichgewicht: Worldsocialforum 2024 „Foreign Trade Balance“

Dann hatte ich wie schon 2019 vor der Europawahl wieder einen EU-Blauwesten-Protest für ein sozialeres, sichereres und zukunftsorientiertes Europa durchgeführt, diesmal beim SPD RLP Aschermittwoch. Aber dezent: 2. EU-Blauwesten-Protest Einsatz

Bei einem EuropaForum Treffen der SPD RLP in Mainz war ich auch mal. Und bei einer 300 Jahre-Kant Veranstaltung in Pirmasens.

Beim Attac Frühjahrsratschlag in Fulda und beim Herbstratschlag in Frankfurt 2024 war ich mit vor Ort.

Bei der WEA Conference 2024 hatte ich mich etwas beteiligt: World Economics Association Conference 2024

Und für 5 Jahre rkslp.org hatte ich einen Sonderbeitrag online gestellt: 5 Jahre (Relativ-)Konservativ-Sozialliberale Plattform

Am 1.Mai war ich diesmal in Pirmasens bei der DGB-Kundgebung.

Und beim Pfalz-Treff 2024 der SPD war ich.

Im Juni hatte das Geschichts-Magazin „Damals“ auch einen Email-Kommentar von mir als Leserbrief abgedruckt. Dann wurden die Leserbriefe erstmal rausgenommen und der Chefredakteur ging in Rente (Stand wohl zumindest nicht beides in Bezug zu meiner Email 🙂 ): Leser-Kommentar zu „Folter und freier Markt“ in Damals – Ausgabe 6.2024

Bei der Woche der Meinungsfreiheit war ich auch mit einem Beitrag dabei: Kant-Tun-und-Hoffen-Foren zur Meinungsbildung

Im Juni hatte ich die Unterseite UglyPedia zu meinem Blog hinzugenommen nachdem bei Wikipedia Deutschland mich für einen Beitrag zu „Streng Individualistische Sozialvertragsethik“ für Veröffentlichungen dort für einen Monat jemand gesperrt hatte: Streng Individualistische Sozialvertragstheorie 🙂

Bei der anarchistischen Buchmesse in Mannheim war ich wieder. Ebenso mal dezent beim CADTM (CADTM – Deutsche Website) Jahrestreffen in Lüttich. Und online mal bei den Jahrestagungen von AHE (AHE 2024 Conference) und EAEPE. Für den Gesamtüberblick solange ich noch meinen gewohnten Job hatte. 🙂

In Kaiserslautern beim Eselsohr bei einer Veranstaltung war ich auch und bei ein paar sozialen Kulturveranstaltungen in KL.

Und als Delegierter von Pirmasens war ich bei der EuropaUnion RLP Jahresversammlung in Trier.

Und bei einer EuropaDirekt FilmVorstellung im UnionsKino in KL während der Fahrrad-Woche oder so.

Herrn Manow hatte ich in Saarbrücken beim DemokratieForum, oder so SDS, eine Frage zu Deneen und dem Postliberalismus gestellt.

SPD-intern wollte ich auch wieder für den Bundestag kandidieren, um auf unseren Außenbeitragsüberschuss bei prekärer Beraterlage aufmerksam zu machen. Allerdings muss man dafür dann doch vorgeschlagen werden. SPD-interne Bewerbung als SPD-Kandidat im Wahlkreis 209 für die Bundestagswahl 2025 Gibt gar kein Recht auf parteiinterne Kandidatur für BTW

Zur US-Wahl hatte ich auch ein paar Blog-Beiträge geschrieben und mich etwas UMSA (https://rkslp.org/2024/06/22/universell-moralischer-selbstanspruch-kurz-umsa/) betätigt.

Während der FSMET 2024 hatte ich auch einen Beitrag: FSMET2024: Social & Secure by Fair & Smart: Giving; Trading; Taking; Keeping?All Things Considered

Und eine erste Version meiner
Sozial-und-Sicher-Prüfer-App
ist jetzt online.

Und beim SPD Dialogtag in Mainz hatte ich einen Rede-Beitrag.

Beim LobbyControl Jahrestreffen in Frankfurt war ich auch nach 5 Jahren nochmal und auch mal beim DL21 Jahresmeeting dort. Und beim Kairo Europe Jahrestreffen in Mannheim. Alles für den Gesamtüberblick bei noch alter beruflicher Lage.

Und beim ökumenischen Silvestergottesdienst in Pirmasens-Erlenbrunn war ich wieder.

Meine Tweet-Hauptseite ist jetzt BlueSky. Und ich stelle meine regulären Beiträge jetzt auch, auch per DeepL auf englisch, bei substack online, nachdem die Freitag Community dicht gemacht wurde.

Ab dieser Woche schreibe ich nur noch alle zwei Monate einen Standard-Beitrag und mache eine Live-Sendung um noch mehr Zeit zum Zusammenfassen und Vermitteln usw. zu haben.

Veröffentlichung eines Kommentares an einen Bekannten und an P&Ö

das hatte glaube ich Wirkung, daher mache ich das wesentliche lieber gleich öffentlich:

Hallo Bekannter,

oh danke für den Link. Otmar Tibes und seinen Blog kannte ich noch nicht. Der ist ja sogar in der (Nord) SPD aktiv. Und immerhin steht bei Kaczmarczyk auch dessen "Kampf der Nationen" mit dabei. Nicht nur Schuldenbremsen-Alarm. Da stolperte [Um mal das eine anzusprechen wo er "suboptimal" war] Tibes, nach meiner Meinung, etwas in einem seiner Blog Beiträgen wenn er Klingbeil dafür kritisiert, dass der keine Investitionen in Soziales fordert. Für Direkt-Soziales und Verteidigung braucht auch halt Umverteilung also Steuern keine Schulden. Da muss man aufpassen sonst gibt man Merz und Co nur eine Steilvorlage. Solange da die Nord-SPD nicht wieder bewusst mit jemand neues (Tibes eben) die Linke verstolpert [Nachtrag für meinen Blog: also die SPD ist auch aktuell "leider" gesamtheitlich für die nächste Wahl am nächsten an meiner politischen Position; das war jetzt er salopp; aber da wirkt eben schon einiges auch echt suboptimales in die SPD rein. ], ist das aber okay. Klingbeil lässt tatsächlich gerne das Soziale weg, aber gerade bei Investitionen ist das halt mit entsprechender Begründung und nach gängiger Meinung korrekt, denke ich. Der Rest ist aber alles sehr erfreulich was er schreibt. Und wenn du da auch noch mit veröffentlichen darfst, bringt man ja mal wirklich IWs PÖ-China-Analyse (die kannten sogar Buchanan :)), PKs Nationen-Ö-Krieg mit genanntem LageVorteil für Deutschland und deine Peter Ulrichs VerfassungsRegel "Ökonomie" zusammen. Und mit Deneen als Autor ohne Beitrag wird ja auch mal schonmal die Mix-Verfassung mit rein gebracht.

Für die Linke ist das ja aber noch mein Solo-Bereich. Also dass man auch dafür vorsorgen muss wenn die Mehrheit (warum auch immer) für "Ochlokratie"-Verhältnisse sorgt. Da braucht man dann schon "demokratisch" eigenständige Institutionen mit Genug festem Besitz und Handlungsmöglichkeiten basierend auf eigenen Regeln aufbauend auf universell moralischem Selbstanspruch. Im Notfall muss man halt aus allem raus können: Es gibt eben kein Leben im falschem. Aber durchaus ein Überleben bis man sicher und human genug rauskommen kann oder es erstmal wieder "so" passt.

Ich war jetzt in meinen "Standard" Urlaubstagen (den Rest vom Resturlaub habe ich auf IT-Verwendet für meinen Lohn und aus Begeisterung :)) mal auch kulturell und sozial in Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen und Stuttgart auf Besichtigungstour. Im Rhein-Neckar-Bereich wohnt ja Verwandtschaft und mein neuer Job ist dort [Nachtrag: Ich kann im Home-Office bleiben] und die Westpfalz ist ja schon ziemlich Kurpfälzisch verwurschtelt zumindest historisch, vielleicht aktuell noch etwas durch die LBBW, aber das ist ein anderes Thema. 🙂

Gruß,
Thomas

Offener Brief an Isabella Weber (China-Escape-IW)

Anti-faschistische Wirtschaftspolitik, der New Deal und der internationale Standortwettbewerb mit ungleichen Karten

Hallo Isabella Weber,

ich schreibe ja lieber an "persönliche öffentliche" Emailadressen um nicht die Arbeitsemailadressen mit zuzuspammen. Aber da Sie eine eigene Homepage ohne Kontakt-Email haben und ihre Arbeitsplatz-Email keine "Nur beruflich"-Bitte enthält nehme ich mal an, dass das noch okay ist.

Ich habe gerade ihr Buch "How China Escaped Shock Therapy" zu Ende gelesen und auch ihren Aufruf zu einer Anti-Faschistischen Wirtschaftspolitik gelesen.

Ihre Vorschläge für solch eine Politik richten sich ja nach den Erfahrungen, die sie in ihrem Buch beschrieben haben. Diese Vorschläge finde ich schonmal gut.

Nur ist eben kein Staat außer den USA, und Russland vielleicht, in der Lage alleine aus eigener Kraft durch wirtschaftliche oder soziale Reformen Probleme die aus wirtschaftlichen/wirtschaftspolitischen/Eigentumspolitischen Fehlentwicklungen/ -Entscheidungen entstanden sind zu lösen.

Der New Deal hatte in den 1930ern die USA vor Faschismus oder Totalitärem Sozialismus bewahrt. Auch wenn das "Neoliberale"/"Neoproprietäre"- Lager gegen diesen Deal mobil machte und ihn wohl auch heute noch lieber in keinem zu gutem Licht in der öffentlichen Wahrnehmung sehen will.

In West-Europa gab es keine gemeinsame Institution die hinreichend Verteilungsmacht besessen hätte um solch eine gemeinsame soziale Grundsicherung für alle mit einfacher Mehrheit umsetzen zu können. Und auch in der EU gibt es weiter so eine Institution nicht. Wohl dank des "Neoliberale"/"Neoproprietäre"- Lagers und wohl auch wegen ein paar von "Von Schmollers Ruinierungsfreudigen der heutigen Gesellschaft". [Zu unserer Wirtschafts-/Sozialvertrags-Geschichte könnten sie auch mal so ein Buch schreiben. 🙂 Wenn das nicht zu mutig wäre 🙂 ]

Stattdessen kam das "Zwangssystem Wirtschaftlicher Freiheit" (Zitat: Christian Felber). Also Zwang zum Freimarkt. Zu dem meinte "Von Schmoller" eben: "Nur der Inkonsequente und derjenige der die heutige Gesellschaft ruinieren will kann komplett freihändlerisch sein." (Zitat-Herkunft kann man sich aus meinem Blog rkslp.org raussuchen).

Und Freimarkt bedeutet Standortwettbewerb. Und dass da die Lage eine wichtige und für ungleiche Bedingungen sorgende Rolle darin spielt schrieb schon Max Weber in "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus".

Und unsere Lage zwischen Arm im Osten und Reich im Westen in Europa ist eben so ein Lagevorteil. Das macht einige, auch einige gewerkschaftlich Organisierte Lohnabhängige, bei uns zu (temporären) Profiteuren einer Freimarkt/Neoliberalen/Neoproprietären Ordnung.

"Unser" Außenbeitragsüberschuss seit 2002 ist der Nachweis dafür.

Dadurch spalten sich die Lohnabhängigen in der EU in diejenigen mit Lage-Vorteil und in die ohne. Auf diesem Nährboden wurde und ist es weiterhin das "Neoliberale"/"Neoproprietäre" mehrheitsfähig, durch kulturelle Hegemonieprojekte (Gramsci) den Wählern dazu zu verleiten. Auch weil es keine politische Partei gibt die "Genug Für Alle" bis "Fair-Gleich" mit Erhalt und Sicherheit vereint.

Da versuche ich seit 2017 als mir das auffiel dagegen zu steuern.

Also für eine Anti-Faschistische Wirtschaftspolitik ist nicht nur die jeweils nationale Verteilungspolitik (und Preissetzungspolitik) wichtig (ohne innere Verteilung bekommt selbst in Staaten mit Lagevorteil nicht jeder genug) sondern vor allem auch die gemeinsame Internationale. Da sollte man [dazu hatte ich beim WSF 2024 eine online Präsentation dazu gehalten - vor 2 Asiatischen Studenten, stand aber im offiziellem Programm mit Bild 🙂 -] dann (a) zwischen gemeinsam gegenfinanzierten Grundsicherungsansprüchen über eine gemeinsame Verfassung und/oder gemeinsame Institutionen mit genug Verteilungsmacht (b) Freiwilligen Einmal-Hilfen und (c) einer Ausgeglichenen wirtschaftlichen Außenbilanz/kein Außenbeitrag unterscheiden. (a) bereitet Vorsichtigen, wie ich auch einer bin, wohl die meisten Sorgen, da man da neue Verpflichtungen eingeht, die man eventuell nicht stemmen kann. Stichwort: Teil des Elends werden. Wenn nicht genügend Ressourcen/Exportkraft da ist. Das stößt daher auf nachvollziehbaren Widerstand, zumindest bis es durchdacht und sicher ist. Oder man geht halt wie die "Nicht-BigBang"-Chinesen in ihrem Buch schrittweise vor. Ohne das Panik und Widerstand entsteht. (b) ist Überschaubar. (c) ist ein wichtiger Hebel der eigentlich für vorsichtige Tauglich ist, wenn die nicht Panik vor staatlichen Eingriffen in den Handel anerzogen bekommen haben. Ein nicht negativer Außenbeitrag heißt, dass man genug exportiert für seinen Importbedarf. Und einen positiven sollte es nach "Neoliberaler" Logik durch freie Wechselkurse gar nicht lange geben dürfen.
Das war ja denen ihr Argument gegen Bretton-Woods/Feste Wechselkurse.
Bei einer gemeinsamen Währung in Staaten-Gruppen, wie der Euro-Gruppe, mit ungleichen Standortbedingungen, kommt es aber fast zwangsläufig in der Zeit nach der Etablierung der gemeinsamen Währung zu einem Aussaug-Strom über Drittstaaten mit anderer Währung, denke ich. Also zum Beispiel kaufen Spanier in der USA Medikamente und die Amis dann damit Autos bei uns, da wir durch die nähe billiger Vorprodukte und BilliglohnArbeiter aus dem Osten bekommen. Die Arbeiter aus dem Osten haben es auch nicht so weit, dass ist denen wohl auch lieber.

Also zwischen den Währungen bleibt es relativ gleich. Nur über die Drittstaaten kommt es zu einem Aussaugen bis sich die schlechter gelegenen Staaten nichts mehr leisten können.
Italien wird wohl über Target2-Notenbanken-"Schuldengeld" auf einem höheren Ausgaben Niveau gehalten.

Wobei auch verschiedene Währungen im Standortwettbewerb mit ungleichen Lage-Vorteilen zu unfairer Ungleichheit bis hin zu Elend oder Zusammenbruch führen kann und wohl auch führt. Vor dem Zusammenbruch gibt es aber meist Eroberungs-/Vereinigungs-krieg. Über Faschisten einen rechten. Über "EU-Süd-Lincolns" einen Linken.

Auch das sollte man bei Anti-Faschistischer Wirtschaftspolitik bedenken. Das hatte ja selbst Hayek erkannt "Genug verteilen damit es auf den Straßen ruhig bleibt." Das dürfte wohl aktuell Target2 sein. Die Hayeks sind aber meist irgendwann zu optimistisch und/oder werden von "Von Schmoller's Ruinierungswilligen" (der hatte da spezielle Sozialisten im Sinn; geht aber natürlich auch unsozial bzw. von rechts außen/innen) unterwandert.

Ich habe das hier (https://rkslp.substack.com/) öffentlich in deutsch und englisch noch etwas "bloghafter" beschrieben. [Vielleicht sollten wir auch mal ein paar zusammen auf Land verbannenden, damit mal politisch nach 10 Jahren etwas Schwung in die Sache von links und rechts kommt. Sonst ist wohl die Hemmschwelle zu groß. So bleibts weiter alleine an mir hängen. 🙂 ]

Gruß,
Thomas Hinkelmann
rkslp.org

„Sonst ist wohl die Hemmschwelle zu groß. So bleibts weiter alleine an mir hängen.“ Damit meinte ich die politisch-aktiven, sich zur Wahl stellenden, vorsichtigen, erhaltenden (erhaltungswilligen) (relativ konservativen) Linken.

Offener Brief an die Zukunftsregion Westpfalz

Betreff: Jahreshauptversammlung: Kommentar zu: „Zölle und nicht-tarifäre Handelshemmnisse immer schlecht“

Hallo Zukunftsregion Westpfalz,

da ich nicht glaube, und man das eigentlich auch leicht widerlegen kann, dass Freimarkt immer jedem nutzt und Zölle und nicht-tarifäre Handelshemmnisse immer Schaden, will ich doch mal deutlich machen, dass ich es nicht gut finde, wenn man solchen Positionen und Haltungen einseitig und ohne Diskussionsmöglichkeit über die Jahreshauptversammlungen des Vereins "Zukunftsregion Westpfalz" ein Bühne gibt auch noch aus dem Vorstand/der Geschäftsführung heraus.

Extreme Einschätzungen wie "Nutzt immer"/"Schadet immer" in Versammlungen ohne Diskussionsmöglichkeit wiederzugeben hat immer etwas von Indoktrinierung. Man will unbedingt eine Einschätzung zur Dominanz verhelfen.

Wobei "Nutzen" und "Schaden" aber ja auch schon zum Ausdruck bringt, dass es hier um die Klärung oder um ein Urteil geht, ob man selbst Schaden erleidet/ erleiden kann oder jemand anderes welchen zufügt.

Beides keine Lappalien.

Ende 2018 war ich zu der Einschätzung gelangt, dass wir im Freimarkt durch unsere Lage mitten in Europa zwischen, vereinfacht ausgedrückt, eher arm im Osten und eher reich im Westen und wegen der Größe unseres Sprachraums einen unfairen Vorteil im Standortwettbewerb als Bundesland haben. Billige Zwischenprodukte und Arbeitskräfte sind früher und preiswerter aus dem Osten bei uns als zum Beispiel in Frankreich, Italien oder Spanien. Und es lohnt sich auch wegen der Größe unseres Sprachraums eher für Bürger anderer Staaten unsere Sprache zu lernen, da es hier mehr Jobs gibt als jetzt griechisch oder andere Sprachen. Und das die Lage eine Rolle spielt schrieb auch schon der Soziologe Max Weber.

Und wir hatten/haben ja tatsächlich meist gewaltige Außenbeitragsüberschüsse angehäuft durch den internationalen Handel. Was eigentlich gegen unsere "früheren" Stabilitätskriterien ist.

Außenbeitragsüberschüsse stellen eben keinen nachhaltigen Kreislauf da. Zu Zeiten der Silberflotte der Spanier war das noch eher problemlos. Spanien beutete die Minen aus. Und konnte dann im Ausland fröhlich einkaufen. Das ging nicht an die Substanz, höchstens an die von Neu-Spanien. Solche Neuerwerbungen gibt man aber leichter aus.

Anders sieht es für Spanien, Italien, Griechenland oder auch Frankreich mit dem Euro aus. Je nachdem wie die Herkunftskette unserer Überschüsse ist, muss man wohl davon ausgehen, dass die "Neue Welt" nun die Rolle des alten Spaniens hat und der Euro-Süden die Rolle der Mine. Also z. B. die USA oder Brasilien verkaufen Medikamente, Online-Dienstleistungen oder was auch immer in den Euro-Süden und bekommen dafür Euros. Die geben sie dann aber nicht wieder dort aus sondern Kaufen z. B. in Deutschland Autos davon. Dann haben wir einen Überschuss und der Euro-Süden ein Minus. Mit den USA oder Brasilien haben wir aber als EU einen ausgeglichenen Handel. Zu der "Überzeugung" waren wir ja auch schon bei der letzten Trump-Amtszeit gekommen. Das reichte dem dann erstmal.

Aber wie eine Mine ist auch der EU-Süden irgendwann ausgebeutet. Dann sind dort und in der "Neuen Welt" keine Euros mehr da um Autos bei uns zu kaufen. [Wobei der aktuelle Nachfrage-Rückgang kommt wohl auch oder vor allem durch die höheren Energiepreise.] Dann haben wir Überkapazitäten geschaffen. [Spätestens ohne Target2-Kreislauf] Weil wir eben nicht darauf geschaut haben, dass wir eine nachhaltige Nachfrage, also einen Kreislauf, finanziert durch unsere eigenen Importe haben. Also Ware/Dienstleistung gegen Ware/Dienstleistung. Nur das hat Zukunft nach meiner Einschätzung. Deshalb ist es nötig, dass macht ja auch die OPEC, seinen eigenen Output mit Blick auf die gute Zukunft auch mal zu hemmen, damit keine Ausbeutungsspirale entsteht. Sondern sich die Kundenstaaten den Konsum bei uns auch nachhaltig leisten können. Außerdem müssen die nicht bei uns kaufen. Wir aber bei andern, da wir nicht alle Rohstoffe haben. Also sollten wir schauen, dass wir unsere Kunden-Länder nicht dadurch verärgern dass wir Ihnen oder deren Ihren Kunden usw. so viel Schaden, dass sie sogar mal gar nichts mehr bei uns kaufen. Das wäre unser Untergang, zumindest als Marktmacht. Oder sie könnten auf die Idee kommen uns unsere guten Standorte streitig zu machen. Wenn wir sie dazu nötigen wäre das von den aktuell gültigen Menschenrechten her gesehen legitim. Vielleicht nicht vom aktuell gültigen Völkerrecht aber das ist ein anderes Thema.

Oder vielleicht auch nicht. Denn Von Schmollers, Ökonom der historischen Schule, Weisheit: "Nur der inkonsequente und derjenige der die heutige Gesellschaft ruinieren will kann komplett freihändlerisch sein" passt auch zum aktuell gültigen Völkerrecht mit seinem Verbot sich selbst nicht mal das Fair-Nötige fair und human herbeizusichern wenn die Handelsbedingungen nicht mehr tolerabel sind. Stellt sich eben die Frage wo "unsere" aktuellen Überzeugungen und Haltungen eigentlich seit den 1980ern und vor allem seit 1990 eigentlich herkommen. Von Schmoller dachte beim "Ruinierungswilligen" übrigens an nicht so erhaltungsfreudige Sozialisten. Gut, mittlerweile gibt es noch andere bedeutende Gruppen mit Motiven und Geld um "Haltungen" an den Mann/Frau/Divers zu bringen. Gerade deshalb sollte man seine eigenen Überzeugungen immer wieder hinterfragen, ob sie einem wirklich nachhaltig nutzen und andern nicht Schaden (mit Blick auf das Genug und faire Anteile). Vor allem welchen die einem Ärger machen könnten. Aber auch aus humanen Gründen sollte man an das Wohl anderer denken und nicht einfach nach dem Motto: "Passt auch für die schon" Haltungen propagieren wo das nicht sicher bzw. fast sicher umgekehrt ist.

Für Diskussionen zu diesem Thema stehe ich in meiner Freizeit nach Möglichkeit gerne zu Verfügung. Aber bitte sowas Extremes nicht mehr einfach bei öffentlichen Versammlungen raushauen. Aus welchem Motiv auch immer.

Ich werde dieses Schreiben über meinem Blog auch veröffentlichen.

Gruß,
Thomas Hinkelmann
Mitglied der Zukunftsregion Westpfalz
rkslp.org

Ich veröffentliche mal anonymisiert noch die Antwort der Zukunftsregion Westpfalz dann kommt man gleich sympathischer und Dialogbereiter rüber. 🙂

„Lieber Herr Hinkelmann,

ich bedauere es, dass dieser Nebenaspekt der Redebeiträge … Ihrerseits eine spürbare Verstimmung zur Folge hatte. Unsere Mitgliederversammlung mit über 200 Teilnehmern sicherlich nicht der richtige Rahmen für eine diesbezügliche Debatte gewesen. Daher danke ich für Ihr nachträgliches Schreiben.

Wir sind uns sicherlich einig darin, dass unser Verein keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklungen des globalen Handels und der Handelspolitik der führenden Wirtschaftsnationen haben wird. Es ist uns lediglich möglich, den freundschaftlichen Austausch mit unseren internationalen Partnern (hier war insbesondere die USA gemeint) zu pflegen und uns um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer Region und eine weitere Verbesserung der Lebensqualität in der Westpfalz zu bemühen. Eine innovationsgetriebene Weiterentwicklung unserer Wirtschaftsstruktur wird uns hierbei sicherlich helfen, dies ohne die Belastung anderer Menschen auf unserem Kontinent zu erreichen.

Ich hoffe, Sie waren ansonsten mit unserer Veranstaltung zufrieden und haben ein bisschen positiven Spirit mitnehmen können. Bleiben Sie uns gewogen!

Mit freundlichen Grüßen“

Zur Lage der Dinge im Dezember 2024

Mein Fokus liegt ja u. a. auf Anteilen. Wer wieviel. Und was darf wer mit seinen Anteilen machen.
Assad hatte für sich aus seiner schiitische Minderheit heraus ganz Syrien als Herrschaftsraum. Jetzt hat ein sunnitischer (meines Wissens) Al-Qaida Ableger ihn vertrieben. Nach fast 15 Jahren mehr oder weniger offenem Bürgerkrieg. Russland war mit andern Dingen beschäftigt. Und eine schiitische Achse vom Mittelmeer bis zum Iran hatte wohl sonst auch regional wie international unter den andern Mächten zu wenig „Begeisterungspotential“. Wenigstens ist nicht der Islamische Staat an die Macht gekommen. Al-Qaida ist ja für ein miteinander von Sunniten uns Schiiten. Aber halt mit Terrormitteln wie Flugzeugen. Wir erinnern uns. Aber im Moment wird man die USA seitens dieser islamistischen Rebellengruppe wohl nicht als (unbedingtes) Angriffs-Ziel sehen. Das Unbehagen einer schiitisch-diktatorischen Achse bis zum Mittelmeer dürfte da überwiegen. Wie wäre es denn eigentlich mal wenn sich eine Islamisten-Gruppe an die Menschenrechte hält? Also mal keine Homophobie, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, usw.? Naja da braucht der Humanismus wohl noch etwas Zeit. Der Wächterrat von Sokrates wäre vielleicht ein Weg dorthin. Aber vielleicht akzeptieren sie ja schon ein demokratischen Syrien. Hoffen darf man ja.

Assad hätte sich zusammen mit den Alawiten auf deren Kernland am Mittelmeer beschränken sollen. Und Russland hätte ihn damals dazu drängen sollen und nur dabei unterstützen sollen. Das wäre von den Anteilen her fair passend gewesen. Und Russland hätte mit einem vielleicht gar demokratischen Alawiten-Staat einen legitimen Partner gehabt für ihren Mittelmeerhafen. So hat es nur delegitimierend für Russland gewirkt. Und macht es im Ukraine-Russland-Krieg leichter sich Anti-Russisch reinzusteigern und Russland auch das fair nötige bis faire zu verweigern. Wobei Putin wenn man ihn lassen würde wohl wirklich ein Marionetten Regime in der ganzen Ukraine auch den ukrainischen Kern-Gebieten errichten würde. Daran sollte man ihn auch mit deutschen Taurus-Fernwaffen hindern. Aber dafür müsste Deutschland eben seinerseits eine legitime Position einnehmen. Also zwischen der Ukraine der Ukrainer und den früher mal von Russland als Einigkeitsgeschenk oder zur leichteren Verwaltbarkeit mit dieser „Eigentlichen“-Ukraine zusammengelegten Gebieten, die für Russland militärisch aber auch teils kulturell zu wichtig sind unterscheiden. Aber die Nato lässt sich ja aktuell lieber von Begeisterung und Hysterie treiben. Zu sehr ins illegitime.

Trumps Sondergesandter will zwar den Krieg durchaus zu meiner Vorstellung von legitimen Anteilen passend einfrieren. Aber freilich bleibt er bei den „ukrainischen“ Gebietsansprüchen auch ins illegitime hinein. Und hält Biden eh vor, sich auf Werte zu berufen anstatt auf reine Interessen. Mal ganz abgesehen davon, dass man Legitimität durchaus aus Interessen ableiten kann, zumindest wenn man die spekulative Vernunft der metaphysische Ebene nicht außer Acht lässt, also das was nach dem Tod kommen könnte, ist eine wertfreie Politik schon unmittelbar illegitim. Aber ohne Legitimität keine nachhaltige Stabilität, das hat die Geschichte schon oft genug gezeigt. Trump und die seinen sollten sich für Stabilität schon auf legitime Eigeninteressen berufen. Das würde schonmal stabiler klingen. Aber solange der friedliche Zwischenzustand erstmal stabil ist, ist das mit Blick auf die Begrenztheit der Amtszeit von Trump nun auch nicht so wichtig. Da zählt was wirklich passiert und ist.

Es reicht erstmal wenn alles und jedes tatsächlich während Trumps Amtszeit nicht durch ihn (beinhaltet auch Nichts-Tun) zu sehr ins Negative, Elende oder Unfaire gedrückt wird.

Wobei man durchaus auch berechtigt hoffen kann, dass einige wichtige positive Impulse auch von Trumps baldiger Amtszeit ausgehen können.

Eben mit Blick auf Anteile. Die europäisch geprägten Regionen und Länder der Welt laufen ja durchaus Gefahr von China und Co. ins Periphere gedrückt zu werden, beziehungsweise dort mit Begeisterung selbst hinzulaufen, da man ja so begeistert von einigen politischen Haltungen und Weichenstellungen ist. Und sich da jetzt geschlossen weiter reinsteigern will. Beispiel Freimarkt. Von Bismarck und von Schmoller (wir mussten halt aufholen und durften uns dabei nicht zuBriten lassen) noch nachvollziehbar und zu recht als, in seiner reinen Form, als etwas für Inkonsequente und diejenigen die die heutige Gesellschaft ruinieren wollen, erkannt, gehen da zu viele in Deutschland und Anhang heute schon direkt steil, ihre Begeisterung betreffend, wenn sie das Markt-F-Word auch schon nur hören.

Der Freimarkt steht eben für Anteilsjagt und begünstigt diejenigen mit einem natürlichen und/oder historisch gewachsenem Handelsvorteil so sehr über die Maßen, dass es denen selbst schon mittelfristig wieder schadet. Wenn man seine Wirtschaft auf Aussaugen planlos sich aufbauen lässt, statt wenigstens auf kultivierte nachhaltige Ausbeutung der Erträge der weniger begünstigt gelegenen „Handelspartner“. Außenbeitragsüberschüsse stehen nun eben mal für ein Aussaugen, nach meiner Meinung nach bestem Wissen und Gewissen. Vor allem bei einer gemeinsamen Währung und Handelsketten über Drittstaaten. Der Kapitalseite kann das noch halbwegs egal sein. Aber die Arbeitsseite zerschlägt so für einen kurzfristigen Vorteil die internationale Arbeiterkooperation, um die Kapitalseite einzudämmen. „WirHier“ statt selbst bestimmter Zukunft mit genügenden in der gleichen Abhängigkeitslage. Da müsste mehr geistiger Energie reinfließen um das in Deutschland bewusst zu machen. Und entsprechende politische Wahlangebote auf den Wahlzetteln müssen her, nicht nur von den Anti-Militärs, die sich dann einfach von wem auch immer militärisch überrollen lassen würden, wenn sie denn an die Macht kämen. Aber das sind eben alles noch recht neue politische Dynamiken. Da muss sich Einsicht und Widerstand erst herausbilden. Das braucht halt Zeit. Aber allzu viel haben wir davon nicht mehr, wenn wir das ohne mehr oder weniger großen Zusammenbruch schaffen wollen. Womit wir wieder bei von Schmoller wären. Der hatte mit seinen Ruinösungswilligen vor allem einige Sozialisten gedanklich und schriftlich vor Augen, die die alte Ordnung gerne auch durch unkontrollierte destruktive wirtschaftliche Prozesse beseitigen wollten, um dann was neues aufbauen zu können. Auch Chinas Rote hatten im Bürgerkrieg Chinas Weiße teilweise durch Wirtschaftstricks, wie Aufbauen von Spekulationsgewinnler-Blasen die man dann zerschmetterte angewandt. Also Chinas Rote haben da Erfahrung. Wobei: lieber Rot als Weiß. Aber auch: lieber westliche Dominanz im fairen westlichen Anteil als östliche. Wie Naturgewalten muss man auch künstliche Gewalten wie wirtschaftliche Prozessgewalten hinreichend beherrschen und kontrollieren können und nicht einen Raum schaffen wo sie ungehindert sich aufbauen und dann wüten können. Aber beim Aufbauen gibt es eben wie die bei den Weißen Spekulanten im Bürgerkriegs-China kurzfristig Gewinnler mit viel Geld und Berater die am besten darin sind zu sagen man soll die Dinge einfach laufen lassen, statt zu verstehen und zu kontrollieren. Deutschland hat da noch die Rolle der Spekulanten und macht weiter destruktiven Außenbeitragsgewinn. Also vor allem die Kapitalseite. Die Industrie-Arbeitsseite aktuell schon eher nicht mehr. Das hängt aber auch mit den höheren Energiepreisen und damit der rückläufigen Kaufkraft in Europa zusammen. Und nicht nur weil wir die Kaufwilligen schon ausgesaugt haben. Noch gibt es ja die Target2 notenbank-schuldenbasierte Finanzierung für die ToBigToFail-Nachbarn. Aber dennoch wirkt das wohl schon mit. Und was passiert eigentlich wenn in Deutschland jemand an die Regierung kommt der die Target2 Bedeutung nicht richtig versteht oder gleich ein Saboteure ist? Bleibt Italien dann während dieser Angleichung durch den Freimarkt „ruhig“? Oder rollen die Richtung Berlin und Brüssel um die Europäische Einigung nachhaltig menschenrechts-konform zu vollenden. Naja das wäre als Roll-Reaktion dann der BestCase-Fall. Die Worst-Case-Fälle möchte ich hier nicht ausführen. Und die Kapitalseite propagiert Freimarkt meist immer nur solange wie sie nur wirtschaftlich tätig sind. Wenn die Macht auf sie hört oder sie gleich direkt welche haben werden sie meist vernünftiger und stellen aus ihren Familien genügende Mitglieder frei um doch mal zu prüfen, ob sie da echt vernünftig agitieren und/oder handeln. Dann entdecken sie wenn es sie lange genug noch gibt das Gemeinwohlziel der Stabilität. Und dann gibt es meist ein Goldenes Buch wie in Venedig um die neureichen die politisch noch nicht soweit sind und den Nicht-Reichen Rest natürlich von der Macht abzuhalten oder eben diejenigen die nicht Stabil-orientiert genug sind. Dann hat man aber eine mehr oder wenige nette Oligarchie. Das ist auch nicht so toll aus Sicht der, ihre politische Freiheit liebenden, Bürger der Mehrheit. Aber zumindest sind die Anteile und die Verwendungsrechte dann wieder hinreichend in Einklang mit der Stabilität des Ganzen. Und man feiert nicht mehr die Gewalten der Marktprozesse und möchte sich denen am liebsten gleich ewig verbrieft unterwerfen. Sehr zur Freude der Saboteure. Zwangssysteme wirtschaftlicher Freiheit wie sie die EU-Verträge leider teilweise etabliert haben, stehen aber genau für ein solches Berauben der Möglichkeiten sich den Marktgewalten entgegenzustemmen. Teils weil manche aktuelle Profiteure nur den kurzfristigen Vorteil sehen und sich sonst ihrer Begeisterung hingeben. Teils durch gezieltes ausnutzen dieser Profiteursmassen-Gewalten für eigene für uns destruktive Zwecke. Beim Hinweisen darauf muss man dann aber immer aufpassen, dass man keine Abwehrbegeisterung auslöst, für den einmal eingeschlagenen Weg. Also das Nachhaltig-Stabil-Lager hat in Deutschland aktuell keinen leichten Stand. Egal ob Links oder Rechts. Da herrscht noch die Begeisterung für den kurzfristig vorteilhaften, eventuell den eigenen Aufstieg herbeigeführten, kurzfristigen Weg vor. Kritik weckt da noch so lange Zorn, wie der Schaden durch diese Haltung noch nicht offensichtlich genug für hinreichend viele ist. Deshalb muss man da vorsichtig agieren. Man will ja als Fairer auch nicht dass die Begeisterten zu viel verlieren oder Probleme bekommen. Man will nur einen Richtungsschwenk Richtung Nachhaltigkeit zum Wohl Aller und zum Gemeinwohl.

Sein fair nachhaltiges Genug, besser gleich seinen fairen Anteil an Kaufkraft darf man als Gesellschaft(en) oder deren Machthabenden/Entscheidenden, eben auch nicht über den Markt andern zur Verfügung stellen, sondern nur das von dem man Überschuss hat, jenes muss man sogar anbieten, da dies den fairen oder gar fair-nötigen Anteil der andern darstellt. Wenn die/,man den nicht tolerierbar ertauschen darf, oder gleich geschenkt bekommt, muss man ihn sich menschenrechtfreies Völkerecht hin oder her eben nehmen (können), wenn man nicht verelenden oder gleich verenden will. Aber wir sind ja auch von diesem Völkerrecht mittlerweile begeistert und haben das sogar in die Verfassung reingesaut. Also sich das Fairnötige nehmen, weil die Tauschbedingungen nicht mehr tolerierbar sind, dürfen wir jetzt sogar nach unserem eigenen Recht nicht mehr, selbst wenn wir es „samten genug“ und nachhaltig könnten. Was ein geistiger Abstieg. Wohl von den selben Kräften begeistert mit herbeigeführt vor denen Schmoller schon warnte. Menschenrechtskonformes Nehmen wurde so gleichgesetzt mit rassistisch motivierter Vernichtung. Und Menschenrechts- und Zukunfts-freie Außenbeitragsjagt und das Verteidigen von unserem „Zuviel“ ist jetzt unsere begeisternde Agenda Nummer 1.

In Deutschland haben das leider noch zu wenige begriffen. Und man hat beim Wählen eher nur die Wahl ob diese Außenbeitragsjagt und das ZuViel-Verteidigen für alle „Wir-Hiers“, bis zum Zusammenbruch durch innere oder äußere Gewalten, möglichst Elend-Frei-Abläuft. Mit der SPD gibt es dabei weniger Elend, da die Union meint das innere Elend wäre als Antrieb nötig. Und sie die Dinge nicht hinterfragen will oder eigentlich gleich teils Spaß am Elend anderer hat. Die FDP spult nur ihren „Beschränken der staatlichen Umverteilungsmachts“-Plan, finanziert von einigen mehr oder weniger stabilen Oligarchen, ab. Die verbliebenen nicht Merz-Grünen sind spätestens durch Putin zumindest auf Bundesebene zu sehr von der Rolle und denken nicht mehr, sondern lassen sich nur noch von Zorn, Wut und teils gar fast schon Hass treiben. Oder von Ruinierungsfreudigen von Innen oder Außen. Die Linke hat, stand jetzt, ihre „Zus“ nicht im Griff. Die AfD ist weiter zu Rechts und zu Hayek. Bleibt das BSW. Das ist mir, stand jetzt, immer noch zu Anti-Militärisch und zu wenig „Putin-Stoppend ab wo’s fair ist“- aufgestellt, zum direkt wählen. Aber als pragmatischer Koalitionspartner durchaus nicht schlecht. Also aus meiner Sicht mit universell moralischem Selbstanspruch, ist auf Bund-Ebene wohl irgendwas mit (Schwarz, Rot, Grün und BSW) realistisch zu hoffen als Koalition nach der Wahl. Wobei Schwarz sich wohl wieder nach Möglichkeit drückt, wenn die SPD wieder mehr Stimmen haben sollte. Wenn Rot, Grün, BSW und Linke die Mehrheit hätten fände ich das als Wahlergebnis aber auf jeden Fall wünschenswert. Vor allem solange die Union weiter ElendNötig-Gläubig bis -Begeistert bleibt, anstatt mal vernünftige, menschenrechts-konforme, nicht zu/so Ungleichheit-fördernde „die andern Parteien treiben uns eh die Wähler zu; Nur bloß nicht wieder Erwirtschaften statt Verteilen ins Programm und zu viel SmileFace“-Politik zu machen.

Die hinreichend erhaltende Linke fehlt eben in Deutschland weiterhin als politische Kraft auch wenn das BSW etwas in die Richtung zu gehen scheinen möchte. Durch wen oder was auch immer. Aber zum Erhalten gehören eben auch hinreichend Waffen. Und zum linken Erhalten die Bereitschaft die auch tatsächlich für andere einzusetzen oder zumindest hinzuschicken.

Seit Merkel Obamas, als Vertreter der gesellschaftlichen Linken, Vorstoß zu international ausgeglichenem Außenhandel zusammen mit zu vielen andern 2010 mit Verweis auf den Freimarkt gestoppt hatte, ist das Thema international bei unseren Außenbeitragszahlern und Zulieferern bei der gesellschaftlichen oder gleich der allgemeinen Rechten und den stabilen Oligarchen gelandet. Und verhilft denen nun zur Macht. Wenn uns eine Rechte Allianz stoppt ist das meistens nicht gut für uns. Nur Roosevelt brachte mal eine humanere Wende unserer Bestrebungen. Da waren wir ja aber auch zur Vernichtungsrechten geworden. Aktuell sind wir nur überarbeitete bis zu Vorteilssüchtige Außenbeitragsjagt-Trottel, die sich vor jeden kulturelle Hegemonie-Projekt-Karren spannen lassen. Dabei aber zumindest den Westen auch mit immer weiter ins Unglück Exportieren bzw. in die China-Peripherie oder in die Oligarchie.

Ohne Gesamtüberblick kann man halt nicht vernünftig souverän sein. Und in einer Demokratie ist nun eben mal die Mehrheit der Souverän. Die hat aber leider keine Zeit mehr für, teils wohl auch kein Interesse an, einen hinreichenden Gesamtüberblick. Eventuell ist die Mehrheit hier auch zu Rechts dafür, über das Wohl des Außen zu entscheiden. Diese Macht haben wir aber zusammen mit den US-Bürgern seit 1990 mehr oder weniger umfangreich bekommen, wenn auch hinreichend wirklich nur zusammen.