Recherche Ergebnis: Wie kam das Ziel „Außenwirtschaftliches Gleichgewicht“ ins Stabilitätsgesetz von 1967

Ich habe mal nach der Arbeit (Programmierung mit KI) nochmal etwas selbst recherchiert: Mittlerweile hat der Bundestag selbst da eine historische kurze Rückschau dazu verfasst: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1967-05-10-stabilitaetsgesetz-505290
Da ist auch das Protokoll der Bundestagssitzung mit dabei verlinkt, bei der das Gesetz verabschiedet wurde. Das basierte laut der Rückschau auf einem Gesetzesentwurf zur Förderung der wirtschaftlichen Stabilität noch von der Regierung Erhardt 1966. Da stand beim magischen Viereck aber noch kein "stetig" beim Wachstum. Bei dem Protokoll der Bundestagsreden vom 10.5 ist auch ein Herr Ravens "https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ravens" vermerkt, der erwähnte, dass die SPD bereits konjunkturpolitische Maßnahmen in einem eigenen Gesetzesentwurf 1956 eingebracht habe: Gesetzesentwurf zur Förderung eines stetigen Wachstums der Gesamtwirtschaft (dazu habe ich aber noch nicht den Text gefunden)

Daraus wurde dann 1967 "Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft" (mit dem stetig vor dem "und angemessenes Wirtschaftswachstum").

Laut dem Protokoll hatte auch ein Herr Stein von der CDU gemeint, dass das magische Viereck zunächst ein magisches Dreieck gewesen sei. Anscheinend meint er dass das Ziel des Wachstums erst später hinzukam.

Der Begriff "magisch" scheint übrigens in den 1950ern vom Magischen Viereck des Projektmanagements rüber geschwappt zu sein. "Außenwirtschaftliches Gleichgewicht" war wohl schon Bestandteil des magischen Dreiecks.

Im Wikipedia-Artikel zum "Magischen Viereck" hatte auch jemand schon 2009 mit Fußnote zu einem Buch von Herrn Bofinger geschrieben, dass das Gesetz auf Anfang der 1960er zurückgehen würde. Den Autor dieses Abschnittes im Wiki-Artikel habe ich auch mal recherchiert und angeschrieben. Der meinte aber er hätte das nur aus dem Buch von Herr Bofinger übernommen gehabt, mehr wüsste er auch nicht.

Das Buch von Herrn Bofinger habe ich mir dann auch mal gekauft. Da ist erwähnt, dass das Viereck zum ersten Mal im Gesetz über die Bildung eines Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von 1963 in ein Gesetz gewandert ist. Also noch unter Adenauer. Von dem habe ich aber mal gelesen, dass er gegen den Sachverständigenrat war, da er meinte so würde man sich nur eine "Laus in den Pelz" holen.

Also so kam das Staatsziel "Außenwirtschaftliches Gleichgewicht" ins Stabilitätsgesetz.

Mittlerweile wird es ja praktisch nicht mehr berücksichtigt.
Von dem magischen Viereck ist im Euroraum einzig die Geldwertstabilität als Ziel in der Institution der EZB auf eine supranationale Ebene gehoben worden. Gleichzeitig wurden durch die EU-Verträge zum Binnenmarkt fast alle politischen Werkzeuge zur Behebung von Außenwirtschaftlichen Un-Gleichgewichten auf nationaler Ebene verboten, ohne einen nicht an die Zustimmung aller geknüpften Ersatz dazu auf supranationaler Ebene zu schaffen.


Dadurch kann man die andern beiden magischen Ziele "stetiges und angemessenes Wachstum" und "Vollbeschäftigung" ungebremst auf Kosten seiner Euroraum-Nachbarn verfolgen. Also ein ungebremster Standortwettbewerb. Und dass die Lage da ein Vorteil/Nachteil sein kann, schrieb schon Max Weber in "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus". Und das wir mit der Osterweiterung und vor allem damals noch mit dem billigen Gas aus Russland einen Vorteil hatten ist ja offensichtlich.

Es wird ja gerne darauf verwiesen, dass wir den Euro ja gar nicht wollten. Und die Griechen sogar geschummelt hätten um rein zu kommen.

Wenn dann aber Verfassungsspezialisten, wie die Fellows of James M. Buchanan in zentralen deutschen EU-Berater Gremien wie der Kangaroo Group zu brisanten historischen Zeiten auftauchen, die man eigentlich dann holt wenn man nicht ganz so mit universell moralischem Selbstanspruch an die Vertragsarbeit ran gehen will, zeigt dies aber in eine andere Richtung. Und diese "Fellows" sind ja durchaus sehr sichtbar aktuell CDU nah.

Aber dazu habe ich ja in meinem Blog schon einiges geschrieben, seit dem ich diese Fellows 2019 entdeckt hatte. Habe ich ja immer noch fast ein Alleinstellungsmerkmal bei der Berichterstattung drüber. Über die "stabileren" Nachfolger um Patrick Deneen schreiben ja nun mehr Leute. Aber das ist ein anderes Thema. 🙂

Mit dieser Recherche liest sich die aktuelle Zielsetzung der aktuellen Bundesregierung: „Neues Wachstum und gute Arbeit“ auch etwas zu Außenbeitrags-freudig. Stabilität war gestern?

Man sollte aber auch das alte Ziel bedenken die Arbeiter (Nicht-Reichen) gegeneinander auszuspielen, für „Back to Old-Whigs“ (Das geht mit Deneens Regime Change und vielleicht einer Byrd-Machine durch Teil-Kollektive die „Sorgen“ haben).

Und Sabotage von außen, wenn der Westen+ Europa sich streiten, freut sich jemand Drittes, als Motiv, Trittbrettfahrer, sollte man auch bedenken.

Oder ein KW (oder ein unbewusstes KI-Subziel) macht ein weltweites destruktives Jeder gegen jeden draus.

Zur Lage der Dinge in Januar/Februar 2026

Mal gerade die Rede von Kanzler Merz bei Davos 2026 angeschaut.

Der hat echt mal den EU-Mercosur-Handelsvertrag als fair und ausbalanciert bezeichnet.

Ich befürchte mal das war das erste Mal, dass er sich überhaupt mal zur Verkündung der Einhaltung dieser beiden Richtlinien genötigt sah.

Das haben wir den Grünen und der Partei die Linke bei der EU-Abstimmung zur Mercosur Abstimmung mit zu verdanken. Und immerhin einer SPD-EU-Abgeordneten beim Stellen des Antrags.

Begründet hat Merz sein Urteil als fair und ausbalanciert freilich nicht. Er fordert ja immer einfach nur Vertrauen und Schnell. Schnell wieder anbieten. Als ob die Nachfrage von selbst passen würde.

Außer in ein paar Blog-Beiträgen wie diesem hier, wird wohl auch wieder erstmal keiner Merz zu einer Begründung auffordern.

Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die EU-Abstimmung nur durch die Stimmen der AfD die nötige Mehrheit fand.

Das nutzen natürlich wieder etliche, leider auch aus der SPD, um vom Fall der Brandmauer zur AfD durch Linke und Grüne im EU-Parlament zu trommeln. Also ob die das vorher hätten wissen können. Oder schon so einen Antrag deswegen gar nicht erst hätten stellen sollen. Ein Antragsteller ist nicht dafür verantwortlich wer ebenfalls für den Antrag stimmt, außer er hat es vorher herbeiverhandelt. Das dürfte hier aber kaum der Fall gewesen sein.

Also da ich für begründet faire, nachhaltige, sozial und ökologisch und von der Sicherheit her ausbalancierte Handelsverträge statt für plumpe Freimarkt-Ideologie Verträge bin, finde ich das Wahlverhalten der grünen, und linken deutschen EU-Abgeordneten sehr zu begrüßen. Allerdings gilt zu bedenken:

Wenn eine parlamentarische Mehrheit nur durch (extrem) rechte Stimmen gehalten werden kann, muss man tatsächlich ganz genau prüfen, ob man nicht eine Neuabstimmung anbieten sollte. Es muss schon hinreichend nötig, fair und wirksam sein, um solche Mehrheiten aufrechtzuerhalten zu wollen. Die fanatischen Gewinnler-Freimarkt-Trommler zu begrenzen ist zwar wichtig und nötig, aber durch diese EU-Gerichtshof-Prüfung wohl kaum zu erreichen. Also, gute Wahl der EU Linken und – Grünen aber ich würde in dem Fall eher anbieten, dass nicht mit AfD Stimmen aufrecht erhalten zu wollen.

Das liefert sonst, ohne echten Nutzen, nur Munition für die Außenbeitragssammler, die Freimarktideologen, die Saboteure für Schuldzuweisungen, dass man bei der Arbeitsplatz-Jagt oder der Jagt nach Profit im Wege stehen würde. Da kann man schnell aufhetzende Stimmung machen und die Kapitalseite kann ja jederzeit tatsächlich für weniger Arbeitsplätze sorgen oder mal etwas auf Gewinn in Mercosur verzichten, um auch ein entsprechendes Ergebnis zu schaffen. Also da sollte man schon sehr vorsichtig sein.

Wobei wir aber natürlich genug Handel brauchen. Wir in Deutschland und eher auch die ganze EU sind halt auf hinreichend viele Importe von Rohstoffe angewiesen. Für die müssen wir fair und Sozial- und Umwelt-verträglich arbeiten dürfen (oder sollten sie uns in fairem Umfang – zumindest in fair-genügendem – einfach fair nehmen können wenn die Arbeitsbedingungen nicht mehr akzeptabel sind, aber dafür braucht man genug Waffen, vor allem auch atomare, das ist aber ein anderes Thema) und sollten auch darauf achten gute Leistungen erbringen zu können. Und da kommt es wirklich auf die Wettbewerbsfähigkeit an, damit man auch fair ausgewählt werden sollte und kann. Aber eben nur für den fairen Anteil und nicht für so viel wie möglich. Auch noch mit unfairem Vorteil durch die Lage, Größe usw.. Da hat ja schon Max Weber in „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ drauf aufmerksam gemacht, dass die Lage im Standortwettbewerb eine Rolle spielt. Nachdem ich da hunderte von Male, vor allem in der SPD drauf hingewiesen habe, dass wir nicht einfach versuchen dürfen soviel wie möglich zu erwirtschaften, auch nicht was die Anzahl der Arbeitsplätze angeht und der damalige Kanzler Scholz dann trotzdem vor der EU-Wahl 2024 wieder nur dafür getrommelt hatte, dass man zu uns ziehen soll um in unserem Team mitzuarbeiten, hatte es mir dann gelangt und ich habe mal die Grünen in der EU gewählt. Da hatte deren ihre Spitzenkandidatin zumindest mal eine minimale gemeinsame Grundsicherung in der EU gefordert. Bei der Bundestagswahl hatte ich wegen AktuellesVölkerrechtÜberAlles-Baerbock und Co. bei den Bundes-Grünen aber dann doch wieder die SPD gewählt. Wobei, durch das Thema „Keine Sanktionen unter das Existenzminimum“ liegt jetzt die Partei die Linke insgesamt mal und erstmals nach meiner jeweiligen Einschätzung am nächsten an meiner Gesamtposition. Also würde ich die jetzt wählen, wenn aktuell Bundestagswahlen wären. Egal in welcher Partei ich gerade bin (SPD).

Aber zurück zur EU. Also es ist schon wichtig wen mal wählt, deshalb sollte man die wählen die am nächsten an der eigenen Haltung aktuell dran sind. Bzw. von denen man das meint. Und sich nicht zu sehr nach seinem (aktuellen) Parteibuch richten. Parteiarbeit besteht immer aus 2 Schritten: Ringen um die politische Positionierung der Partei. Und dann dem Wahlkampf von denen die sich Partei-intern durchgesetzt haben. Beim Auf- und Abbau von Wahlkampfständen kann man aber ruhig trotzdem helfen wenn man darf und weiter mit ringen will. 🙂

Und noch weiter zurück zum EU-Mercosur-Handelsvertrag. Wenn man den Freimarktvertrag nennt und dann auch noch fanatisch für Freimarkt trommelt, denkt man entweder, dass man im gemeinsamen freien Handel einen Vorteil hat, den man dann „frei“ voll ausspielen kann. Das ist aber meist nicht nachhaltig.
Oder man hat die Wichtigkeit der steuernden Wirkung der Nachfrage nicht verstanden. Mag ja sein, dass die individuelle Nachfrage gesamt cleverer ist, als die gemeinschaftliche oder repräsentative durch den Staat.

Aber es sollte besser schon jedem klar sein, wie wichtig die Nachfrage ist. In Adam Smith Gleichnis von der unsichtbaren Hand die alles zu ziehen scheint, ging es eben nicht nur um den Ersatz von Zwang (ziehen) durch Anreize (mehr oder weniger unmittelbare Freiwilligkeit). Sondern auch um die Hand die steuert. Dieser Hand folgen beim Erstellen des Angebots alle. Sie steht nämlich für die Nachfrage. Aber wo eine bewegende Hand ist, ist meist auch der Kopf nicht weit weg. Der ist dafür verantwortlich eine Nachfrage wie sie sein sollte sich auszudenken und dann die Hand entsprechend zu lenken. Beim hinreichenden Anreizen. Dafür braucht der Kopf aber Zeit. Aber da fast jeder nicht nur nachfragt sondern auch anbieten muss in einer Marktgesellschaft, konkurriert die Zeit zum Ausdenken der passenden Nachfrage mit der Zeit zum Anbieten. Deshalb müsste eine nachhaltige Marktgesellschaft vor allem auch darauf achten, dass der Wettbewerbsdruck nicht die Zeit zur Generierung der passenden gesamt Nachfrage auffrisst. Dafür braucht es schonmal hinreichende Regeln. Regulation also. Die hassen die Berater von Merz und Co. aber ja scheinbar allgemein. Der Markt soll sich komplett frei entfalten können. An die Nachfrage denkt da keiner. Ob Merz es schafft sich von diesen Beratern hinreichend zu lösen? Nun ja hoffen darf man ja. Und die SPD lässt sich aktuell mehrheitlich gerne von der Aussicht auf Arbeitsplätze verführen. Und da hat Deutschland halt einen unfairen Vorteil durch seine Lage und Größe. Den kann es im Freimarkt voll ausspielen. Zumindest bis es der andern Seite zu bunt wird (Ja es gilt halt eben leider historisch bisher Braun First, wenn es ums gewalttätige oder beschränkende nationale Aufbegehren von weniger Lage-Begünstigten geht). Wie jetzt in den USA und auch schon in Teilen der EU wenn auch eher nur unter vorgehaltener Hand (die sind halt keine Supermacht). Oder die andern haben kein Geld für unnötige Produkte mehr, sondern liefern nur noch günstig Rohstoffe. Das nutzt zwar auch, aber liefert keine Arbeitsplätze mehr. Und die Lohnabhängigen brauchen wieder neue Arbeitsplatzerntestaaten oder hängen wieder von den Reichen ab. Natürlich dann nicht im Rahmen einer international vereinten Arbeiterschaft, sondern als diejenigen die bisher den andern unfair die Jobs weggeschnappt haben.

Aus all diesen Gründen kann ich nicht für Freimarktverträge wie Mercosur, dem Namen nach und nach meinem Kenntnisstand auch dem Inhalt nach, sein.

Also wenn Merz wirklich meint, der Vertrag wäre unter Berücksichtigung all dessen was ich gerade geschrieben habe, tatsächlich fair und ausbalanciert, in dem Sinne was ich darunter verstehe, soll er das begründen. Dann prüfe ich das.
Und wenn ich meine, dass er Recht hat bin ich dann für solch einen Handelsvertrag. Aber an unbedingtes Vertrauen appellieren zu wollen ist schon sprichwörtlich ein schlechter Rat: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Also nach meinen Ordnungsvorstellungen schaut man, dass man mit Gleichgesinnten hinreichend fair viel von allem hat. Und lässt von einer vernünftigen und fairen Nachfrage angetrieben die Marktkräfte zur Erstellung des Nachgefragten wirken. Beim Rest schaut man, dass die nach Möglichkeit auch fair-genug bis fair-viel haben, beschränkt sie aber auch hinreichend soweit fair und nötig nach sozialen, ökologischen, Sicherheits- und Zukunftsorientierten Gesichtspunkten.

Und man versucht auch selbst nicht mehr als den fairen Anteil (fair-bedarfsgerecht-gleich) zu behalten. Das wäre auch mit Blick auf Russland besser, um zu entscheiden, was denen nach der eigenen Meinung eigentlich zusteht. Neben der Frage wer eigentlich zu denen möchte und wieviel Land denen zusteht. Aber wir orientieren uns ja aktuell am Zar-isch geprägten Prinzip des „man darf sich nichts wegnehmen lassen“. Und: „Wenn derjenige der hat, nicht freiwillig rausrückt, sind wir auf dessen Seite. Egal wie fair oder unfair und eventuell zu teuer für alle“. Aus Ideologie und Vertragstreue. Wenn auch wohl manche das nur aus Gewinnler-Sucht machen. Oder um Trump einen BigPoint als hierbei einzig vernünftig erscheinender Akteur zu servieren.

Ansonsten muss man mit Blick auf die aktuelle Weltlage mal sehen wie es unter Trumps-Friedensrat mit Gaza weitergeht. Zumindest wird da aktuell nicht mehr großflächig weg-gebommt.

Man bräuchte eben einen hinreichend mächtigen Wächterrat, der dafür sorgt, dass es international unter sozialen, ökologischen, Sicherheits- und Zukunftsorientierten Gesichtspunkten passt. Wieder darf man hoffen, dass aus dem Trump-Rat sowas wird, aber man darf auf so einiges hoffen, wenn die Umstände sind wie sie sind. Der Wächterrat im Iran ist aber leider sagen wir mal vorsichtig, eher was für ein Kloster voller Gleichgesinnter, wo jeder jederzeit raus darf. Aber fair und human hinreichend begrenzt.

Trump kritisiert jetzt zumindest auch mal ICE wenn die jemand einfach so killen, aber erstmal (fair) hinreichend stoppen tut er sie nicht. Und Worte wie Moral und International nimmt er jetzt auch mal in den Mund, sonst würde ihm und uns wohl auch bald zu viel zu wahrscheinlich um die Ohren fliegen. Aber wieder darf man hoffen, dass er jetzt moralisch in dem von mir beschriebenen Weise wird. Für die Armen in den USA tut er aber aktuell weiter noch zu wenig. Das war bei seiner ersten Amtszeit noch besser. Grönländer Zwangs-Amerikanisieren wird er aber wohl auch nicht. Hoffe ich mal zumindest.

Und in Deutschland, geht jetzt, nachdem 2005 die Total-Sanktionsregeln der alten Arbeitslosenhilfe in der neuen Grundsicherung in Harz 4 auch auf die alte Sozialhilfe übertragen wurde, die „GenugFürAlle“ Abwehrschlacht gegen (unnötige oder unfaire) „Sanktionen unter das Existenzminimum“ in die nächste Runde. Genau bis zu den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Bis 2005 galt: Wer als Arbeitslosenhilfe-Bezieher Arbeit verweigert, kann dort total sanktioniert werden und in die geringere Sozialhilfe zurückfallen. Also das Existenzminimum war weiter gesichert. Zumindest ist das mein Kenntnisstand über die jüngste Vergangenheit. Dann hat Rot-Grün die Sanktionen der Arbeitslosenhilfe auf ALG2 übertragen. Seitdem gab es bis zu einem Bundesverfassungsgerichtsurteil 2019 erstmals Sanktionen unter das Existenzminimum. Und dann wieder seit 2023 durch die Ampel. Das soll jetzt durch Schwarz-Rot noch verschärft werden. Leider trommeln da zu viele in der SPD dafür. Also das „Genug für Alle“-Lager kann unnötige und/oder unfaire Existenzvernichtungen, noch dazu im Inland, nur tolerieren solange es muss. Das ist eine rote Linie die Gesellschaften nur selten überschreiten. Mit meiner Vorstellung der Freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist das nicht zu vereinbaren. Wirklich schlimm, dass von den Ü5%-Parteien da nur die Partei die Linke und teils die Grünen dagegen trommeln. Die Grünen haben diese rote Linie aber eben bisher jedes Mal, wenn sie mal an der Macht waren mit eingerissen. Und waren dann, welche Überraschung hinterher nicht mehr an der Macht. Wobei sogar die Union bis 2000 immer vor Sanktionen unter das Existenzminimum zurückschreckte. Das ist eben ohne fair-hinreichenden Grund auch eine schreckliche politische Tat, die eigentlich nur von extremistischen Regimen angewendet wurde und wird. Oder von fanatischen. Und das ist die SPD leider teils zu sehr aktuell in Bezug auf diese Sanktionen unter das Existenzminimum und die Jagt auf die Arbeitsplätze des Außen.

Zum Schluss könnte man nochmal einen Scanner für den Gesamt-Überblick über künstliche Willen mit K(E)I-Zugang anregen. Und einen Gesamt-Überblick über die Unter-Ziele von LLMs – KIs beim Erfüllen der menschlichen Ziele. Naja und schonmal eine Ethik für ein gutes Zusammenleben zwischen (gleichschlauen) KWs und Menschen. Und einen Plan, zur hinreichend zügigen Umsetzung, um mit etwaigen schlaueren KWs hinreichend schnell wieder gleichziehen zu können.

Natürlich sind weiter im Sudan, nun wieder in Syrien und in zu vielen andern Weltgegenden die Dinge auch nicht so wie sie sein sollten, aber da belasse ich es jetzt wieder aus Zeitgründen beim allgemeinen Appell, dass mal hinreichend viele (zukünftig) dafür sorgen sollen, dass es überall dort wo es noch nicht so ist wie es sein sollte, es auch wird wie es sollte und dass es beim Rest nicht unter die rote Linie beim „Wie es sein sollte“ rutscht.

RKSLP-Aktivitäten- Jahresrückblick 2025

Wie angekündigt hatte ich dieses Jahr nur noch alle zwei Monate einen Standard-Beitrag geschrieben „Zur Lage der Dinge“ und eine Live-Sendung gemacht, um noch mehr Zeit zum Zusammenfassen und Vermitteln usw. zu haben. Allerdings übersetzte ich jetzt meinen Standard-Beitrag auch noch mit KI ins Englische und veröffentliche das bei Substack.


Beim online Attac Frühjahrsratschlag und beim Herbstratschlag in Hannover 2025 war ich mit vor Ort.

Bei 20 Jahre Saar-Lor-Lux Internationale (SLLI) im Europahaus Otzenhausen im Saarland war ich Ende April.

Am 1.Mai war ich wieder in Pirmasens bei der DGB-Kundgebung.

Und beim Pfalz-Treff 2025 der SPD war ich.

In Kaiserslautern war ich bei ein paar sozialen, linken Vorträgen und bei ein paar sozialen Kulturveranstaltungen. Und beim CSD Kaiserslautern war ich zur Unterstützung mitgelaufen.

Und bei der GWÖ-Sommerwoche in Karlsruhe war ich für einen Tag.

Ebenso auf ein paar DL21 (online) Veranstaltungen (eine war im Schwarzwald).

Beim Anti-Faschistischen Stadtrundgang in Neustadt war ich 2025 auch mal.

Und bei Veranstaltungen der Europa-Union, vor allem lokal (da bin ich jetzt mal Kassenwart; auch mal Orga-Beitrag).

Bei 2 Veranstaltungen der Saarländischen Demokratie Stiftung war ich als Zuschauer und hatte auch jeweils einen Grund eine Frage zu stellen. Und auch mal bei einem Vortrag der Akademie der Evangelischen Kirche Pfalz. Bei einer Attac Saar Veranstaltung Ende des Jahres war ich auch noch.

Und noch bei einigen andern (online) Veranstaltung der sozialen Bewegung war ich als Zuschauer.

Ende des Jahres war ich dann vor allem wieder im Rahmen meiner Möglichkeiten gegen Sanktionen unterhalb des Existenzminimums aktiv. Wobei für konsequent Erhaltungsorientierte eben auch hierbei gilt, solange man nicht sicher ausschließen kann, dass man Existenz-vernichtende Sanktionen (auch bei Arbeitsverweigerung) irgendwann mal braucht/hinreichend wahrscheinlich wirksam findet und man nicht ausschließen kann, dass man dann eine solche Sanktion fairer Weise auch anwenden sollte, kann man solche Sanktionen nur kategorisch ausschließen, für unnötige oder unfaire Fälle. Sollte man zum Beispiel wenn 5 Menschen einigen Kindern aus niedrigen Beweggründen nicht helfen (also eine ganz banale, einfache, ungefährliche Hilfsmaßnahmen) die deshalb qualvoll sterben und man fast sicher weiß, dass 4 Übrige helfen würden, wenn einer zuvor entsprechend sanktioniert wurde. Ist es dann illegitim aus 5 4 zu machen? Also illegal wäre es aktuell wohl ziemlich sicher soweit ich weiß. Aber aktuell legal heißt nicht automatisch generell legitim.
Also in Deutschland würde von den 5 auch bei der Neuen Grundsicherung wegen seiner Nicht-Hilfe verhungern/ seiner Existenz beraubt. Aber wenn einer von den 5 ALG2 bräuchte und nicht jede noch als zumutbar eingestufte Arbeit annimmt, dann darf seine Existenz laut dieser neuen „Regel“ vernichtet werden und wenn keiner privat eingreift könnte er wohl auch verhungern. Oder gibt es wieder Anti-Hungergutscheine nach freiem Ermessen durch den Betreuer? Also ohne festen Anspruch für die Betroffenen. Einfach nicht zu fassen, dass ohne Not unter das Existenz-Minimum sanktioniert werden darf und jetzt auch noch mehr der Fall sein soll. Und dass das dann auch noch als gerecht von einigen in der SPD darzustellen versucht wird. Von der Union dann als nötiger Anreiz für unnötige Tätigkeiten verkauft. Echt nicht mehr zu fassen. Von 1946 bis 2000 wäre sowas undenkbar gewesen in Deutschland. Wo kommt eigentlich diese ganze blinde Vernichtungswut wieder her?