Zur Lage der Dinge in Juli/August 2026

Nun rollen ja wieder zeitnah mehrere Wahlen auf uns zu. Die Midterms in den USA, Parlamentswahlen in Israel, Landtagswahlen in einigen Ländern im Osten von Deutschland, Kommunalwahlen in Niedersachsen bis hin zur Oberbürgermeisterwahl hier in Pirmasens. Die letzten Wahlen in Lateinamerika gingen ja fast alle an Rechts bis Zu Rechts. Nur in Ungarn gab es einen Wechsel von Rechts nach, naja, Mitte-Rechts. Im Osten Deutschlands ist ja vor allem in Sachsen-Anhalt eine absolute Mehrheit für die zumindest zu wahrscheinlich weiterhin auch dort zu rechte AfD zu befürchten. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen dürfte die AfD auch weiter zulegen, aber wohl eher nirgendwo die exekutive oder parlamentarische Macht übernehmen, in Pirmasens wohl hoffentlich auch nicht. Das liegt auch daran, dass die Koalitionsparteien CDU und SPD weiter einfach auf Über-den-Markt-So-Viel-Wie-Möglich-Bekommen-Wollen-Egal-Ob-Individuell-,-Kommunal-,-AufLänderEbene-,-AlsDeutschland-Oder-AlsEuropa setzen. Dann aber bloß nichts, bzw. nur das fürs Existenzminimum oder hoffentlich zumindest bei der Mehrheit in den beiden Parteien noch das Würde-Minimum nachträglich, staatlich umverteilen, für diejenigen, die über den Markt wenig bis zu wenig, warum auch immer abbekommen hatten, oder die (wohl eher unfreiwillig), ohne hinreichend bis gar nicht entlohnte Markt-Nachfrage, die Arbeiten erledigt haben die sie für sich, andere oder das Allgemeinwohl nötig oder fair hielten, statt nur bezahlten Markt-Angeboten nachzugehen. Und auch ja nicht aktiv in die Verteilung der Wirtschaftskraft, also die primär Verteilung, eingreifen, sondern alles der freien Interessen basierten Wahl, der Kapitalseite überlassen. Egal wie wenig die regionale Chancen-Ungleichheit, historisch gewachsen oder Kontextbedingt (z.B. Lage/Größe), dadurch unberücksichtigt gelassen oder gar noch verstärkt wird. Innerhalb von Deutschland wird da zwar noch mehr gegen diese Chancenungleichheit getan, auch von CDU und mehr noch der SPD teils, als auf europäischer oder gar weltweiter Ebene, aber trotzdem nehmen die Unterschiede im Lebensstandard und der Wirtschaftskraft eher weiter zu (ist zumindest mein Eindruck und ergibt sich auch mit Blick auf die Statistiken). Jenseits der Ballungsgebiete gibt es zwar mehr bezahlbaren Wohnraum, aber eben weil die Jobs und damit die zahlungskräftigen Bürger in die Ballungsgebiete abgewandert waren und diese Ungleichheit bestehen bleibt. Die CDU präsentiert sich ja unter Merz noch stärker wirtschaftsliberal und neoproprietär als zuvor, von der kommt da zumindest vom Bund kein sonderlich ausgleichender Impuls, zumindest habe ich da noch von keinem gehört. Und der „partei-linke“ Personalvorschlag für das Amt des CDU-Generalsekretärs von Merz kann ja jederzeit wieder vom CDU-Bundesparteitag einkassiert werden. Das hat Herr Merz eventuell eh schon so einberechnet in seine aktuelle Umgestaltung von Kabinett und Partei. Linnemann als Wirtschaftsliberaler, der bisher eher vor allem antisozial aufgefallen ist, kann er direkt, nach Absprache, als neuen Gesundheitsminister bestimmen. Und auch die SPD trommelt vor allem für Arbeitsplatzsicherung vom übergreifenden Kuchen, ohne auf die Frage regionaler Chancengleichheit ernsthaft einzugehen. Da geht es zusammen mit den Gewerkschaften dann auch meist um mehr für die eigene Gruppe oder Region. Über den Markt. Und über den Staat: Bloß keine Belastung. Ist wohl kein Wunder wenn vor allem jenseits der (wirtschaftlichen) Ballungsräume und Speckgürtel die AfD gewählt wird. National und Regional ist die ja wie die Trump-Regierung weniger liberal was Außenwirtschaft angeht, zumindest wenn das nachteilig wäre. Diesen Elfmeter für Wahlerfolge überlassen zumindest CDU und SPD der AfD. Das ist wenig nachvollziehbar, außer vielleicht von einigen bewusst damit es normal wird, dass mit der AfD oder durch die AfD regiert wird. Spätestens jetzt wo die unverdienten Vorteile im internationalen Standortwettbewerb „billiges Gas und Öl aus Russland“ von Deutschland nach China durch den Russland-Ukraine-Krieg abgewandert sind, ist weiteres Festhalten am Freimarkt auch bei ungleichen Bedingungen im Standortwettbewerb, wo denn produziert wird, auch für uns langsam auch schon unmittelbar fatal und nicht erst durch den Schaden den es bei unseren Nachbarn und Partnern anrichtet. Auch wenn wir in der „Nato-Welt“ immer noch einen unverdienten Vorteil da haben. Also da wird der andere AfD-Elfmeter „Umgang mit Russland“, wir halten eben am zaristisch-proprietären Völkerrechts-Besitzrecht auch dann fest wenn es gegen Russland unfair bis unfair-existenzbedrohend in der Wirkung ist und spätestens damit uns auch unnötig-ideologisch der Gefahr des atomaren Niedergangs näher bringt – da Positionieren sich die Grünen dann besonders auch Anti-Angriffs-Ideologisch „ungüstig“ ;aber ab dem fairen Anteil muss Russland tatsächlich gestoppt werden von der Nato mit uns-, mit dem schon zuvor genannten „Ideologisch Wirtschaftsliberal/Nur Aufs Heute Schauen“ – Elfmeter auch noch kombiniert. Zusammen mit dem US-Trump-Regierung-Als-Unterstützer-Bonus, ist das wohl für viele zu verlockend, als nicht (zu) rechts zu wählen. Die beiden mehr oder weniger linken Parteien „Die Partei die Linke“ und das „BSW“ sind eben entweder zu anti-militärisch oder sonst zu links Zu-Nahr, um hier diese Elfmeter selbst hinreichend auf sich ziehen zu können. Lieber eine Partei mit Haltungs-, Vernunfts-mängel zu wählen als (zu) Rechts, dazu können sich viele eben nicht überwinden. Hoffentlich nicht zu viele. Wir brauchen mal eine hinreichend mängelfrei nicht rechte Alternative. Obwohl die AfD wohl nicht nur ihr zu-Rechts-sein aus Nicht-Rechter-Sicht als Problem hat, sondern auch hinreichende Vernunft da zumindest nicht sicher genug vertreten sein dürfte. Aber ich bleib beim Schwerpunkt auf „DieSindZuRechts“ beim Beschreiben der AfD. Wobei die AfD genauso wie andere „Zu“-Parteien, ein eigenes, hinreichend Begrenztes Parlament bekommen sollten, wenn sie zu viele Wählerstimmen bekommt. Das wäre auch besser als sie einfach zu verbieten. Und von Blockaden bei Bundesparteitagen halte ich gar nichts, Grundrechte müssen auch für „Zus“ gelten. Wobei die Intention aber natürlich aus Wertesicht zu verstehen ist. Aber verstehen heißt nicht gleich gut finden.

So viel zu den Wahlen in Deutschland. Da wir politisch nicht wirklich zu den „Alphamächten“ zählen, militärisch, vor allem atomar, nicht mal als EU, sondern nur im Rahmen der NATO, und da nur wegen der USA, die auch alleine Mit-Alpha ist, sind aber natürlich vor allem die Midterms-Wahlen in den USA auch für uns sehr wichtig. Und zumindest indirekt im besonderen auch die Wahl in Israel. Wenn die Israelis ihre zu Rechte aktuelle Regierung abwählen würde, würde das den aktuellen (zu) Rechtsruck im US-NATO Block schon hoffentlich zumindest stark abschwächen bis wieder umkehren helfen. Man kann ja verstehen wenn vielen Israelis Obamas Iran-Atom-Deal kritisch gesehen haben. Und die Umsetzung der Forderung dass kein Staat angereichertes Uran besitzen darf , der die Existenz ihres Staates nicht anerkennt, können die auch durchaus militärisch herbeiführen. Aber es kommt eben aufs wie an. Einfach mal das amtierende Staatsoberhaupt wegbomben und dabei auch jede Menge weitere Tode und Versehrte in Kauf zu nehmen und zusammen mit der Trump-US-Regierung einen Krieg mit teils, wenn wohl auch hoffentlich nicht wirklich ernst gemeinten, extremen Drohungen zu starten der dann gleich noch fast die ganze Welt in eine Energie-Krise stürzt ist an sich schon an sich zumindest „So-Wohl-Dann-Auf-Alle-Fälle-Besser-Nicht-Bis-Auf-Keinen-Fall“- Urteils wert, um es mal zurückhaltend auszudrücken. Wenn man aber auch noch gerade eine andere Region, Gaza, von der zumindest die eigenen Rechts-Religiösen immer noch meinen, Gott hätte sie ihnen zum Erobern versprochen, total zerbombt und die Menschen bewusst dort hungern, teils verhungern, gelassen hat, wenn auch nach einem Massaker der Hamas von dort in Israel mit anschließender Geiselhaltung, und man als Linker/Nicht-zu-Rechter oder Betroffener schon froh sein konnte und weiter kann, wenn die Bevölkerung dort zumindest nicht vernichtet oder komplett vertrieben wird, ist die aktuelle Regierung in Israel wirklich zu rechts und wird hoffentlich Ende Oktober durch eine zumindest nur noch Mitte-Rechts Regierung, die solche zu rechten Extreme unterlässt abgewählt.

Im Moment sieht es ja bei den Umfragen für die US-Midterms durchaus so aus, als könnten die Demokraten im Kongress wieder in beiden Kammern/Häusern (oder wie das dort heißt) die Mehrheit übernehmen. Die Trump-Regierung mag zwar eventuell/hoffentlich weniger zu rechts sein als die aktuelle israelische. Aber nach Innen setzt Trump zu wenig auf zumindest soziale Grundsicherung, aktiv gegen Ungleichheit erhofft man sich ja eher schon erst gar nicht bei ihm, vor allem in seiner 2.Amtszeit, das war während der ersten Amtszeit noch besser. „Aus Innen“ schiebt er unnötig viel ab und lässt dabei ICE viel zu viele teils tödliche Freiheiten. Außenpolitisch kann man wohl hoffentlich zumindest hoffen, dass er Israel die Gaza-Bewohner nicht vertreiben oder gar vernichten lassen würde, dass was er aktuell zulässt kann man zwar auch zumindest zu sehr als Ethnozid betrachten, aber eher in der Zielsetzung, dass kann man später wieder korrigieren. Das wäre auch für alle besser die Israel gerne als humanen Staat mit einer humanen Gesellschaft haben wollen, wie mich. Der Iran-Krieg ist schwierig. Israel wollte und will wohl die 2.Amtszeit von Trump nutzen, um den Iran militärisch zu schwächen und am besten gleich ihre Urananreichungslager und Uranbestände beseitigen/in Gewahrsam nehmen. Ist wie gesagt, dadurch, dass der Iran Israel das Existenzrecht abspricht zumindest an sich nicht verwerflich. Aber zumindest den eingesetzten Mitteln hätte ich zumindest, zumindest stand jetzt und damals vom meinem Wissen her, nicht zugestimmt. Wahrscheinlich waren die Mittel, auch wenn man alle Einzelheiten kennt verwerflich. Welche Wirkung es noch entfaltet, dass Iran und jetzt auch die Huthi die internationale Energieversorgung durch ihre Angriffe auf Schiffe gefährdet muss man noch sehen. So kann sich Trumps USA als Kämpfer für die Welt-Energieversorgung positionieren. Und da keiner die US-Regierung, ohne ein (zu) teures Unentschieden stoppen kann, außer den US-Bewohnern oder US-Gerichte, kann es sein dass sich die ganze abhängige Welt dann gegen Iran und die Huthis stellt, bis die ihre Angriffe auf die Schifffahrt einstellen. Könnte aber auch sein, dass Trump seine Kriegs-Ziele, wegen der Stimmung zu Hause, herunterschrauben muss je länger der Krieg dauert. So oder so hoffe ich mal auf Mehrheiten aus erhaltungsorientiert linker Sicht passender US-Demokraten im ganzen Kongress nach den Midterms-Wahlen. Im Idealfall können die dann die Trump-Administration als erhaltungsorientierte gemäßigte Mitte-Linke für die letzten beiden Jahre von Trumps 2.Regierungszeit entschärfen und insgesamt würde sogar was positives dabei raus kommen. Naja hoffen darf man ja.

Aber wir bräuchten eben einen internationalen Zusammenschluss an hinreichend erhaltungsorientiert Links-Gesinnten, die clever genug agieren um mit nach und nach hinreichender militärischer und fiskalischer/verteilungs- Macht international zumindest akzeptable Verhältnisse, aus Sicht mit universell moralischem Selbstanspruch, zu schaffen und zu erhalten.

Wahlen in Israel und Dänemark am 1.November? Wohl mit Sicherheit.

Zwischen die Wahlen in Brasilien, am 30.10.22, und denen in den USA, am 8.11.22, haben sich nun auch noch Wahlen in Israel und Dänemark geschoben.

Eine interessante Kombination.

Überspitzt formuliert: die Reichen und die sicherheitsbedürftige Minderheit.

Dann sollte man als relativ Konservativer mit universell moralischem Selbstanspruch die Gelegenheit mal nutzen um das Thema globale Sicherheit für Minderheiten einmal anzusprechen.

Also los geht’s.

Sicherheit gehört ja mit Sicherheit zu den eher gefährlicheren Themen für Leib und Leben.

Wer solche Tätigkeiten ausführt riskiert schon etwas. Gut wenn es genug Freiwillige gibt. Da sollte man als Gesellschaft aber auch drauf achten, dass sich da keiner übernimmt und auch eine faire Verteilung des Risikos ist wichtig. Für die Grundsicherung der (eigenen) Gesellschaft werden sich da wohl auch meist genügende Freiwillige finden. Wenn nicht muss/sollte/kann man eben etwas nachhelfen mit Pflicht-Dienst bis hin zum Zwang (da reicht ja teilweise schon die Anwesenheit als „Alternativziel“). Wobei spätestens beim Zwang es immer stärker darauf ankommt um und für was man eigentlich kämpfen soll/muss/will. Und unter welchen Bedingungen. Die Menschen sind halt nicht alle gleich, was für den einen angenehm und eher unkritisch ist, ist für den andern schon die „Hölle auf Erden“. Dem muss man Rechnung tragen. Aber spätestens bei wirklichen Vernichtungsangriffen geht es eben um sehr viel. Ist eben eine Abwägungssache.

Es ist eben generell die Frage für wen man kämpfen will bzw. seiner Verpflichtung noch nachkommt.

Bei einem Vernichtungsangriff auf eine Gruppe zu der man selbst auch gehört, werden wohl die meisten auch selbst hinreichend mitkämpfen wollen und dies auch von anderen erwarten bis erhoffen.

Was anderes ist es schon wenn der Angriff von außen auf etwas abzielt, dass man eigentlich entbehren könnte. Dann wird die Abwägung schon nicht mehr so eindeutig ausfallen, Und hierfür braucht eine Gesellschaft eigentlich ein Einsatzziel- bezogenes Pflichtdienst-Verweigerungsantragsstellungsrecht, nicht einfach nur ein generelles.

Und spätestens wenn man unfair viel verteidigt oder für seine Sicherheit erobern möchte, werden sich die Fairen auch der eigenen Gesellschaft dagegen stark sträuben. Und ab dem Punkt wo man dafür andere auch noch unfair existenziell bedroht oder direkt vernichtet, werden wohl einige, hoffentlich hinreichend viel, auch aktiv dagegen vorgehen.

Dem kann natürlich versucht werden mit Propaganda oder anders formuliert kulturellen Hegemonieprojekten entgegenzuwirken. Um damit denjenigen vorzugaukeln, dass der Einsatz ihren Werten noch entspricht.

Wobei das natürlich auch umgekehrt geht. Also Täuschungen der Gegenseite. Alles nicht so einfach zu unterscheiden.

Also hier geht es um die Frage, wie bringt die eine Gruppe der Gesellschaft eine andere dazu noch gemeinsam für eine gemeinsame Sache zu kämpfen, die von einigen eventuell schon der Mehrheit nicht mehr als so wichtig angesehen wird.

Ein weiterer Punkt ist die langfristige Sicherheit. Der Schutz vor potentiellen Worst-Case-Szenarien. Also was macht man, wenn man eine Gefahrenquelle entschärfen will, andere aber „optimistischer“ sind?

Wobei Waffenlieferungen auch schon eine militärische Mitarbeit darstellen.

Das waren bisher alles Punkte, die die gemeinsame Sicherheit der Betroffenen, die gemeinsame Interessen, betrafen.

Nochmal was anders ist es wenn es um Sicherheits-Interessen von Gruppen geht, denen man nicht selbst zugehörig ist, oder gleich andere Individuen geht.

Wer kämpft dann für wenn noch und bis zu welchem Umfang und zu welcher Gegenleistung „Mitarbeit“?

Oder wenn ein Teil der eigenen Gruppe, zwar an gemeinsamer Sicherheit interessiert, ist aber keinen oder einen möglichst geringen/ungefährlichen Beitrag dazu leisten möchte. Wie kann diese Teilgruppe das sicherstellen?

Aber unterscheiden wir mal vor allem die beiden Fälle, einmal dass eine wohlhabendere Teilgruppe der eigenen Gruppe ihren Wohlstand erhalten sehen will. Wie stellt diese Teilgruppe dann sicher, dass auch dieser Wohlstand den nur sie besitzen auch von den anderen mit verteidigt wird? Und bis zu welchem Punkt auch wenn dadurch Dritten was Existenzielles vorenthalten wird? Mehr „Teilhabe“ oder, billiger, die „Chance, irgendwas zwischen quasi 0 und quasi 100 %, zur Teilhabe“ bietet sich da an. Oder man bietet Ausleben von Unverträglichkeiten (Psycho Big5) an. Oder man ist mit einem kulturellen Hegemonieprojekt erfolgreich. Oder es gibt tatsächlich genug Freiwillige. Das dürfte aber eng werden. 🙂 Jenseits-„Versprechungen“ geht vielleicht auch noch, aber da ist man schnell wieder bei kulturellen Hegemonieprojekten angekommen.

Also kurz zusammen gefasst ging es gerade darum: Wie Sicherheit eine durch Wohlstand zur Minderheit gewordene Teilgruppe dieses „Mehr“? Oder eben Dänemark, um mal die aktuelle Wahlkonstellation heranzuziehen?

Und es gibt eben noch Gruppen, damit sind wir dann beim zweiten Fall, die sich von anderen nicht ausschlaggebend durch Reichtum unterscheiden sondern durch andere Merkmale: Geschlecht, Religion, Ethnie, Sexualität, Hautfarbe, Charakter (Big 5) … .

Wie stellen diese Gruppen sicher, dass auch für ihre (fairen) Interessen bis hin zum reinen Überleben, von hinreichend vielen anderen mitgekämpft wird. Denn es reicht eben vor allem für kleine Gruppen nicht aus, wenn andere sie nur nicht selbst angreifen. Es müssen auch genug da sein die mit ihnen kämpfen. Alleine reicht selten. Und irgendwann will einem irgendeiner meist eben leider mal einer ans Leder. Und sei es nur durch eine Fehleinschätzung.

Also die zweite Gruppe sind die Minderheiten. Mit Blick auf den 1.11.22 sind das dann Israel und die Juden.

Wobei man beide auch als (über-?) reiche Minderheiten darstellen kann. Also zu beiden Gruppen gehörig. Beim „Minderheitenstatus“ haben die Dänen da aber dann schon gewaltig Rückstand.

Wie man sieht haben diese beide Gruppen ein gemeinsames Problem: Wie bringt man genügende der Mehrheit oder andere Minderheiten dazu auch für ihre eigenen (fairen) Interessen zu kämpfen. Wobei es für die einen eben unmittelbar (auch) ums nackte Überleben geht. Für die anderen um (unfair) viel Besitz und höchstens dadurch mittelbar auch ums Überleben, bei (affektiver) Überreaktion der Gegner/Feinde oder bei schiefgelaufenen „Projekten“.

Naja existentiell bedrohte „getrennte“ Gruppen, haben schon wieder ein Interesse sich zusammenzuschließen. Fragt sich nur mit wem. Auch wieder ein Abwägungssache.

Und „Minderheiten durch Reichtum“ könnten da Vermögen anbieten. Arme Minderheiten ihre Arbeitskraft. Eben ein klassisches Tauschgeschäftsproblem.

Arme könnten auch bei kulturellen Hegemonie Projekten hilfreich sein. Also zum „schön passend“ reden. Oder einfach als Tauschobjekte mit „Verträglichen“ (Big 5) dienen. Zum Beispiel: Also wenn ihr für unseren Reichtum mitkämpft helfen wir den armen Minderheiten.

Damit sind wir dann bei den „Sozialen“. Bei den Wertegebundenen. Mit mehr oder weniger starkem universell moralischem Selbstanspruch.

Wenn man von jemand was haben möchte oder braucht bleibt eben nur dessen Interessen „entgegenzukommen“ oder seinen Werten. Jeweils echt oder durch Täuschung/“Hilfe“ zur Selbsttäuschung des inneren „Wertewächters“.

Für Sicherheitsinteressen armer Minderheiten die auch sonst zu wenig zu bieten haben bleibt dann nur die Hoffnung auf die „Sozialen“. Oder eben auf neu verteilte Machtverhältnisse.

Für die „Soziale Hoffnung“ wird es dann nur langsam kritisch wenn sich in den Organisationen der sozialen Bewegungen, oder gleich nur „mit“ denen, sich die Friedensbewegung mit Tumult.

Vor allem wenn Frieden zu einem Synonym für Antimilitarismus und Anti- Interventionismus geworden ist. Und gemeinsame Sicherheit nicht auch gemeinsame nachhaltige Verteidigung von Leib und Leben und zumindest nötigem, besser auch fairen, Besitz beinhaltet.

Deshalb ist es wichtig dass man sich als „Sozialer“ auch für gemeinsame Sicherheit inklusive gemeinsamer Verteidigung zumindest des nachhaltig nötigen besser auch des noch akzeptabel Fairen einsetzt. Aber eben auch nicht für mehr. Und wenn man für die faire nötige Sicherheit etwas erst erlangen also angreifen muss, muss man als sozialer auch das unterstützen.

Und man muss schon versuchen Propaganda zu widerstehen um die Dinge so zu sehen wie sie eben sind. Auch wenn die Wahrheit manchmal schwer zu verdauen ist, vor allem wenn man zunächst falsch lag. Aber je früher man wieder bei denjenigen Sozialen, mit universellem Selbstanspruch (UMSA) ist, desto besser. Da muss man eben den inneren Schweinehund an die Leine nehmen.

Aber auch nicht gleich auf die Propaganda der Gegenseite reinfallen. Wenn der eine eher schlecht ist, ist der andere nicht automatisch gut, auch die Ziele nicht. Und meist gibt es auch noch „Dritte“. Und nein. Auch die sind dann nicht automatisch gut.

Eben alles nicht so einfach einzuschätzen.

Und Israel und die Juden sind eben schon eine sehr spezielle Minderheit. Die haben schon (zu) viel durch machen müssen. Und sind auch diesmal nicht nur bei den Wahlen wieder mit dem ein oder anderem wieder voll mit dabei. Und die (zu) rechten bzw. (zu) gierigen unter den Juden/Israelis haben, wie alle aus Minderheiten, noch das Problem, dass sie für unfair zu viel auch nicht auf die UMSAs bauen können. Da bleiben nur Bündnisse wo sie nützen oder täuschen müssen. Und das kann auch schnell nach hinten losgehen. Dann haben die eventuell zumindest im Affekt auch noch die Getäuschten gegen sich.

Israel hat wohl die Wahl fair für das faire zu Nutzen, fair mit den UMSAs zu bestehen (dann braucht man eben fair hinreichend viel), oder unfair, dann eventuell aber auch mit der Option auf unfair viel, zu nutzen. Den zu Rechten bleibt nur die letzte Option. Aber dann muss man diese als UMSA oder negativ Betroffener hinreichend stoppen.

Und vor allem für die Juden ist es wichtig eine UMSA- Version von Mises Feststellung, dass er lieber die Demokratie als seine Freiheit aufgibt zur Markt- äh. Einsatzreife zu bringen:
„Dass man lieber die Demokratie hinreichend aufgibt, als seine UMSA-fairen Interessen und UMSA-Werte über das tolerierbare hinaus“. Man muss eben auf alles vorbereitet sein, liebe „Optimisten“.

In diesem Sinne hoffen wir mal, dass die Folgen der nächsten Wahlen aus UMSA-Sicht tolerierbar bleiben, keiner verschlimmbessernd loslegt, und sonst toleriert werden. Und das sich am besten die ganze Zukunft so, UMSA, entwickelt.