Meine Antworten auf SPD-Fragen an die Ortvereinsmitglieder zum neuen Grundsatzprogramm 2027

F 1 (grob wiedergegeben): Wann hattest du dich für die SPD Mitgliedschaft entschieden?
A 1. Also den Wunsch meine Ordnungsvorstellungen vernünftig zur Umsetzung zu verhelfen habe ich schon sehr lange.
Der Gedanke dies jetzt mal am besten über die SPD anzugehen kam Anfang 2019.

F 2: Wie möchtest du dich in der SPD engagieren?
A 2. Ich versuche Orte zu schaffen/zu erhalten (aktuell z.B. DL21 RLP) an denen man in der SPD seine Ordnungs- und Vernunftsvorstellungen äußern, diskutieren, und Gleichgesinnte oder Übereinstimmungen finden kann.

F 3: Was macht die auf die SPD stolz?
A 3. Die SPD ist einer der zentralen Ort wo die Lohnabhängigen für ihre Interessen politisch kämpfen, das kann fair und unfair, vernünftig und einfältig, rechts und linke erfolgen. Also die eigenen Ordnungs- und Vernunftsvorstellungen sollte man keiner Partei aufzwingen, da baut man sich dann besser mit Passenden eine neue auf: Wie z. B. während des 1.Weltkriegs MSPD u. USPD. Mit Scheidemann hatte aber immerhin, ein Verhandlungsfriede-Typ aus der MSPD die erste Demokratie in Deutschland ausgerufen (auf den und damit die SPD kann man dann auch stolz sein) und die USPD wurde "zu links/antimilitärisch". Also sollten Haltungen, also Menschen mit Haltungen, die man gut findet, in mehreren Parteien präsent sein. Damit man leichter wechseln und mal hier mal da passend was zum Wählen mit anbieten kann.

F 4: Welche Herausforderungen müssen wir als SPD jetzt beantworten?
A 4. Da Deutschland und Europa Rohstoff-Import-abhängig sind, sind Innen - und Außen- Politik stark verknüpft. Es gab meiner Meinung nach einen zentralen Fehler in der Nachkriegszeit. Anstatt allgemein die internationale Anteilsjagt (durch Nehmen, Tauschen, Niedlichkeit für Geschenke) auf den fair-nötig bis fairen Teil zu begrenzen und auch die Wahl der Mittel fair zu halten, und alles darüber hinaus zu ächten, wurde einseitig das militärische Nehmen, egal ob das fair-nötige, faire oder darüber hinaus, als Verbrechen zwischen den Völkern als alleiniges Übel auserkoren. Anteilsjagt durch Tauschen (z.B. Handel) dagegen gilt vor allem seit 1990 als unbegrenzt okay. Und auch bei der Wahl der Mittel spielt Fairness (z.B. Lage u. Größenvorteile im internationalen Standortwettbewerb) kaum eine Rolle. Da hat sich eine ungute Symbiose aus unbegrenzte Jagt nach Anteilen an der internationalen Arbeit und an den internationalen Gewinnen etabliert seit 2005, denke ich. (Zumindest bis wir wie 1918 wieder den kürzeren ziehen.)
Und Zölle gelten umgekehrt fast schon als so böse wie Angriffskriege für das Fair-Nötige.
Dabei hätte man schön seit 2005 mit Export-Zoll-Einnahmen die Infrastruktur in Schuss halten können, eine Mehrwertsteuer für ausländische Kunden kann man ja nicht selbst erheben. Und Gewerbesteuer ist ja auch nicht mehr so im Trend. Dann hätten wir wohl auch eine ausgeglichene Außenwirtschaftsbilanz aufweisen können. Und Trump und Co. hätten ein Wählerstimmen-Abgreif-Thema weniger gehabt.
Und dieses einseitige Verurteilen jedes militärischen Nehmens ist der andere Punkt mit dem die (zu) Rechten in Übersee-Punkten. Einerseits ist es kaum vermittelbar, dass die USA und damit die NATO sogar militärisch auf das Nehmen des fair-nötigen verzichten sollten, obwohl sie es könnten. Also nach dieser Moral wäre man sofort erledigt wenn einem mal was Wichtiges in fairem Umfang fehlt und andere das nicht freiwillig her geben. Und noch dazu ist man mit so einer Moral dazu verdammt bei einer Auseinandersetzung zwischen militärisch (also politisch) Gleichen nicht nachgeben zu dürfen, selbst wenn die andere Seite nur ihr fair-nötiges haben will.
Das ist aktuell teils mit Russland der Fall. (Also schon zu wahrscheinlich, dass die mehr als fair Viel wollen, als dass man die Ukraine nicht hinreichend, aber nur für das Faire unterstützen sollte, auch mit Waffen)
Auf sowas zu beschränkendes/ideologisches lässt sich die US- (zu) Rechte nicht ein.
Da sollte die SPD mit guten Beispiel voran gehen, als erhaltungsorientierte Mitte-Links Kraft und mit diesen Fehlstellungen endlich aufräumen.
Da braucht es Vernunft in der Gesellschaft, darauf sollte die SPD hinarbeiten. Und an der Überwindung der neuen Besteuerungs- Umverteilungs-Phobie also das Nehmen für das Fair-Nötige bis Faire über den Fiskus.
Und keine* Sanktionen unter das Existenzminimum bei der Grundsicherung.
Und den Unterschied zwischen Demokratie und Ochlokratie (als die legitime und illegitime Varianten der Wahl durch Alle/Viele) könnte die SPD auch noch erarbeiten.